South Africa (25.01. – 10.02.2013)

1. Tag (25.01.2013):

Frankfurt Airport Eine Reise mit Hindernissen. Heute Abend sollte es von Düsseldorf über Frankfurt nach Südafrika gehen. Der Zubringerflug nach Frankfurt ist allerdings aufgrund eines Streiks ersatzlos gestrichen worden. So sind wir in einem doch recht überfüllten ICE zum Flughafen Frankfurt gefahren. Nach dem Checkin hatten wir dann aber noch genug Zeit unser Terminal zu erkunden, bevor es pünktlich um 22:00 Uhr los ging.

2. Tag (26.01.2013):

Traffic Jam Nach einem ruhigen Flug sind wir überpünktlich in Johannesburg gelandet. Obwohl die Einreise schon eine ganze Weile gedauert hatte, mussten wir auf unsere Rucksäcke noch einmal warten. Das Warten ging beim Autovermieter schließlich weiter, gegen 11:00 Uhr waren wir dann aber doch auf dem Weg Richtung Krüger National Park. Nachdem wir den Großraum Johannesburg verlassen hatten, ging es nur noch geradeaus. Nach gut fünf Stunden hatten wir Nelspruit erreicht, wo wir in einem Einkaufszentrum einen Kaffee getrunken haben. Die letzten 80 km bis Hazyview waren in einer Stunde geschafft. Dort angekommen standen wir bei unserer Unterkunft allerdings vor verschlossenem Tor. Die Besitzerin des Pubs nebenan konnte uns aber helfen und den Code fürs Tor telefonisch in Erfahrung bringen. Einmal hinter dem Tor musste man noch ca. 1,5 km über eine Zitronenplantage fahren, bevor das Guesthouse erreicht war. Nach einem Rundgang mit den Besitzern durch das leicht spanisch angehauchte Gebäude sind wir noch einmal zum Pub, um dort etwas zu essen.

3. Tag (27.01.2013):

Three Rondavels Nach dem Aufstehen hatten wir erstmal ein gutes Frühstück auf der großen Veranda mit Blick in den Garten. Anschließend haben wir uns auf die Panoramaroute begeben. Entlang der Route im Blyde River National Park liegen eine Vielzahl an Attraktionen. Nach einem Stopp an einem traumhaft gelegenen Wasserfall, ging es zum God’s Window. Hoch auf einem Berg gibt es einen Regenwald, von dem man einen Blick auf die gesamte Ebene hat. Theoretisch jedenfalls – bei unserem Besuch war der Berg immer wieder in den Wolken. Beim nächsten Stopp an den Berlin Falls stürzt ein kleiner Fluss gut 40 m in ein Wasserbecken. Auf dem Weg zu den Three Rondawelvs, drei sehr markanten Felsen hoch über einer gewaltigen Schlucht, haben wir noch einen Zwischenstopp in einem Buschrestaurant direkt an einem schönen Fluss gemacht. Nach den Three Rondawelvs haben wir uns zu den Bourke’s Luck Potholes aufgemacht und sind dort auf einem Rundweg durch die bizzar geformte Wasserfalllandschaft gewandert. Nachdem wir uns auf der Route einen letzten Wasserfall angeschaut haben, sind wir bei Harrie’s Pancakes eingekehrt und haben dort sehr leckere Pfannkuchen gegessen. Nach unserer Rückkehr in Hazyview haben wir in der Unterkunft noch ein wenig gefaulenzt und anschließend dort typisch südafrikanisch zu Abend gegessen.

4. Tag (28.01.2013):

Zebras Krüger Nationalpark wir kommen – fast zumindest. Erstmal gab es das gewohnt gute Frühstück, bevor wir uns im Guesthouse verabschiedet haben. Ein letztes Mal durch die Zitronenfarm und schon waren wir auf dem Weg in Richtung Norden. Auf halber Strecke wurden wir allerdings unliebsam von der lokalen Polizei angehalten. Angeblich hätten wir einen Verkehrsverstoß begangen und nun ginge das ganze Drama los. Man müsse zur Polizeistation, ein Bericht müsse geschrieben werden usw. Das einzige was allerdings los ging, war die Verhandlung über die Höhe des Bestechungsgeldes. Eigentlich schade – bisher hatten wir nur positive Erfahrungen gemacht. Nach einer guten halben Stunde haben wir unsere Unterkunft erreicht. Das Kapama Private Game Resort liegt zwar nicht im Krüger Nationalpark selbst, bietet aber ebenfalls allen bekannten Tieren eine Heimat. Beim Willkommensdrink wurde uns erklärt, wie die nächsten zwei Tage aussehen würden. Zusammenfassend könnte man sagen, dass es Safaris im Wechsel mit Essen geben sollte. Und so haben wir uns direkt zum Mittagessen begeben, wo uns unserer Kellner Rodney begrüßt hat. Nachdem wir uns ein wenig ausgeruht hatten, haben wir beim Afternoon Tea um 16 Uhr unseren Ranger Peter kennengelernt. Zusammen mit zwei brasilianischen Honeymoon-Pärchen saßen wir kurze Zeit später auf dem offenen Safari-Jeep. Raus aus der Anlage ging es über mehr oder weniger gute Pisten ins 15.000 Hektar große Gelände. Nach verschiedenen Antilopenarten und Giraffen haben wir schließlich den ersten Vertreten der Big Five entdeckt: eine kleine Herde Büffel. Weiter quer durchs Reservat haben wir noch vor dem Sundowner-Stopp eine Nashornmutter mit ihrem 1,5 Jahre alten Kind gesichtet. Kurz nach Sonnenuntergang waren wir voller Eindrücke wieder im Resort. Nachdem wir uns frischgemacht hatten, ging es auch schon zum Abendessen. Neben einem offenen Feuer gab es unter freiem Himmel Gegrilltes. Nach ein paar Bieren an der Bar sind wir schließlich ins Bett gegangen – am nächsten Morgen war die erste Safari für 6 Uhr geplant.

