Bali & Singapore (22.06. – 14.07.2012)

1. Tag (22.06.2012):

Heute sollte ein sehr langer Tag werden. Nach der Arbeit ging es schnurstracks nach Hause, wo schon die gepackten Rucksäcke auf uns warteten. Um kurz vor 19 Uhr sind wir zum Flughafen Düsseldorf aufgebrochen. Noch ein kleiner Snack zum Abendessen und schon waren wir mit Air France auf dem Weg nach Paris. Am Flughafen Charles de Gaulle hatten wir nun 1,5 Stunden Zeit den Flieger zu wechseln. Das ging nicht ohne das Terminal zu wechseln und so waren wir mit erneuter Sicherheitskontrolle und Ausreise fast eine Stunde beschäftigt. Der absolut unfreundliche Air France Mitarbeiter am Gate schaffte es dann auch nicht uns nebeneinander zu setzen: "Flight is full.". Die Frage wieso man denn eigentlich vorher überhaupt Plätze reservieren kann, wenn man diese dann doch nicht bekommt, blieb unbeantwortet. Vielmehr bestand er darauf, dass diese Plätze nie reserviert waren. Er ließ sich auch nicht durch einen Ausdruck aus meinem Air France Flying Blue-Konto überzeugen. "Flying Blue is something different. Contact them directly". Vorläufiges Ende der Geschichte. Nach dem Boarding ging es etwas verspätet los und netterweise konnten wir die Plätze mit meinem Sitznachbarn tauschen.

2. Tag (23.06.2012):

Was macht man 13 Stunden in der Luft? Genau zweimal essen, einen Film (Mission Impossible 4) gucken, die neuen In-Ear-Kopfhörer genießen und natürlich versuchen zu schlafen. Irgendwann war es dann doch soweit und kurz vor Sonnenuntergang sind wir um 18:30 Uhr mit einer halben Stunde Verspätung in Singapur gelandet. Hier mussten wir einreisen, um unser Gepäck abzuholen und beim Air Asia-Schalter wieder aufzugeben. Dann wieder ausreisen, kurz erklären was man in der einen Stunde in Singapur gemacht hat und anschließend den Flughafen erkunden. Nach einem Snack ging es zum Gate, wo wir die halbe Stunde Verspätung mitgenommen hatten. Um 21:45 Uhr sind wir Richtung Bali gestartet und nach gut zwei Stunden auf dem Flughafen von Denpasar gelandet. Vor der Einreise, die 240.000 IDR (ca. 20 EUR) kostet, gibt es genau einen Geldautomaten, der ausschließlich MasterCard akzeptiert. Also darf man schon mal kurz ins Land, denn bei den Gepäckbändern stehen eine ganze Reihe Geldautomaten, die so ziemlich alle Karten akzeptieren. Nach einer knappen halben Stunde waren wir auch schon vor dem Terminal, wo uns ein Fahrer der ersten Unterkunft abgeholt hat. Nach gerade mal fünf Minuten waren wir am Hotel und sind dort müde ins Bett gefallen.

3. Tag (24.06.2012):

Bali Hyatt at Night Am ersten richtigen Tag haben wir lange ausgeschlafen und dann gefrühstückt. Anschließend ging es in die Preisverhandlungsrunde für eine Taxifahrt ins nicht weit entfernte Sanur. Nach vielen Runden hatten wir endlich einen akzeptablen Preis und waren nach einer halben Stunde an unserer Unterkunft für die nächsten zwei Tage: dem Bali Hyatt. In der riesigen Lobby im balinesischen Stil haben wir zuerst einen Welcome Drink bekommen und haben dann beim Weg zu unserem Zimmer die riesige und sehr schöne Anlage bestaunt. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, haben wir die Anlage, die direkt am Strand liegt, erkundet. Entlang des schönen Sandstrandes sind wir Richtung Norden gelaufen. Da Sonntag war, waren tausende Balinesen am Strand. Den Weg zurück haben wir durch den Ort genommen und da es schon 19 Uhr war, haben wir uns ein nettes Restaurant gesucht und etwas gegessen. Nach dem Essen haben wir uns noch einen Fahrer für den morgigen Tag besorgt und waren im Supermarkt ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Wieder zurück am Hotel sind wir noch an den Strand, um den fantastischen Blick auf das Meer und den sternenklaren Himmel zu genießen. Nach einer spontanen Partie Schach sind wir schlafen gegangen.

4. Tag (25.06.2012):

Uluwatu Temple Nach dem Frühstück haben wir den Morgen in der Hotelanlage "vergammelt". Wie waren am Strand, dann am Pool und schließlich noch ein Rundgang durch die Gärten. Um 15 Uhr war unser Fahrer Kim auch schon in der Lobby und wir sind mit seinem alten Honda auf die südliche Halbinsel gefahren. Einen ersten Stopp haben wir an einer kleinen Bucht mit einem sehr schönen Sandstrand gemacht. Das Wasser war lauwarm – bestimmt 30 Grad. Eine gute Stunde vor Sonnenuntergang sind wir weiter zum Tempel Uluwatu. Nachdem uns Kim einige gute Stellen für Fotos gezeigt hatte, haben wir uns für den Sonnenuntergang so positioniert, dass die Sonne genau hinter dem Tempel im Meer unterging. Gleich nach dem Sonnenuntergang sind wir von der südlichsten Spitze Balis nach Jimbaran gefahren, wo wir auf dem Strand Fisch essen waren. Zwar sehr touristisch, aber an einer traumhaften Location. Nach dem Essen waren wir nach einer guten halben Stunde wieder im Bali Hyatt und sind etwas müde direkt schlafen gegangen.