5. Tag (29.01.2013):

Lions 5 Uhr – das Telefon klinget und eine hellwache Stimme wünscht uns einen guten Morgen. Nach dem Aufstehen gab es dann einen Kaffee und ein Croissant und um kurz vor 6 Uhr saßen wir schon zusammen mit Peter und unserem Spurenleser auf dem Jeep. Diesmal ging es in einen anderen Teil des Reservats, wo wir uns auf die Suche nach der Elefantenherde gemacht haben. Und tatsächlich wurden wir nach einer guten halben Stunde fündig, als einigen Elefanten die Straße überqueren wollten. Nachdem wir uns die majestätischen Tiere angeschaut hatten, ging es weiter in ein anderes Gebiet mit einem großen, offenen Gelände, wo jede Menge Zebras, Kudus und Antilopen friedlich grasten. Nicht weit von dort haben wir dann eine Löwin mit ihren zwei Kindern unter einem Baum liegend entdeckt. Was für ein Erlebnis! In unserem Jeep wurden wir nur eines kurzen Blickes gewürdigt, bevor weiter gedöst wurde. Gegen kurz vor 9 Uhr waren wir wieder an der Lodge und sind dort direkt zum Frühstück gegangen. Danach haben wir uns frisch gemacht und uns bis zur Nachmittagssafari am Pool ausgeruht – nur unterbrochen vom Mittagessen. Um 16:30 Uhr waren wir zusammen mit Peter wieder im Reservat unterwegs. Nachdem wir eigentlich schon 4 der Big 5 gesehen hatten, wollte unser Ranger uns aber auf jeden Fall noch den männlichen Löwen zeigen. Zuerst aber haben wir am Rande des Reservats ein paar Flusspferde sowie ein Krokodil entdeckt. Beide sonst eher aggressiven Tierarten respektieren sich und teilen sich den Fluss bzw. die Seen und Tümpel. Nachdem wir schon eine ganze Weile die Löwen gesucht hatten, gab es erstmal den Sundowner-Drink an einem kleinen Wasserloch. Von dort ging es wieder auf die Suche. Schließlich wussten wir, dass die Löwen sich tief im Busch versteckt hatten und selbst dann nicht hervorkommen wollten, als sich unser Ranger und der Spurenleser zu Fuß aufmachten. Da es auch schon dunkel war, haben wir aufgegeben und uns auf den Weg zur Lodge gemacht, als uns der Funkspruch eines anderen Jeeps erreichte: die Löwen lägen nun mitten auf dem Weg. Schnell umgedreht waren wir wenige Minuten später am Ort des Geschehens, wo der Löwe und die Löwin mitten auf dem Weg lagen. Nach etlichen Fotos sind wir zurück zum Camp und haben dort direkt zu Abend gegessen.

6. Tag (30.01.2013):

Cheetahs Wieder der gleiche Weckanruf um 5 Uhr morgens. Nach dem obligatorischen Kaffee und Croissant ging es kurz vor 6 Uhr auf die Suche nach dem Leoparden. Dabei konnten wir das Gebiet, wo er sich zuletzt aufgehalten hat recht gut bestimmen. Leider ist er nicht herausgekommen, so dass wir irgendwann abbrechen mussten. Dafür gab es noch ein Flusspferde, mehrere Giraffen und ein kleines Chamäleon zu sehen, bevor wir unser letztes Frühstück in der Lodge hatten. Danach sind wir aufgebrochen und in die benachbarte Station für bedrohte Tierarten gefahren. Bei der dortigen sehr guten Tour über das Gelände gab es auch mehrere Geparden und wilde Hunde zu sehen. Für heute sollte nun allerdings Schluss mit Tiere sein und wir haben uns auf den Weg Richtung Johannesburg gemacht. Unterwegs haben wir in Dullstrom, einem kleinen Örtchen, Pancakes gegessen, bevor wir am Abend unsere Unterkunft nahe des Flughafens erreicht hatten. Dort haben wir vor dem Schlafengehen noch etwas gegessen.

7. Tag (31.01.2013):

Addo Elephant National Park Nach einer etwas unruhigen Nacht durch ein für europäische Verhältnisse unvorstellbares Gewitter sind wir nach dem Frühstück zum Flughafen gefahren und haben dort zuerst den Mietwagen abgegeben. Nach dem problemlosen Checkin sind wir pünktlich mit British Airways nach Port Elizabeth gestartet. Dort sind wir gegen 13 Uhr gelandet und eine Stunde später hatten wir auch schon wieder den gleichen Mietwagen. In der Nähe von Port Elizabeth gibt es den Addo Elephant National Park, welchen man mit dem eigenen Auto gut erkunden kann. Nachdem uns unser Navi ein bisschen durch die Pampa geschickt hatte, haben wir nach gut einer Stunde den Park erreicht. Bei einer Erfrischungspause im Café haben wir uns einige Routen ausgeguckt, die wir im Park fahren wollten. Als erstes haben wir dann auch den Namensvetter des Parks entdeckt – mitten auf der Straße stand ein Elefant. Im angrenzenden Gelände war dann auch der Rest der Herde. Als nächstes haben wir ein paar Antilopen und Zebras gesichtet. Bevor es dunkel wurde, haben wir uns wieder auf den Weg zurück nach Port Elizabeth gemacht und in unserem Guesthouse im eher noblen Vorort Summerstrand eingecheckt. Dort haben wir auch die Empfehlung für das sehr gute Restaurant Blue Waters Cafe erhalten, wo wir lecker zu Abend gegessen haben.

8. Tag (01.02.2013):

Cape Recife Lighthouse Nach einem super Frühstück haben wir Port Elizabeth schon wieder verlassen. Bevor wir uns Richtung Westen entlang der Küste aufgemacht haben, sind wir noch zum Cape Recife Lighthouse gefahren. Bis ganz an den Leuchtturm sind wir nicht gekommen, da eine Wanderdüne den Weg schon recht unpassierbar gemacht hatte. Zurück auf dem Highway Richtung Westen haben wir am Storms River Halt gemacht und etwas gegessen. Ebenso haben wir uns angeschaut, wie ein Wagemutiger den World’s Highest Bungee Jump gemacht hat. Von der Brücke hat er sich 216 Meter tief in die Schlucht gestürzt. Ein paar Kilometer weiter haben wir an der Mündung des Natures River einen Zwischenstopp am traumhaft schönen und vor allem menschenleeren Strand gemacht. Kilometerweit kann man dort über einen breiten, feinsandigen Strand laufen. Am Nachmittag sind wir schließlich in Plettenberg Bay, unserem Tagesetappenziel, angekommen. Nach dem Checkin ins Guesthouse, von dem man einen wunderschönen Blick über die gesamte Bucht hat, sind wir noch zum Strand gefahren. Am Abend haben wir statt in einem Restaurant unter freiem Himmel auf dem Markt gegessen. Dort gibt es verschiedene Stände, von denen man sich sein Essen holen kann und an gemeinsamen Tischen essen kann. Eine lustige Truppe Südafrikaner, die sich mit uns ihren unerschöpflichen Weißweinvorrat geteilt hat, haben wir dort ebenfalls kennengelernt.

9. Tag (02.02.2013):

Little Karoo Heute waren wir schon um 8 Uhr beim Frühstück, da vor uns das längste Teilstück unserer Strecke liegen sollte. Nachdem wir Plettenberg Bay verlassen hatten, ging es weiter Richtung Westen. In Knysa haben das erste Mal angehalten und die Lagunenstadt besichtigt. Auf der Höhe von George haben wir die Strecke am Meer verlassen und sind ins Landesinnere nach Oudtshoorn gefahren. Ungefähr 30 Kilometer hinter der Stadt liegen die Cango Caves – ein riesiges Höhlenlabyrinth. Dieses haben wir in einer einstündigen Tour besichtigt und dabei meterhohe Stalagmiten und Stalagtiten gesehen. Nach gut einer Stunde haben wir wieder Tageslicht gesehen und mussten feststellen, dass das Thermometer mittlerweile auf 40 Grad gestiegen war. Die nächste Etappe des Tages hat uns dann durch die kleine Karoo geführt – ein wüstenartiges Gebiet. Mittendrin haben wir auf einer Farm einen Käsekuchen gegessen und nach ca. 200 Kilometern haben wir Ronnies Sex Shop erreicht und dort etwas getrunken. Die letzten Kilometer habe uns nach Swellendam geführt, wo wir in ein sehr schönes altes Guesthouse einchecken konnten. Bei einem leckeren Abendessen haben wir den Abend ausklingen lassen.

10. Tag (03.02.2013):

Marloth Nature Reserve An diesem Morgen haben wir uns verwundert die Augen gerieben. Sollte es wirklich regnen? Leider hat es tatsächlich leicht geregnet, so dass wir im Guesthouse frühstücken mussten. Nach dem sehr guten Frühstück sind wir in den Ort gefahren und haben uns das Drostdy Museum angeschaut. Dort gab es einiges über das Leben der ersten Siedler zu erfahren. Da das Wetter anschließend etwas besser war, sind wir zur Unterkunft zurück und haben unsere Wanderschuhe geholt. Ein paar hundert Meter hinter dem Haus beginnt nämlich das Marloth Reserve, in dem es viele schöne Wanderwege geben soll. Leider mussten wir nach einer guten halben Stunde schon wieder umkehren, da der Weg doch arg überschwemmt war. Dafür konnten wir ein paar Affen und gut gefüllte Wasserfälle beobachten. Auf dem Rückweg sind wir noch bei einem italienischen Restaurant eingekehrt und haben Kaffee getrunken. Gleichzeitig habe wir einen Tisch für den Abend reserviert, so dass wir, nachdem wir uns geduscht hatten, zwei Stunden später bei einer Pizza dort wieder eingefunden hatten. Wieder zurück in der Unterkunft sind wir in den Aufenthaltsraum und haben dort ein nettes englisches Pärchen aus Sheffield getroffen und uns über Gott und die Welt unterhalten.

11. Tag (04.02.2013):

Hermanus Cliff Path Beim gewohnt guten Frühstück haben wir die beiden Engländer wieder getroffen, die heute bei deutlich besserem Wetter im Marloth Reserve wandern wollten. Nachdem wir uns von der Besitzerin des Guesthouse verabschiedet hatten, sind wir noch einmal durch den Ort gefahren, bevor es auf den Weg nach Hermanus ging. Das Städtchen direkt am Meer haben nach knapp zwei Stunden Fahrt erreicht. Nach dem Checkin in unserer Unterkunft, die fast direkt am Meer lag, sind wir in den Ort gelaufen und haben Kuchen gegessen. Anschließend ging es zurück zur Unterkunft und auf den sogenannten Cliff Walk, der über mehrere Kilometer wunderschön immer entlang des Meeres durch die Klippen führte. Wieder zurück im Guesthouse haben wir uns für den Abend frisch gemacht und sind in den Ort gelaufen. Dort haben wir das sehr schöne Restaurant Lemon-Butta gefunden, wo wir den letzten noch nicht reservierten Tisch bekommen haben. Mit fantastischem Blick auf die Bucht haben wir Fisch gegessen.

12. Tag (05.02.2013):

Franschhoek Nachdem wir um kurz nach 9 Uhr gefrühstückt hatten, haben wir nach einem kurzen Stopp beim Supermarkt Hermanus Richtung Stellenbosch verlassen. Dabei haben wir uns nicht für den direkten Weg entschieden, sondern sind über den traumhaft schönen Franschhoek Pass gefahren. Der Ort mit gleichem Namen liegt wunderschön eingerahmt zwischen hohen Bergen. Nach gut 20 weiteren Kilometern hatten wir Stellenbosch erreicht und erstmal unser Gepäck in der Unterkunft abgestellt. Der Ort liegt mitten in einer Weingegend und so haben wir uns auf den Weg zum Weingut Spier gemacht. Dort angekommen haben wir die obligatorische Weinprobe gemacht und durften fünf Weine probieren. Anschließend sind wir noch ein bisschen durch die sehr schöne Anlage gelaufen und haben ein paar Fotos gemacht. Zurück an unserem Guesthouse sind wir erstmal in den Pool und haben uns danach frisch gemacht, um in die Stadt zu fahren. Der Stadtkern besteht aus ein paar netten Straßen mit vielen historischen Gebäuden. Wir sind schließlich in einer netten Bar eingekehrt, wo wir auch gleich zu Abend gegessen haben.