5. Tag (26.06.2012):

Tanah Lot Temple Nach dem gewohnt guten Frühstück haben wir aus dem Bali Hyatt ausgecheckt und dann unseren Fahrer für den Tag in der Lobby getroffen. Agung sollte uns heute ganz in den Norden Balis nach Lovina bringen. Nach einer kurzen Besprechung stand das erste Ziel fest – der Tempel Tanah Lot. Zuerst mussten wir aber durch das komplett verstopfte Denpasar. Nachdem wir das geschafft hatten, waren wir gegen Mittag am Tempel, der auf einem Felsen im Meer liegt. Anschließend ging es in die Berge, wo wir einen Zwischenstopp an sehr schönen Reisterrassen gemacht haben. Unser Guide wollte uns in das schöne, aber völlig überteuerte Restaurant schicken. Wir sind dann doch ein paar Meter weiter zum nächsten Warung gelaufen, wo wir zu zweit für knapp 50.000 IDR (gut 4 Euro) gegessen haben. Nach dem Essen ging es weiter in die Berge zum nächsten Stopp: der Tempel Pura Ulun Danu Bratan am Bratan See. Nach einem Rundgang sind wir Richtung Munduk gefahren, wo es mehrere schöne Wasserfälle geben sollte. Nachdem wir geparkt hatten und den obligatorischen Wasserfalleintritt bezahlt hatten, sind wir ungefähr 1,5 km in eine Schlucht gelaufen, um dann vor einem rauschenden, knapp 40 m hohen Wasserfall zu stehen. Der Rückweg war etwas mühseliger, da es nur bergauf ging. Irgendwann waren wir doch wieder beim Auto und sind die letzten 30 km bis Lovina durchgefahren. Dort wusste keiner, wo unser gebuchtes Resort liegen sollte. Schließlich haben wir die Abzweigung entdeckt und sind gut 3 km die Berge hinauf gefahren. Oben hat uns ein wunderschön gelegenes Resort erwartet, wo wir gleich unseren eigenen Bungalow bezogen haben. Beim Abendessen im kleinen Restaurant haben wir ein paar Holländer und vier deutsche Mädels kennengelernt.

6. Tag (27.06.2012):

Our Resort Eigentlich ließe sich der Tag mit einem Wort beschreiben: Nichtstun. Naja, ein paar Dinge haben wir dann doch "unternommen". Nachdem wir ausgeschlafen haben, waren wir gemütlich frühstücken. Als nächstes haben wir das Resort erkundet – vom Mango Forest (wir haben nur eine entdeckt) über den Spa-Bereich bis zum großen Infinity-Pool mit Blick über die gesamte Küste. Anschließend haben wir uns auf zwei Liegen breit gemacht und den Nachmittag vergammelt. Zwischendurch waren wir im Pool und am Abend haben wir etwas im Resort gegessen. Insgesamt also ein sehr, sehr ruhiger und entspannter Tag.

7. Tag (28.06.2012):

Lovina Beach Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, haben wir uns auf den Weg nach Lovina gemacht. Da das Resort einen für hiesige Verhältnisse exorbitanten Preis für die Fahrt in den Ort haben wollte, sind wir einfach den Berg runter gelaufen. Dabei haben uns unglaublich viele Leute bestaunt, zugewinkt, angesprochen, so dass der Weg ein richtiges Erlebnis war. Auf der Hauptstraße hatten wir nach zwei Minuten ein Bemo (ein kleiner Bus), der uns bis nach Lovina mitgenommen hat. Dort angekommen haben wie den Strand erkundet und in einem kleinen Warung etwas gegessen. Anschließend haben wir beschlossen, uns einen Roller auszuleihen. Damit war auch die Frage gelöst, wie wir denn wieder zum Resort zurückkommen sollten. Nachdem wir eine Proberunde durch den Ort gedreht hatten, ging es auf die Hauptstraße. Durch den Feierabendverkehr haben wir uns bis zur Abzweigung durchgeschlagen, um dann mit Dauervollgas den Berg zu erklimmen. Beim Abendessen haben wir zusammen mit den vier deutschen Mädels beschlossen, um 2 Uhr am nächsten Morgen aufzustehen und Deutschland gegen Italien zu gucken. Also ging es an diesem Abend schon um 20 Uhr aufs Zimmer ins Bett.

8. Tag (29.06.2012):

Brahmavihara-Arama Temple 2 Uhr morgens – der Wecker klingelt und wir haben das Gefühl gerade erst ins Bett gegangen zu sein. Aber was tut man nicht alles, wenn EM ist und Deutschland spielt. Da wir für insgesamt sechs Personen nur zwei Roller hatten, habe ich zuerst Manja in den Ort gebracht, um direkt wieder zurückzukehren und das letzte Mädel mitzunehmen. In der Bar, wo wir auf einer Leinwand das Spiel geguckt haben, war richtig viel los – hauptsächlich Balinesen, die fast alle auf Deutschland gewettet hatten. Leider hat Deutschland seine Chance nicht verwirklicht und so hieß es nach zwei Stunden „ es ist aus“. Da wir nun schon einmal wach waren, sind wir zum Strand gefahren, wo wir eine der morgendlichen Delfintouren machen wollten. Etwas zu früh haben wir eine Stunde gewartet, bis es in einem der kleinen Auslegerboote auf das Wasser ging. Dort haben wir zuerst den Sonnenaufgang über den Bergen bestaunt und uns anschließend auf Delfine konzentriert. Diese ließen auch nicht lange auf sich warten und schwammen neben oder sogar unter den Booten. Nach einem kleinen Frühstück auf See waren wir die Letzten, die gegen 8:30 Uhr wieder an Land waren. Dort wollten wir als nächstes unseren Roller zurückgeben. Da wir aber gleich über die Familie, die uns den Roller geliehen hat, einen Fahrer für den kommenden Tag gebucht hatten, durften wir den Roller noch einen Tag behalten. Wieder zurück am Resort haben wir erst einmal ein bisschen Schlaf nachgeholt und sind dann zu einem buddhistischen Tempel in der Nähe aufgebrochen. Der Tempel Brahmavihara-Arama ist umgeben von einer wunderschönen Anlage und liegt etwas oberhalb vom Meer. Anschließend waren wir noch in Lovina Abendessen, bevor wir zurück im Resort noch etwas trinken waren.