13. Tag (06.02.2013):

Cape of Good Hope Nach dem Frühstück durften wir netterweise im Guesthouse zwei Tickets für die Seilbahn auf den Tafelberg ausdrucken. Dabei haben wir gesehen, dass die Seilbahn wegen des starken Windes zurzeit allerdings nicht fährt. Zurerst haben wir Stellenbosch verlassen und eine knappe Stunde später konnten wir auch schon in unser Hotel in Kapstadt einchecken. Leider konnten wir am heutigen Tag nicht auf den Tafelberg, da die Seilbahn wegen des Windes immer noch nicht fuhr. Also sind wir mit dem Auto Richtung Kap der guten Hoffnung gefahren. Einen ersten Stopp haben wir in Hout Bay eingelegt, wo wir Fish’n’Chips zu Mittag gegessen haben. Die Bucht hat einen wunderschönen Strand, aber leider war das Wasser sehr kalt und die Brandung wegen des Windes entsprechend ordentlich. Weiter Richtung Süden fährt man über den Chapman’s Peak direkt am Meer bis Kommentje, wo man super surfen können soll. Von dort weiter wird die Landschaft etwas rauer bis man den Cape Point National Park erreicht hat. Nach Bezahlen der obligatorische Parkgebühren fährt man einige Kilometer bis zu einer Abzweigung. Dort haben wir uns zuerst für das Kap der guten Hoffnung entschieden. Dieses besteht eigentlich nur aus einem Schild, an dem natürlich jeder ein Foto haben wollte. Anschließend sind wir noch einen kleinen Weg auf eine Klippe hochgelaufen. Von dort konnte man in der Ferne auch den Leuchtturm am Cape Point erkennen. Mit dem Auto sind wir dorthin gefahren und haben uns entschieden, die letzten Meter hochzulaufen anstatt mit der Standseilbahn zu fahren. Vom eigentlich recht unspektakulären Leuchtturm hat man einen fantastischen Ausblick in alle Richtungen, unter anderem auf die False Bay. Auf dem Rückweg nach Kapstadt sind wir über Simon’s Town gefahren, wo es direkt am Strand eine Pinguinkolonie zu bestaunen gibt. Wieder zurück im Hotel haben wir uns frisch gemacht und direkt in der Nähe des Hotels im sehr guten Restaurant Roberto’s gegessen.

14. Tag (07.02.2013):

Table Mountain Schon vom Zimmer konnten wir den strahlend blauen Himmel sehen und ein kurzer Check im Internet hat ergeben, dass die Seilbahn auf den Tafelberg fuhr. Also sind wir nach dem Frühstück direkt dorthin gefahren. Dabei haben sich die Online-Tickets als sehr praktisch erwiesen, da man sich praktisch gar nicht anstellen muss, sondern direkt zur Gondel darf. In fünf Minuten waren wir auf dem 1.085 Meter hohen Berg. Auch hatte sich mangels Wind noch keine Wolkendecke gebildet, so dass wir einen hervorragenden Blick auf Kapstadt und das Umland hatten. Auf dem Tafelberg kann man mehrere kleine Wanderungen unternehmen und so in alle Richtungen den Ausblick genießen. Gegen Mittag sind wir mit der Gondel wieder runtergefahren und noch zum gegenüberliegenden Signal Hill gefahren, um ein paar schöne Fotos vom Tafelberg und Kapstadt zu machen. Wieder unten in der Stadt haben wir Bo Kaap erkundet – das malaiische Viertel mit den bunten Häusern. Dort haben wir in einem schönen Café einen sehr leckeren Kuchen gegessen. Wieder zurück am Hotel sind wir erst einmal in den Pool. Am frühen Abend sind wir vom Hotel zur Victoria & Alfred Waterfront gelaufen. Ähnlich wie in anderen Städten wurde den brach liegenden Docklands eine neue Bestimmung zuteil: Einkaufs- und Vergnügungsviertel. Auch hat man vom Gelände fast überall einen sehr schönen Blick auf den Tafelberg. Nachdem wir die Waterfront erkundet hatten, haben wir in einem der Restaurants zu Abend gegessen. Dort wo wir waren, war das Essen eher durchschnittlich, etwas überteuert und ein für Südafrika schlechter Service. Dafür hatten wir einen direkten Blick auf den Tafelberg – diesmal mit dem sogenannten “Table Cloth”. In einer Bar in der Nähe unseres Hotels haben wir den Abend ausklingen lassen.

15. Tag (08.01.1013):

V&A Waterfront Der letzte komplette Tag in Südafrika. Da wir uns die Innenstadt überhaupt noch angeschaut hatten, sind wir vom Hotel erst einmal Richtung Castle of Good Hope. Dort waren wir genau richtig um die erste Festung Kapstadts in einer geführten Tour zu erkunden. Pünktlich um 12 Uhr gab es auch den angekündigten Wachwechsel. Die Adderley Street hoch sind wir in den Companies Garden, einem Park im Herzen der Stadt. Dort befindet sich auch das Parlament, die National Library und einige andere Gebäude, die wir zumindest von außen fotografiert haben. Auf der Georges Mall Street sind wir für einen Mittagssnack eingekehrt. Bevor es wieder zum Hotel zurückging, haben wir uns noch den Greenmarket Square angeschaut. Nachdem wir uns im Hotel frisch gemacht haben, sind wir noch einmal zur Waterfront gefahren. Dort haben wir zuerst die Mall erkundet und danach etwas getrunken. Wieder zurück haben wir noch einmal etwas bei Roberto’s gegessen – top Essen und ein fantastischer Service!

16. Tag (09.02.2013):

OR Tambo International Airport Time to say goodbye. Und der Himmel weint. Nach dem Frühstück sind wir zum Flughafen gefahren und haben dort den Mietwagen abgegeben. Durch den Regen haben wir uns ins Terminal gerettet und waren auch schon kurze Zeit später am Gate. Von Kapstadt ging es dann pünktlich mit South African Airways nach Johannesburg. Dort angekommen konnten wir unsere Rucksäcke praktischerweise direkt wieder am Lufthansa-Checkin abgeben. So waren wir schon sehr früh im richtigen Terminal und hatten noch Zeit etwas zu essen und die diverse Geschäfte zu erkunden. Am Abend ging es dann mit Lufthansa leider schon wieder zurück nach Frankfurt und von dort nach Düsseldorf – diesmal ohne Streik und mit dem Flieger.