9. Tag (30.06.2012):

Mount Agung Pünktlich um 10 Uhr war unser Fahrer abfahrbereit und entlang der Nordküste ging es Richtung Padang Bai. Unterwegs haben wir kurz hinter Singaradja einen Tempel besichtigt und wenig später auf der sehr schönen Strecke entlang des Meers angehalten, um einen fast wolkenlosen Mount Agung (der höchste Vulkan Balis) zu fotografieren. Ganz im Osten Balis wurde die Vegetation auch wieder tropischer und es gab wieder endlose Reisfelder rechts und links neben der Straße. Beim berühmten Wasserpalast Tirta Gangga haben wir eine Mittagspause eingelegt und nach ein paar weiteren Fotostopps Padang Bai am Nachmittag erreicht. Dort haben wir in unsere Unterkunft direkt am Strand eingecheckt. Anschließend haben wir den kleinen Ort erkundet und auch direkt ein nettes, kleines Restaurant fürs Abendessen gefunden.

10. Tag (01.07.2012):

Padang Bai Nach dem Frühstück hatten wir uns für heute vorgenommen, die beiden Strände in direkt Umgebung zu erkunden, da der Hauptstrand mit Booten geradezu übersäht ist und zudem alle paar Stunden die Fähre nach Lombok anlegt. So sind wir zuerst zum Blue Lagoon Strand gelaufen und haben dort den Vormittag verbracht. Direkt vom Strand kann man ins Wasser und über einem Korallenriff Schnorcheln gehen. Nach einem Mittagssnack sind wir auf die andere Seite des Ortes gelaufen und über eine koreanische Bauruine kommt man zum White Sandy Beach, der seinem Namen alle Ehre macht. Der Blick nach vorne ist fantastisches – tiefblaues Wasser und davor ein weißer, feiner Sandstrand. Auch für das leibliche Wohl ist durch ein paar Warungs gesorgt. Also ein perfekter Strand. So waren wir hier auch bis zum Sonnenuntergang. Nachdem wir uns in unserer Unterkunft frisch gemacht hatten, waren wir noch sehr lecker essen – diesmal aber gar nicht indonesisch (Spare Ribs).

11. Tag (02.07.2012):

White Sandy Beach Kurz nach dem Frühstück waren wir schon am Strand, um mit einem der kleinen Boote zu einem Schnorchelspot zu fahren. Da wir das Boot für uns gemietet hatten, waren wir mit dem Bootsführer ganz alleine. Nach gut 15 Minuten Fahrt hatten wir unser Ziel erreicht und sind direkt ins Wasser. Unter Wasser haben wir das sehr schöne Korallenriff erkundet, in dem es nur so von Fischen wimmelte. Nach 1,5 Stunden sind wir wieder raus aus dem Wasser und haben auf dem Rückweg noch einen Fotostopp in der Blue Lagoon eingelegt. Wieder im Ort sind wir zu unserem Lieblingsstrand, dem White Sandy Beach. Dort haben wir den Tag ausklingen lassen. Nachdem wir viel Positives über die Gilis gehört hatten, haben wir uns am Abend entschieden für übermorgen zwei Boottickets auf die Inseln vor Lombok zu kaufen.

12. Tag (03.07.2012):

Sidemen Rice Paddies Spontan haben wir uns heute nach dem Frühstück entschieden, einen Roller auszuleihen. Trotz Verhandlungsgeschick sind wir nicht unter 50.000 IDR gekommen – dafür gab es aber zwei Helme dazu. Erst mal haben wir dann noch am Straßenrand bei einem der unzähligen Benzinverkäufer getankt, bevor es Richtung Norden ging. Hinter Candi Dasa sind wir nach links in die Berge abgebogen. Vorbei an wunderschönen Reisterrassen haben wir nach ein bisschen Sucherei den Ort Sidemen erreicht. Dort haben wir in einem Warung etwas gegessen und noch einmal einen Liter Benzin nachgetankt. Von Sidemen ging es über eine staubige Piste Richtung Meer – wieder an sehr schön gelegenen Reisfeldern vorbei. Im Stau ab der Ampel habe ich mich bei nebenan stehenden Rollerfahrer noch einmal nach dem Weg erkundet und nach kurzer Fahrt auf der "Autobahn" haben wir den Tempel Goa Lawah erreicht. Nach Bezahlen des obligatorischen Eintritts und der Sarong-Miete (zusammen für 10.000 IDR) durften wir bis zur berühmten Fledermaushöhle. Richtig nah ran konnte man leider nicht, da gerade eine Zeremonie stattfand. Wieder zurück in Padang Bai haben wir den Roller zurückgegeben. Anschließend waren wir nach einer gründlichen Dusche (die Straßen waren doch sehr staubig) im Puri Rai Restaurant essen. Vor dem Schlafengehen haben wir schließlich noch unsere Rucksäcke für den nächsten Tag gepackt.

13. Tag (04.07.2012):

Arriving on Gili Trawangan Wieder war früh aufstehen angesagt. Um kurz vor 8 Uhr saßen wir schon beim Frühstück und ein paar Minuten später kam schon unser Ticketverkäufer, um uns die Fährtickets zu übergeben und gleichzeitig mitzuteilen, dass wir nicht abgeholt werden konnten, da zu viel Verkehr wäre. Wir sind die 300 Meter zum Fähranleger nach dem Checkout selbst gelaufen, wobei uns genau ein Auto auf der Straße entgegen kam. Am Anleger waren schon recht viele Leute versammelt und gegen 9:15 Uhr ging es dann los. Als wir aus der Bucht von Padang Bai raus waren, wurde das Meer auch direkt deutlich unruhiger. Zuerst sind wir ein ganzes Stück entlang der Küste Balis gefahren, bevor wir die Lombokstraße überquert haben. Mehrmals mussten wir dabei die Geschwindigkeit verringern, damit das ganze Boot nicht ständig abhebt. Die nicht ganz so seefesten haben sich während der knapp 90-minütigen Überfahrt am Heck versammelt. Schließlich haben wir aber doch Gili Trawangan erreicht, wo ich mich direkt auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht habe. Ein paar waren aufgrund der Hauptsaison ausgebucht, aber schließlich sind wir im Dream Divers abgestiegen. Nach kurzer Behandlung stimmte auf der Preis und wir konnten unsere Sachen aufs Zimmer bringen. Da es schon fast 15 Uhr geworden war, sind wir etwas essen gegangen und anschließend entlang des Strandes bis zum nördlichen Ende der Insel gelaufen. Wieder an unserer Unterkunft haben wir uns nach einem Tauchgang für den nächsten Tag erkundet und ich habe mich für einen Auffrischungstauchgang entschieden. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, haben wir direkt am Strand etwas gegessen, wo es zwischendurch sogar ein Feuerwerk gab.

14. Tag (05.07.2012):

Gili Trawangan Irgendwie sollte das mit dem frühen Aufstehen zur Regel werden. Um 8 Uhr saßen wir schon beim Frühstück und ich eine Stunde später schon mit zwei anderen Tauchschülern im Auffrischungskurs. Nach einer Stunde Theorie und einem kleinen Multiple Choice Test ging es dann mit meinem Tauchlehrer in den Pool, wo wir nochmal alle Übungen des Kurses wiederholt haben. Gegen Mittag waren wir fertig und haben Nasi Goreng gegessen. Kurz vor 14 Uhr sind wir mit dem Boot zur Nachbarinsel Gili Meno gefahren, wo wir an Tauchspot "Meno Slope" ins Wasser gegangen sind. Zu dritt plus Tauchguide haben wir gut 40 Minuten lang die Unterwasserwelt erkundet und dabei unter anderem mehrere Schildkröten, Muränen und Anemonenfische gesehen. Nach dem sehr schönen Tauchgang waren wir noch am Strand, bevor wir uns für den Abend fertig gemacht haben. Wieder haben wir uns für ein Restaurant direkt am Strand entschieden und Steaks gegessen. Für kurze Verwirrung hat der Vollmond gesorgt, der genau über den Bergen von Lombok aufgegangen ist, so dass es so aussah, als würde der dortige Vulkan ausbrechen.

15. Tag (06.07.2012):

Cidomo Unser spontaner Ausflug auf die Gilis sollte heute zu Ende sein. Nach dem Frühstück haben wir ausgecheckt und sind die knapp 800 m entlang der Promenade bis zum Büro des Speedboats gelaufen. Dort angekommen wurden wir auf eines der zwei Boote verteilt, allerdings sollte es noch fast eine Stunde dauern bis wir abgelegt haben. Der erste Stopp führte uns nach Gili Air, wo wir ebenfalls noch ein paar Passagiere aufgenommen haben. Anstatt direkten Kurs auf Bali einzuschlagen, haben wir noch Lombok angesteuert, um zu tanken. Danach ging es dann auf die gewohnt sehr unruhige Überfahrt nach Padang Bai. Mehrfach müssten wir wieder aufgrund der hohen Wellen die Geschwindigkeit verringern, so dass wir mit allen Stopps erst nach drei Stunden gegen 14 Uhr auf Bali angekommen sind. Von dort wurden wir mit dem eingehandelten Shuttle in knapp zwei Stunden nach Ubud gebracht. Irgendwie hat der Fahrer unsere Unterkunft nicht verstehen wollen oder können, so dass wie auf der Monkey Forest Road ausgestiegen sind. Natürlich haben sich die Taxifahrer sofort um uns gerissen. Mein Einstiegsgebot von 10.000 IDR war dann doch wohl zu niedrig, so dass wir dem zehnten Taxifahrer 20.000 IDR zahlen mussten. Nach wenigen Minuten waren wir am Beji Ubud Resort und konnten direkt unser sehr schönes, großes Zimmer beziehen. Das Resort liegt sehr ruhig direkt an einem Hang mit Blick in den Regenwald. Dazu gibt es mehrere Infinity Pools, wo ich direkt ein paar Bahnen geschwommen bin. Da wir nicht mehr in die Stadt wollten, haben wir den Tag beim Abendessen im Resort ausklingen lassen.

16. Tag (07.07.2012):

Monkey Forest Heute sind wir um 8:30 Uhr aufgestanden und direkt zum Frühstück am großen Pool gegangen. Anschließend haben wir uns vom kostenlosen Hotelshuttle ins Zentrum von Ubud bringen lassen. Über die Monkey Forest Road sind wir bis zum gleichnamigen Park gelaufen. Bevor wir in den Park gegangen sind, haben wir in weiser Voraussicht die Sonnenbrillen im Rucksack verstaut und selbigen zugeknotet. Direkt nach dem Eingang sitzen nämlich auch schon dutzende Affen auf den Wegen und warten auf ahnungslose Touristen. Diese werden dann überfallartig von Sonnenbrillen, Portemonnaies oder ähnlichem "befreit". Will man die Sachen wieder haben, muss man sich auf ein Tauschgeschäft einlassen – Sonnenbrille gegen Bananen. Nach einer guten Stunde im Park sind wir auf der Monkey Forest Road in einen kleinen Warung eingekehrt und haben erst mal etwas getrunken. Dazu haben wir im Reiseführer alles Wissenswerte über Ubud nachgelesen. Da wir doch ein bisschen Hunger bekommen haben, haben wir auch direkt etwas gegessen. Nach dem Mittagessen wollten wir eine Tour für den nächsten Tag buchen, haben uns dann aber spontan entschlossen, erst einmal mit einem Fahrer zur Elefantenhöhle Goa Gajah zu fahren. Die Höhle selbst ist sehr klein, dafür ist der Park mit seinen Ruinen und einem Wasserfall durchaus sehenswert. Wieder zurück in Ubud haben wir schließlich eine ganztägige Mountainbike-Tour für den nächsten Tag gebucht. Zwischenzeitlich hatte sich bei uns eine gewisse Verspannung aufgebaut, so dass wir uns eine Massage gegönnt haben. Zusätzlich habe ich einen Haarschnitt mit rein verhandelt. Ich habe mich für die Traditional Balinese Full Body Massage entschieden und nach einer Stunde der völligen Entspannung war es leider auch schon wieder vorbei. Bevor wir zu Abend gegessen haben, sind wir noch durch Ubud geschlendert und haben die unzähligen Kunstgalerien und Läden ein wenig erkundet. Mit dem Hotelshuttle sind wir wieder zurück und direkt schlafen gegangen.