Bali & Singapore (22.06. – 14.07.2012)

1. Tag (22.06.2012):

Heute sollte ein sehr langer Tag werden. Nach der Arbeit ging es schnurstracks nach Hause, wo schon die gepackten Rucksäcke auf uns warteten. Um kurz vor 19 Uhr sind wir zum Flughafen Düsseldorf aufgebrochen. Noch ein kleiner Snack zum Abendessen und schon waren wir mit Air France auf dem Weg nach Paris. Am Flughafen Charles de Gaulle hatten wir nun 1,5 Stunden Zeit den Flieger zu wechseln. Das ging nicht ohne das Terminal zu wechseln und so waren wir mit erneuter Sicherheitskontrolle und Ausreise fast eine Stunde beschäftigt. Der absolut unfreundliche Air France Mitarbeiter am Gate schaffte es dann auch nicht uns nebeneinander zu setzen: "Flight is full.". Die Frage wieso man denn eigentlich vorher überhaupt Plätze reservieren kann, wenn man diese dann doch nicht bekommt, blieb unbeantwortet. Vielmehr bestand er darauf, dass diese Plätze nie reserviert waren. Er ließ sich auch nicht durch einen Ausdruck aus meinem Air France Flying Blue-Konto überzeugen. "Flying Blue is something different. Contact them directly". Vorläufiges Ende der Geschichte. Nach dem Boarding ging es etwas verspätet los und netterweise konnten wir die Plätze mit meinem Sitznachbarn tauschen.

2. Tag (23.06.2012):

Was macht man 13 Stunden in der Luft? Genau zweimal essen, einen Film (Mission Impossible 4) gucken, die neuen In-Ear-Kopfhörer genießen und natürlich versuchen zu schlafen. Irgendwann war es dann doch soweit und kurz vor Sonnenuntergang sind wir um 18:30 Uhr mit einer halben Stunde Verspätung in Singapur gelandet. Hier mussten wir einreisen, um unser Gepäck abzuholen und beim Air Asia-Schalter wieder aufzugeben. Dann wieder ausreisen, kurz erklären was man in der einen Stunde in Singapur gemacht hat und anschließend den Flughafen erkunden. Nach einem Snack ging es zum Gate, wo wir die halbe Stunde Verspätung mitgenommen hatten. Um 21:45 Uhr sind wir Richtung Bali gestartet und nach gut zwei Stunden auf dem Flughafen von Denpasar gelandet. Vor der Einreise, die 240.000 IDR (ca. 20 EUR) kostet, gibt es genau einen Geldautomaten, der ausschließlich MasterCard akzeptiert. Also darf man schon mal kurz ins Land, denn bei den Gepäckbändern stehen eine ganze Reihe Geldautomaten, die so ziemlich alle Karten akzeptieren. Nach einer knappen halben Stunde waren wir auch schon vor dem Terminal, wo uns ein Fahrer der ersten Unterkunft abgeholt hat. Nach gerade mal fünf Minuten waren wir am Hotel und sind dort müde ins Bett gefallen.

3. Tag (24.06.2012):

Bali Hyatt at Night Am ersten richtigen Tag haben wir lange ausgeschlafen und dann gefrühstückt. Anschließend ging es in die Preisverhandlungsrunde für eine Taxifahrt ins nicht weit entfernte Sanur. Nach vielen Runden hatten wir endlich einen akzeptablen Preis und waren nach einer halben Stunde an unserer Unterkunft für die nächsten zwei Tage: dem Bali Hyatt. In der riesigen Lobby im balinesischen Stil haben wir zuerst einen Welcome Drink bekommen und haben dann beim Weg zu unserem Zimmer die riesige und sehr schöne Anlage bestaunt. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, haben wir die Anlage, die direkt am Strand liegt, erkundet. Entlang des schönen Sandstrandes sind wir Richtung Norden gelaufen. Da Sonntag war, waren tausende Balinesen am Strand. Den Weg zurück haben wir durch den Ort genommen und da es schon 19 Uhr war, haben wir uns ein nettes Restaurant gesucht und etwas gegessen. Nach dem Essen haben wir uns noch einen Fahrer für den morgigen Tag besorgt und waren im Supermarkt ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Wieder zurück am Hotel sind wir noch an den Strand, um den fantastischen Blick auf das Meer und den sternenklaren Himmel zu genießen. Nach einer spontanen Partie Schach sind wir schlafen gegangen.

4. Tag (25.06.2012):

Uluwatu Temple Nach dem Frühstück haben wir den Morgen in der Hotelanlage "vergammelt". Wie waren am Strand, dann am Pool und schließlich noch ein Rundgang durch die Gärten. Um 15 Uhr war unser Fahrer Kim auch schon in der Lobby und wir sind mit seinem alten Honda auf die südliche Halbinsel gefahren. Einen ersten Stopp haben wir an einer kleinen Bucht mit einem sehr schönen Sandstrand gemacht. Das Wasser war lauwarm – bestimmt 30 Grad. Eine gute Stunde vor Sonnenuntergang sind wir weiter zum Tempel Uluwatu. Nachdem uns Kim einige gute Stellen für Fotos gezeigt hatte, haben wir uns für den Sonnenuntergang so positioniert, dass die Sonne genau hinter dem Tempel im Meer unterging. Gleich nach dem Sonnenuntergang sind wir von der südlichsten Spitze Balis nach Jimbaran gefahren, wo wir auf dem Strand Fisch essen waren. Zwar sehr touristisch, aber an einer traumhaften Location. Nach dem Essen waren wir nach einer guten halben Stunde wieder im Bali Hyatt und sind etwas müde direkt schlafen gegangen.