17. Tag (08.07.2012):

Legong Dance 7 Uhr – der Wecker klingelt. Eine halbe Stunde später standen wir auch schon vor unserem Hotel und haben auf den Shuttlebus zur Fahrradtour gewartet. Nachdem wir schließlich alle Mitfahrer eingesammelt hatten, ging es nach Kintamani am Lake Batur am gleichnamigen Vulkan. Leider waren wir auf der Höhe schon mitten in den Wolken, so dass wir von der Aussicht nichts mitbekommen haben. Also konnten wir uns voll und ganz aufs Frühstück konzentrieren. Mit dem Minibus sind wir anschließend zu einer Kaffeeplantage gefahren, wo wir selbigen probieren durften. Als nächstes ging es zum Startpunkt der Fahrradtour, wo wir Räder und Helme bekommen haben. Als erstes haben wir ein kleines Dorf angesteuert und uns angeschaut, wie die Mehrheit der Balinesen lebt. Dabei besteht jedes Anwesen aus mehreren Gebäuden wie Schlafräumen, Küche oder Stall. Natürlich darf auch der hauseigene Tempel nicht fehlen. Nach dem interessanten Besuch ging es nach ein paar Metern auf einen schmalen Pfad mitten durch die Reisfelder, wo wir natürlich einen Fotostopp gemacht haben. Weiter auf dem Pfad haben wir wieder die asphaltierte Straße erreicht und es ging weiter abwärts. Nach einem kurzen Stopp an einem 500 Jahre alten, riesigen Banyan Baum haben wir nach insgesamt gut 25 km die auf uns wartenden Minibusse erreicht. Nach einem gemeinsamen Mittagessen waren wir gegen 16 Uhr wieder an unserer Unterkunft. Schnell noch duschen und schon sind wir ins Zentrum Ubuds gefahren. Dort haben wir in einer netten Bar etwas gegessen und getrunken, bevor wir uns zum Abschluss einen typisch balinesischen Legong-Tanz angeschaut haben.

18. Tag (09.07.2012):

Our Private Villa Heute Morgen sind wir aus unserer Unterkunft ausgecheckt. Nicht um Ubud zu verlassen, sondern um die beiden letzten Nächte in einer 5 Sterne Unterkunft zu verbringen. Mit dem Taxi ging es zum Samaya Ubud, welches etwas außerhalb liegt. Das Resort liegt in einer Schlucht, durch die malerisch ein kleiner Fluss fließt. Auf der Terrasse eines der beiden Restaurants haben wir unseren Welcome Drink genossen, bevor der Butler uns unsere private Villa gezeigt hat. Mit eigenem Pool, Garten inklusive Teich und einem Badezimmer mit Jacuzzi ist es eine absolut fantastische Unterkunft. Nachdem wir in unserer Villa den Afternoon Tea serviert bekommen haben, haben wir die Anlage erkundet und für den nächsten Tag nicht nur einen Kochkurs, sondern auch eine Massage im direkt am Fluss gelegenen Spa gebucht. Den Tag haben wir bei einem sehr guten Essen im Restaurant ausklingen lassen.

19. Tag (10.07.2012):

Cooking Class Kurz nach dem Aufstehen wurden wir um 7 Uhr schon von einem Golf Cart abgeholt und nach oben zur Rezeption gebracht. Dort warteten schon der Koch und ein Fahrer auf uns, mit denen wir gemeinsam auf den Markt von Ubud fahren wollten. Für heute hatten wir nämlich einen balinesischen Kochkurs gebucht und dazu zählte auch ein Besuch des Marktes. Ein paar Minuten später waren wir auch schon mitten im Getümmel und der Koch hat uns die verschiedenen Gemüsesorten und Früchte erklärt. Nach gut einer Stunde waren wir aus dem für Westeuropäer doch recht chaotischen Markt wieder raus. Zurück am Hotel haben wir erst mal hervorragend à la carte mit theoretischem Blick auf die Vulkane gefrühstückt. Theoretisch, weil sie wie fast jeden Tag in Wolken eingehüllt waren. Nachdem wir noch mal kurz in unserer Villa waren, ging es um 10 Uhr in der Küche weiter. Dort standen bereits die Zutaten für unser Menü. Bevor wir mit dem Nachtisch begonnen haben, durften wir aber in alle Ruhe unser Menü essen. Um 13 Uhr waren wir pappsatt und um einige Erfahrungen der indonesischen Küche reicher. Mal gucken, ob wir das Ganze in Deutschland auch mal so hinbekommen. Den Nachmittag bis 17 Uhr haben wir in unserer Villa "vergammelt". Anschließend sind wir zum wunderschön direkt am Fluss gelegenen Spa gelaufen. Dort hatten wir eine Massage gebucht und nach einem Willkommensdrink ging es auch direkt schon los. Die eine Stunde ist nur so verflogen und tiefenentspannt sind wir zurück zur Villa. Kurze Zeit später sind wir mit den hoteleigenen Shuttle ins Zentrum von Ubud gefahren. Nachdem wir noch fehlende Postkarten gekauft hatten und einen Fahrer für den nächsten Tag zum Flughafen organisiert hatten, haben wir uns noch ein letztes Bintang-Bier gegönnt. Zurück in unserer Unterkunft haben wir gepackt und sind schlafen gegangen.

20. Tag (11.07.2012):

Singapore Skyline at Night Heute hieß es Abschied von Bali zu nehmen. Um 7 Uhr haben wir in unserer Villa gefrühstückt und sind anschließend zur Rezeption hochgefahren worden. Von dort konnte man heute bei strahlendem Sonnenschein die Vulkane Balis perfekt sehen. Unserer Fahrer war pünktlich mit seiner Tochter da und nach einer guten Stunde waren wir auch schon am Flughafen. Unser Gepäck sind wir schnell losgeworden, ebenso 150.000 IDR pro Person für die Ausreise. So hatten wir noch viel Zeit im Terminal etwas zu lesen und zu essen, bevor wir recht pünktlich um 13 Uhr mit Air Asia nach Singapur gestartet sind. Nach ein paar Warteschleifen über Singapur sind wir schließlich gegen 16 Uhr gelandet. Leider war mein Rucksack beschädigt, so dass ich nach knapp einer halben Stunde Ausfüllen eines Schadensberichts feststellen musste, dass die "On-The-Spot Compensation" unglaubliche S$11 beträgt (ca. 7 Euro). Hätte das nur einer vorher gesagt… Ein paar Minuten später saßen wir im Zug Richtung Innenstadt. Nach gut 30 Minuten waren wir am Hotel auf der Bencoolen Street. Vom Zimmer im 16. Stock hatte man einen ganz guten Blick auf Singapur, trotzdem sind wir zum Singapur River gelaufen, um dort noch eindrucksvoller die Skyline zu bestaunen. Dort haben wir auch noch etwas gegessen und waren nach einem Spaziergang gegen Mitternacht wieder am Hotel.

21. Tag (12.07.2012):

Marina Bay Sands Observation Deck Singapur wartet – wir schlafen. Aber hin und wieder muss man im Urlaub auch mal ausschlafen. Nach dem Aufstehen sind wir mit der U-Bahn zum Marina Bay Shopping Centre gefahren und haben dort erst mal etwas gefrühstückt. Anschließend haben wir die große Mall erkundet und sind dann auf das Observation Deck im 56. Stock des Marina Bay Hotels hochgefahren. Aus knapp 200 Metern Höhe hat man einen fantastischen Blick auf die Gardens by the Sea, den Singapore Flyer und die gesamte Stadt. Wieder unten sind wir zum kleinen Merlion, dem Wahrzeichen Singapurs gelaufen. Nach einer Kaffeepause ging es mit der U-Bahn zur Station Little India, wo wir das gleichnamige Viertel erkundet haben. Danach ging es erst mal zurück zum Hotel frisch machen – 30 Grad und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit lassen einen doch schwitzen. Zum Abendessen sind wir nach Chinatown gefahren und haben uns ein Steamboat bestellt. Dabei bekommt man einen Pott auf einer Gasflamme, in dem man anschließend rohe Zutaten kurz gart. Alles in allem ein sehr scharfes Vergnügen. Nach dem Abendessen haben wir den Kitsch in Chinatown erkundet, uns aber dann doch entschlossen, nur ein Bier im Irish Pub in der Nähe unseres Hotels zu trinken.

22. Tag (13.07.2012):

Orchard Road Heute sollte der letzte Tag unseres Urlaubs sein. Nachdem wir aus dem Hotel ausgecheckt hatten, haben wir unser Gepäck noch dort gelassen und sind mit der U-Bahn zur Orchard Road gefahren. Auf der Straße reiht sich ein Shopping-Komplex an den nächsten. Bevor wir uns in selbige gestürzt haben, gab es erst mal ein Frühstück. Danach haben wir dann die diversen Läden erkundet und mussten feststellen, dass trotz Singapore Sale die Sachen – auch aufgrund des schlechten Wechselkurses – entsprechend teuer waren. Wenigstens mussten wir so nicht noch mehr Gepäck in unseren Rucksäcken unterbringen. Gegen 17:30 Uhr sind wir zuerst zum Hotel das Gepäck holen und anschließend mit der U-Bahn zum Flughafen gefahren. Dort waren wir genau passend, so dass wir unser Gepäck direkt abgeben konnten und anschließend den Terminal erkunden konnten. Nach einem kleinen Abendessen ging es um 23:30 Uhr mit einem A380 von Air France Richtung Europa.

23. Tag (14.07.2012):

Paris Airport Nach einer sehr langen Nacht sind wir pünktlich in Paris gelandet, wo wir uns sehr beeilen mussten, unseren Flug nach Düsseldorf zu erwischen. In Düsseldorf angekommen mussten wir dann auch feststellen, dass es unsere beiden Rucksäcke nicht geschafft hatten – diese waren erst zwei Tage später wieder wohlbehalten bei uns.

Istanbul & Israel (18.05. – 28.05.2012)

1. Tag (18.05.2012):

Golden Horn at Night Aufbruch nach Israel, wo wir zu einer Hochzeit eingeladen sind. Allerdings sollte es nicht auf direktem Weg dorthin gehen, sondern mit einem Zwischenstopp in Istanbul. Mit Turkish Airlines sind wir am Freitagmorgen von Düsseldorf nach Istanbul geflogen, wo wir gegen 12 Uhr angekommen sind. Nachdem wir dann auch nach einer gefühlten Ewigkeit unser Gepäck hatten, haben wir uns für die günstigste Möglichkeit nach Sultanahmet zu kommen entschieden. Mit Metro und Tram waren wir eine Stunde später am Hotel und haben uns erst einmal ein wenig ausgeruht. Zum Abendessen waren wir in einem kleinen, aber feinen Restaurant. Vor dem Schlafengehen sind wir noch über die Galata Brücke gelaufen und haben uns von dort das Goldene Horn und den Anfang des Bosporus angeschaut.