5. Tag (26.06.2012):

Tanah Lot Temple Nach dem gewohnt guten Frühstück haben wir aus dem Bali Hyatt ausgecheckt und dann unseren Fahrer für den Tag in der Lobby getroffen. Agung sollte uns heute ganz in den Norden Balis nach Lovina bringen. Nach einer kurzen Besprechung stand das erste Ziel fest – der Tempel Tanah Lot. Zuerst mussten wir aber durch das komplett verstopfte Denpasar. Nachdem wir das geschafft hatten, waren wir gegen Mittag am Tempel, der auf einem Felsen im Meer liegt. Anschließend ging es in die Berge, wo wir einen Zwischenstopp an sehr schönen Reisterrassen gemacht haben. Unser Guide wollte uns in das schöne, aber völlig überteuerte Restaurant schicken. Wir sind dann doch ein paar Meter weiter zum nächsten Warung gelaufen, wo wir zu zweit für knapp 50.000 IDR (gut 4 Euro) gegessen haben. Nach dem Essen ging es weiter in die Berge zum nächsten Stopp: der Tempel Pura Ulun Danu Bratan am Bratan See. Nach einem Rundgang sind wir Richtung Munduk gefahren, wo es mehrere schöne Wasserfälle geben sollte. Nachdem wir geparkt hatten und den obligatorischen Wasserfalleintritt bezahlt hatten, sind wir ungefähr 1,5 km in eine Schlucht gelaufen, um dann vor einem rauschenden, knapp 40 m hohen Wasserfall zu stehen. Der Rückweg war etwas mühseliger, da es nur bergauf ging. Irgendwann waren wir doch wieder beim Auto und sind die letzten 30 km bis Lovina durchgefahren. Dort wusste keiner, wo unser gebuchtes Resort liegen sollte. Schließlich haben wir die Abzweigung entdeckt und sind gut 3 km die Berge hinauf gefahren. Oben hat uns ein wunderschön gelegenes Resort erwartet, wo wir gleich unseren eigenen Bungalow bezogen haben. Beim Abendessen im kleinen Restaurant haben wir ein paar Holländer und vier deutsche Mädels kennengelernt.

6. Tag (27.06.2012):

Our Resort Eigentlich ließe sich der Tag mit einem Wort beschreiben: Nichtstun. Naja, ein paar Dinge haben wir dann doch "unternommen". Nachdem wir ausgeschlafen haben, waren wir gemütlich frühstücken. Als nächstes haben wir das Resort erkundet – vom Mango Forest (wir haben nur eine entdeckt) über den Spa-Bereich bis zum großen Infinity-Pool mit Blick über die gesamte Küste. Anschließend haben wir uns auf zwei Liegen breit gemacht und den Nachmittag vergammelt. Zwischendurch waren wir im Pool und am Abend haben wir etwas im Resort gegessen. Insgesamt also ein sehr, sehr ruhiger und entspannter Tag.

7. Tag (28.06.2012):

Lovina Beach Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, haben wir uns auf den Weg nach Lovina gemacht. Da das Resort einen für hiesige Verhältnisse exorbitanten Preis für die Fahrt in den Ort haben wollte, sind wir einfach den Berg runter gelaufen. Dabei haben uns unglaublich viele Leute bestaunt, zugewinkt, angesprochen, so dass der Weg ein richtiges Erlebnis war. Auf der Hauptstraße hatten wir nach zwei Minuten ein Bemo (ein kleiner Bus), der uns bis nach Lovina mitgenommen hat. Dort angekommen haben wie den Strand erkundet und in einem kleinen Warung etwas gegessen. Anschließend haben wir beschlossen, uns einen Roller auszuleihen. Damit war auch die Frage gelöst, wie wir denn wieder zum Resort zurückkommen sollten. Nachdem wir eine Proberunde durch den Ort gedreht hatten, ging es auf die Hauptstraße. Durch den Feierabendverkehr haben wir uns bis zur Abzweigung durchgeschlagen, um dann mit Dauervollgas den Berg zu erklimmen. Beim Abendessen haben wir zusammen mit den vier deutschen Mädels beschlossen, um 2 Uhr am nächsten Morgen aufzustehen und Deutschland gegen Italien zu gucken. Also ging es an diesem Abend schon um 20 Uhr aufs Zimmer ins Bett.

8. Tag (29.06.2012):

Brahmavihara-Arama Temple 2 Uhr morgens – der Wecker klingelt und wir haben das Gefühl gerade erst ins Bett gegangen zu sein. Aber was tut man nicht alles, wenn EM ist und Deutschland spielt. Da wir für insgesamt sechs Personen nur zwei Roller hatten, habe ich zuerst Manja in den Ort gebracht, um direkt wieder zurückzukehren und das letzte Mädel mitzunehmen. In der Bar, wo wir auf einer Leinwand das Spiel geguckt haben, war richtig viel los – hauptsächlich Balinesen, die fast alle auf Deutschland gewettet hatten. Leider hat Deutschland seine Chance nicht verwirklicht und so hieß es nach zwei Stunden „ es ist aus“. Da wir nun schon einmal wach waren, sind wir zum Strand gefahren, wo wir eine der morgendlichen Delfintouren machen wollten. Etwas zu früh haben wir eine Stunde gewartet, bis es in einem der kleinen Auslegerboote auf das Wasser ging. Dort haben wir zuerst den Sonnenaufgang über den Bergen bestaunt und uns anschließend auf Delfine konzentriert. Diese ließen auch nicht lange auf sich warten und schwammen neben oder sogar unter den Booten. Nach einem kleinen Frühstück auf See waren wir die Letzten, die gegen 8:30 Uhr wieder an Land waren. Dort wollten wir als nächstes unseren Roller zurückgeben. Da wir aber gleich über die Familie, die uns den Roller geliehen hat, einen Fahrer für den kommenden Tag gebucht hatten, durften wir den Roller noch einen Tag behalten. Wieder zurück am Resort haben wir erst einmal ein bisschen Schlaf nachgeholt und sind dann zu einem buddhistischen Tempel in der Nähe aufgebrochen. Der Tempel Brahmavihara-Arama ist umgeben von einer wunderschönen Anlage und liegt etwas oberhalb vom Meer. Anschließend waren wir noch in Lovina Abendessen, bevor wir zurück im Resort noch etwas trinken waren.

9. Tag (30.06.2012):

Mount Agung Pünktlich um 10 Uhr war unser Fahrer abfahrbereit und entlang der Nordküste ging es Richtung Padang Bai. Unterwegs haben wir kurz hinter Singaradja einen Tempel besichtigt und wenig später auf der sehr schönen Strecke entlang des Meers angehalten, um einen fast wolkenlosen Mount Agung (der höchste Vulkan Balis) zu fotografieren. Ganz im Osten Balis wurde die Vegetation auch wieder tropischer und es gab wieder endlose Reisfelder rechts und links neben der Straße. Beim berühmten Wasserpalast Tirta Gangga haben wir eine Mittagspause eingelegt und nach ein paar weiteren Fotostopps Padang Bai am Nachmittag erreicht. Dort haben wir in unsere Unterkunft direkt am Strand eingecheckt. Anschließend haben wir den kleinen Ort erkundet und auch direkt ein nettes, kleines Restaurant fürs Abendessen gefunden.

10. Tag (01.07.2012):

Padang Bai Nach dem Frühstück hatten wir uns für heute vorgenommen, die beiden Strände in direkt Umgebung zu erkunden, da der Hauptstrand mit Booten geradezu übersäht ist und zudem alle paar Stunden die Fähre nach Lombok anlegt. So sind wir zuerst zum Blue Lagoon Strand gelaufen und haben dort den Vormittag verbracht. Direkt vom Strand kann man ins Wasser und über einem Korallenriff Schnorcheln gehen. Nach einem Mittagssnack sind wir auf die andere Seite des Ortes gelaufen und über eine koreanische Bauruine kommt man zum White Sandy Beach, der seinem Namen alle Ehre macht. Der Blick nach vorne ist fantastisches – tiefblaues Wasser und davor ein weißer, feiner Sandstrand. Auch für das leibliche Wohl ist durch ein paar Warungs gesorgt. Also ein perfekter Strand. So waren wir hier auch bis zum Sonnenuntergang. Nachdem wir uns in unserer Unterkunft frisch gemacht hatten, waren wir noch sehr lecker essen – diesmal aber gar nicht indonesisch (Spare Ribs).

11. Tag (02.07.2012):

White Sandy Beach Kurz nach dem Frühstück waren wir schon am Strand, um mit einem der kleinen Boote zu einem Schnorchelspot zu fahren. Da wir das Boot für uns gemietet hatten, waren wir mit dem Bootsführer ganz alleine. Nach gut 15 Minuten Fahrt hatten wir unser Ziel erreicht und sind direkt ins Wasser. Unter Wasser haben wir das sehr schöne Korallenriff erkundet, in dem es nur so von Fischen wimmelte. Nach 1,5 Stunden sind wir wieder raus aus dem Wasser und haben auf dem Rückweg noch einen Fotostopp in der Blue Lagoon eingelegt. Wieder im Ort sind wir zu unserem Lieblingsstrand, dem White Sandy Beach. Dort haben wir den Tag ausklingen lassen. Nachdem wir viel Positives über die Gilis gehört hatten, haben wir uns am Abend entschieden für übermorgen zwei Boottickets auf die Inseln vor Lombok zu kaufen.

12. Tag (03.07.2012):

Sidemen Rice Paddies Spontan haben wir uns heute nach dem Frühstück entschieden, einen Roller auszuleihen. Trotz Verhandlungsgeschick sind wir nicht unter 50.000 IDR gekommen – dafür gab es aber zwei Helme dazu. Erst mal haben wir dann noch am Straßenrand bei einem der unzähligen Benzinverkäufer getankt, bevor es Richtung Norden ging. Hinter Candi Dasa sind wir nach links in die Berge abgebogen. Vorbei an wunderschönen Reisterrassen haben wir nach ein bisschen Sucherei den Ort Sidemen erreicht. Dort haben wir in einem Warung etwas gegessen und noch einmal einen Liter Benzin nachgetankt. Von Sidemen ging es über eine staubige Piste Richtung Meer – wieder an sehr schön gelegenen Reisfeldern vorbei. Im Stau ab der Ampel habe ich mich bei nebenan stehenden Rollerfahrer noch einmal nach dem Weg erkundet und nach kurzer Fahrt auf der "Autobahn" haben wir den Tempel Goa Lawah erreicht. Nach Bezahlen des obligatorischen Eintritts und der Sarong-Miete (zusammen für 10.000 IDR) durften wir bis zur berühmten Fledermaushöhle. Richtig nah ran konnte man leider nicht, da gerade eine Zeremonie stattfand. Wieder zurück in Padang Bai haben wir den Roller zurückgegeben. Anschließend waren wir nach einer gründlichen Dusche (die Straßen waren doch sehr staubig) im Puri Rai Restaurant essen. Vor dem Schlafengehen haben wir schließlich noch unsere Rucksäcke für den nächsten Tag gepackt.

13. Tag (04.07.2012):

Arriving on Gili Trawangan Wieder war früh aufstehen angesagt. Um kurz vor 8 Uhr saßen wir schon beim Frühstück und ein paar Minuten später kam schon unser Ticketverkäufer, um uns die Fährtickets zu übergeben und gleichzeitig mitzuteilen, dass wir nicht abgeholt werden konnten, da zu viel Verkehr wäre. Wir sind die 300 Meter zum Fähranleger nach dem Checkout selbst gelaufen, wobei uns genau ein Auto auf der Straße entgegen kam. Am Anleger waren schon recht viele Leute versammelt und gegen 9:15 Uhr ging es dann los. Als wir aus der Bucht von Padang Bai raus waren, wurde das Meer auch direkt deutlich unruhiger. Zuerst sind wir ein ganzes Stück entlang der Küste Balis gefahren, bevor wir die Lombokstraße überquert haben. Mehrmals mussten wir dabei die Geschwindigkeit verringern, damit das ganze Boot nicht ständig abhebt. Die nicht ganz so seefesten haben sich während der knapp 90-minütigen Überfahrt am Heck versammelt. Schließlich haben wir aber doch Gili Trawangan erreicht, wo ich mich direkt auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht habe. Ein paar waren aufgrund der Hauptsaison ausgebucht, aber schließlich sind wir im Dream Divers abgestiegen. Nach kurzer Behandlung stimmte auf der Preis und wir konnten unsere Sachen aufs Zimmer bringen. Da es schon fast 15 Uhr geworden war, sind wir etwas essen gegangen und anschließend entlang des Strandes bis zum nördlichen Ende der Insel gelaufen. Wieder an unserer Unterkunft haben wir uns nach einem Tauchgang für den nächsten Tag erkundet und ich habe mich für einen Auffrischungstauchgang entschieden. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, haben wir direkt am Strand etwas gegessen, wo es zwischendurch sogar ein Feuerwerk gab.