2. Tag (19.05.2012):

Blue Mosque Nach dem Frühstück im Hotel sind wir bei sonnigem Wetter zur Blauen Moschee gelaufen. Dort haben wir uns in die endlose Schlange eingereiht und anschließend die tausenden kleinen, blauen Fliesen bestaunt. Wieder draußen haben wir direkt die nächste Sehenswürdigkeit erkundet – die Hagia Sofia – natürlich nicht ohne vorher wieder 45 Minuten anzustehen. Im teilweise renovierungsbedürftigen Innenraum war es dann gar nicht mehr soll voll – die Massen haben sich in der riesigen Kirche entsprechend verteilt. Von der Hagia Sofia sind wir runter ans Wasser zu den Resten der Theodosianische Mauer gelaufen und haben nach einem Besuch der kleinen Hagia Sofia erst einmal etwas gegessen. Der nächste Programmpunkt hat uns auf den großen Basar geführt. Trotz millionenfacher Möglichkeit sind wir der Versuchung einen Teppich, Gold, Handtaschen oder ähnlichem zu kaufen nicht erlegen. Irgendwann hatten wir den Ausgang des Basars auch wieder gefunden und haben uns für den Abend im Hotel frisch gemacht. Mit der Tram sind wir bis zum Viertel Kabatas gefahren und mit der Zugbahn rauf auf den Taksim Platz. Dort schien halb Istanbul unterwegs zu sein. Trotzdem haben wir in einer Seitenstraße ein sehr authentisches Restaurant gefunden, wo wir sehr lecker gegessen haben. Von drei Türken wurden wir dann noch auf einen Tee und Bier eingeladen. Nachdem geklärt war wo wir herkamen, wurden alle möglichen Themen von Reisen über Politik bis Religion diskutiert. Am wunderschön beleuchteten Galata Turm vorbei sind wir über die Galata Brücke bis zu unserem Hotel gelaufen.

3. Tag (20.05.2012):

Dolmabahçe Palace Beim Blick aus dem Fenster mussten wir feststellen, dass es leicht regnete. Also noch einmal umdrehen und dann erst frühstücken. Danach sind wir in den Gülhane Park bis zum Topkapi Palast gelaufen. Da wir gegen Mittag den Bosporus erkunden wollten, haben wir uns nicht in die Schlange vor dem Tickethäuschen eingereiht, sondern sind vorbei an der Hagia Sofia zum Hippodrome. Von dort ging es schnurstracks zum Bootsanleger, wo wir mit Nostalgic Bosphorus Cruises Richtung Schwarzes Meer aufgebrochen sind. Dabei fährt man nicht nur den Bosporus hoch, sondern wechselt bei Anlegen immer wieder zwischen dem europäischen und asiatischen Kontinent. Beim letzten Halt hatten wir bei Sonnenschein zwei Stunden Zeit das kleine Dorf zu erkunden, etwas zu essen und natürlich Tee zu trinken. Auf dem Rückweg sind wir dann wieder an den Burgen und Schlössern sowie der Fatih und Bosphorus Brücke vorbeigekommen. Zum Abschluss des Tages waren wir in Sultanahmet Abendessen.

4. Tag (21.05.2012):

Dead Sea 3:00 Uhr – alles schläft. Außer uns, da wir bereits um 5 Uhr am Flughafen sein mussten, blieb uns nur das Flughafenshuttle um 3:30 Uhr. Dank leerer Straßen und kaum Leuten am Flughafen waren wir schon kurz vor 5 Uhr im Terminal und haben dort erst mal gefrühstückt. Um 6:30 Uhr sind wir Richtung Israel gestartet, wo wir nach einer unkomplizierten Einreise schon um 10 Uhr in unserem Mietwagen saßen. Mit diesem ging es Richtung Süden nach Arad. Unterwegs haben wir einen Mittagessensstopp eingelegt, wo wir uns nicht nur über die recht hohen Preise, sondern auch über die Tatsache, dass jeder zweite offensichtlich bewaffnet unterwegs war, gewundert. Am frühen Nachmittag haben wir Arad erreicht und in die dortige Jugendherberge eingecheckt. Ein Doppelzimmer dort kostet immerhin knapp US $90. Anschließend sind wir weiter zum Toten Meer gefahren. Erster Stopp war die Festung Masada, die wir bei über 30 Grad nicht selbst, sondern mit Hilfe der Seilbahn erklommen haben. Nach einer guten Stunde auf dem sehr sehenswerten Berg mit einem fantastischen Ausblick auf die Berge und das Meer sind wir weiter nach Ein Gedi gefahren, wo wir ins Meer gegangen sind. Tatsächlich kann man kaum mit dem Bauch nach unten schwimmen, dafür sich jedoch auf dem Rücken treiben lassen und ein Buch lesen. Nach dem Abduschen sind wir nach Arad zurückgekehrt und haben im Supermarkt ein Baguette und Aufschnitt zum Abendessen gekauft.

5. Tag (22.05.2012):

Tel Megiddo Vor dem Frühstück wurden wir durch eine Horde Kinder geweckt und nachdem diese weg waren, haben wir uns in den komplett leeren Speisesaal getraut. Zum Frühstück gibt es zwar keinen Aufschnitt, dafür aber viele verschiedene Salate. Da wir heute in den Norden Israels wollten, sind wir nach dem Frühstück direkt aufgebrochen. Kurz hinter Tel Aviv haben wir zum Mittagessen einen Abstecher in den netten Weinort Zikhron Ya‘adov gemacht. Damit auch heute der kulturelle Teil nicht zu kurz kam, haben wir die Ausgrabungsstätte Tel Megiddo erkundet. Besonders interessant war das Wassersystem, das man durch einen unterirdischen Tunnel erkunden konnte. Von Megiddo ging es vorbei an Nazareth bis Tiberias. Etwas nördlich davon lag unsere zweite Unterkunft – wieder eine Jugendherberge, die ohne die Anwesenheit der vielen Kinder eher den Eindruck eines Hotels gemacht hätte. Direkt am See Genezareth gelegen hat man von der Anlage einen sehr schönen Ausblick auf den See und die Golanhöhen. Mangels Alternative haben wir uns fürs Abendessen in der Unterkunft entschieden, was eine gute Wahl war.

6. Tag (23.05.2012):

Caesarea Aqueduct Nach dem erwartungsgemäß guten Frühstück sind wir wieder Richtung Mittelmeer aufgebrochen – nicht ohne einen netten älteren Herrn in Tiberias abzusetzen. Jeden Tag eine gute Tat. 😉 Am Meer angekommen wollten wir die Stadt Caesarea besichtigen, sind vorher aber noch zum dazugehörigen Aquädukt gefahren, dessen gut erhaltene Teile mitten auf dem Strand stehen. Anschließend ging es in die alte Kreuzritterstadt und die römischen Ruinen inkl. Amphitheater und sehr gut erhaltenem römischen Theater. Damit war der kulturelle Teil für den heutigen Tag auch schon wieder abgeschlossen und nach kurzer Fahrt haben wir Tel Aviv erreicht. Dank Navi haben wir unsere kleine Unterkunft mitten im völlig verwickelten jemenitischen Viertel erreicht. Schnell noch den Mietwagen abgegeben und frisch gemacht, sind wir zum Manta Ray Restaurant direkt am Strand gegangen. Dort sollte ein Abendessen für die weit angereisten Hochzeitsgäste stattfinden. Nach einem sehr guten Essen und einigen Drinks sind wir entlang der Strandpromenade zu unserer Unterkunft zurückgekehrt und schlafen gegangen.

7. Tag (24.05.2012):

Ascension Church Der Tag unseres eigentlichen Reisegrundes – die Hochzeit. Nachdem wir ausgeschlafen haben, gab es Frühstück in einem kleinen Café. Das zu unserer Unterkunft gehört. Anschließend haben wir uns umgezogen und haben mit den anderen Gästen an der Strandpromenade auf den Bus, der uns nach Jerusalem bringen sollte, gewartet. Einmal quer durchs Westjordanland haben wir die evangelische Himmelfahrtskirche auf dem Skopusberg kurz nach 15 Uhr erreicht. Vom Berg hat man einen tollen Blick auf die Altstadt mit dem berühmten Tempelberg. Nach der Messe gab es noch einen Empfang in der Kirche, bevor wir mit dem Bus wieder zurück nach Tel Aviv gefahren wurden. Dort angekommen haben wir bis spät in die Nacht ordentlich gefeiert.

8. Tag (25.05.2012):

Jaffa Nach dem Ausschlafen hatten wir uns zum Frühstück mit ein paar anderen Hochzeitsgästen verabredet. In einem kleinen Café bei uns um die Ecke sind wir fündig geworden und haben ausgiebig gefrühstückt. Danach haben wir noch einen Mietwagen für unsere Fahrt am Sonntag nach Jerusalem gebucht – am Sabbat oder Feiertagen wie Pfingsten gibt es nämlich keinen öffentlichen Nahverkehr in Israel. Zu fünft sind wir anschließend entlang der Strandpromenade nach Jaffa gelaufen, um die alte und schön restaurierte Stadt zu erlaufen. Nach Eis und Falafel ging es zurück zur Unterkunft, wo wir uns für den Abend umgezogen haben und uns danach mit den anderen wieder zu Abendessen getroffen haben. Nach einem Spaziergang entlang der Promenade Richtung Norden wollten wir eigentlich bei einem Araber essen gehen, der leider geschlossen hatten (Freitag halt…). Eine sehr gute Alternative haben wir in einem italienischen Restaurant gefunden und den Abend bei Bier, Wein und Melone in einer Strandbar ausklingen lassen.

9. Tag (26.05.2012):

Tel Aviv Beach Letzter Tag in Tel Aviv und so haben wir nach einem guten Frühstück im Café unseres Vertrauens das Bauhausviertel erkundet. Eigentlich hatten wir deutlich mehr Gebäude erwartet – vielleicht haben wir aber einfach auch nur die falschen Straßen genommen. Über die Dizengoff Street sind wir zurück zu unserer Unterkunft und haben anschließend den restlichen Nachmittag am Strand verbracht. Zum Abendessen waren wir in einem Restaurant auf dem Rothschild Boulevard.

10. Tag (27.05.2012):

Dome of the Rock Heute mussten wir früh aufstehen, da wir an unserem letzten Tag in Israel nach Jerusalem fahren wollten. Nach dem Checkout sind wir mit unserem Mietwagen Richtung Jerusalem gefahren, wo wir eine gute Stunde später schon vom Ölberg den Blick auf die Altstadt genießen konnten. Vom etwas überlaufenen Hügel sind wir runter zur völlig überfüllten Altstadt gefahren. Nachdem wir einen Parkplatz hatten, sind wir durchs Herodes Tor zuerst ins muslimische Viertel gegangen. Nach einem Frühstück dort haben wir uns durch Pilgergruppen und geführte Touren bis zur Grabeskirche "vorgearbeitet". In selbiger kann man sogar an einem so überlaufenen Tag ruhige Nischen und Kapellen finden. Wieder draußen sind wir zum Jaffa Tor gelaufen, um dort den Ramparts Walk zu machen. Dabei läuft man über die Stadtmauer Jerusalems von einem zum anderen Tor. Am Dung Tor waren wieder unten und haben uns die Klagemauer angeschaut. Dann waren wir die letzten, die auf den Tempelberg durften. Nachdem wir den Tempelberg erkundet hatten, haben wir die Altstadt wieder verlassen – nicht ohne jedoch zufällig unsere Reisegruppe aus Tel Aviv zu treffen. Nun sollte es auf die letzte Etappe der Reise gehen – zum Flughafen Tel Aviv. Dort angekommen hatten wir viel Zeit den nicht allzu großen Flughafen zu erkunden. Leider gab es aufgrund des Feiertags nicht viele Möglichkeiten etwas zu essen und so mussten wir uns mit einem völlig überteuerten Sandwich begnügen. Gegen 22 Uhr sind wir Richtung Istanbul gestartet, wo wir kurz nach Mitternacht angekommen sind. Nun hatten wir die Möglichkeit, auf einer Bank im Flughafen oder im Flughafenhotel zu schlafen. Wir haben uns für die letztere, nicht ganz preiswerte Möglichkeit entschieden.

11. Tag (28.05.2012):

Nach einer kurzen, aber sehr angenehmen Nacht haben wir bei Starbucks gefrühstückt und sind pünktlich um 8 Uhr Richtung Deutschland gestartet, wo wir pünktlich angekommen sind. Am Gepäckband mussten wir feststellen, dass acht Stunden Umsteigezeit scheinbar für unseren Koffer nicht ausgereicht haben. Dieser kam schließlich einen Tag später bei uns wohlbehalten an.