14. Tag (05.07.2012):

Gili Trawangan Irgendwie sollte das mit dem frühen Aufstehen zur Regel werden. Um 8 Uhr saßen wir schon beim Frühstück und ich eine Stunde später schon mit zwei anderen Tauchschülern im Auffrischungskurs. Nach einer Stunde Theorie und einem kleinen Multiple Choice Test ging es dann mit meinem Tauchlehrer in den Pool, wo wir nochmal alle Übungen des Kurses wiederholt haben. Gegen Mittag waren wir fertig und haben Nasi Goreng gegessen. Kurz vor 14 Uhr sind wir mit dem Boot zur Nachbarinsel Gili Meno gefahren, wo wir an Tauchspot "Meno Slope" ins Wasser gegangen sind. Zu dritt plus Tauchguide haben wir gut 40 Minuten lang die Unterwasserwelt erkundet und dabei unter anderem mehrere Schildkröten, Muränen und Anemonenfische gesehen. Nach dem sehr schönen Tauchgang waren wir noch am Strand, bevor wir uns für den Abend fertig gemacht haben. Wieder haben wir uns für ein Restaurant direkt am Strand entschieden und Steaks gegessen. Für kurze Verwirrung hat der Vollmond gesorgt, der genau über den Bergen von Lombok aufgegangen ist, so dass es so aussah, als würde der dortige Vulkan ausbrechen.

15. Tag (06.07.2012):

Cidomo Unser spontaner Ausflug auf die Gilis sollte heute zu Ende sein. Nach dem Frühstück haben wir ausgecheckt und sind die knapp 800 m entlang der Promenade bis zum Büro des Speedboats gelaufen. Dort angekommen wurden wir auf eines der zwei Boote verteilt, allerdings sollte es noch fast eine Stunde dauern bis wir abgelegt haben. Der erste Stopp führte uns nach Gili Air, wo wir ebenfalls noch ein paar Passagiere aufgenommen haben. Anstatt direkten Kurs auf Bali einzuschlagen, haben wir noch Lombok angesteuert, um zu tanken. Danach ging es dann auf die gewohnt sehr unruhige Überfahrt nach Padang Bai. Mehrfach müssten wir wieder aufgrund der hohen Wellen die Geschwindigkeit verringern, so dass wir mit allen Stopps erst nach drei Stunden gegen 14 Uhr auf Bali angekommen sind. Von dort wurden wir mit dem eingehandelten Shuttle in knapp zwei Stunden nach Ubud gebracht. Irgendwie hat der Fahrer unsere Unterkunft nicht verstehen wollen oder können, so dass wie auf der Monkey Forest Road ausgestiegen sind. Natürlich haben sich die Taxifahrer sofort um uns gerissen. Mein Einstiegsgebot von 10.000 IDR war dann doch wohl zu niedrig, so dass wir dem zehnten Taxifahrer 20.000 IDR zahlen mussten. Nach wenigen Minuten waren wir am Beji Ubud Resort und konnten direkt unser sehr schönes, großes Zimmer beziehen. Das Resort liegt sehr ruhig direkt an einem Hang mit Blick in den Regenwald. Dazu gibt es mehrere Infinity Pools, wo ich direkt ein paar Bahnen geschwommen bin. Da wir nicht mehr in die Stadt wollten, haben wir den Tag beim Abendessen im Resort ausklingen lassen.

16. Tag (07.07.2012):

Monkey Forest Heute sind wir um 8:30 Uhr aufgestanden und direkt zum Frühstück am großen Pool gegangen. Anschließend haben wir uns vom kostenlosen Hotelshuttle ins Zentrum von Ubud bringen lassen. Über die Monkey Forest Road sind wir bis zum gleichnamigen Park gelaufen. Bevor wir in den Park gegangen sind, haben wir in weiser Voraussicht die Sonnenbrillen im Rucksack verstaut und selbigen zugeknotet. Direkt nach dem Eingang sitzen nämlich auch schon dutzende Affen auf den Wegen und warten auf ahnungslose Touristen. Diese werden dann überfallartig von Sonnenbrillen, Portemonnaies oder ähnlichem "befreit". Will man die Sachen wieder haben, muss man sich auf ein Tauschgeschäft einlassen – Sonnenbrille gegen Bananen. Nach einer guten Stunde im Park sind wir auf der Monkey Forest Road in einen kleinen Warung eingekehrt und haben erst mal etwas getrunken. Dazu haben wir im Reiseführer alles Wissenswerte über Ubud nachgelesen. Da wir doch ein bisschen Hunger bekommen haben, haben wir auch direkt etwas gegessen. Nach dem Mittagessen wollten wir eine Tour für den nächsten Tag buchen, haben uns dann aber spontan entschlossen, erst einmal mit einem Fahrer zur Elefantenhöhle Goa Gajah zu fahren. Die Höhle selbst ist sehr klein, dafür ist der Park mit seinen Ruinen und einem Wasserfall durchaus sehenswert. Wieder zurück in Ubud haben wir schließlich eine ganztägige Mountainbike-Tour für den nächsten Tag gebucht. Zwischenzeitlich hatte sich bei uns eine gewisse Verspannung aufgebaut, so dass wir uns eine Massage gegönnt haben. Zusätzlich habe ich einen Haarschnitt mit rein verhandelt. Ich habe mich für die Traditional Balinese Full Body Massage entschieden und nach einer Stunde der völligen Entspannung war es leider auch schon wieder vorbei. Bevor wir zu Abend gegessen haben, sind wir noch durch Ubud geschlendert und haben die unzähligen Kunstgalerien und Läden ein wenig erkundet. Mit dem Hotelshuttle sind wir wieder zurück und direkt schlafen gegangen.

17. Tag (08.07.2012):

Legong Dance 7 Uhr – der Wecker klingelt. Eine halbe Stunde später standen wir auch schon vor unserem Hotel und haben auf den Shuttlebus zur Fahrradtour gewartet. Nachdem wir schließlich alle Mitfahrer eingesammelt hatten, ging es nach Kintamani am Lake Batur am gleichnamigen Vulkan. Leider waren wir auf der Höhe schon mitten in den Wolken, so dass wir von der Aussicht nichts mitbekommen haben. Also konnten wir uns voll und ganz aufs Frühstück konzentrieren. Mit dem Minibus sind wir anschließend zu einer Kaffeeplantage gefahren, wo wir selbigen probieren durften. Als nächstes ging es zum Startpunkt der Fahrradtour, wo wir Räder und Helme bekommen haben. Als erstes haben wir ein kleines Dorf angesteuert und uns angeschaut, wie die Mehrheit der Balinesen lebt. Dabei besteht jedes Anwesen aus mehreren Gebäuden wie Schlafräumen, Küche oder Stall. Natürlich darf auch der hauseigene Tempel nicht fehlen. Nach dem interessanten Besuch ging es nach ein paar Metern auf einen schmalen Pfad mitten durch die Reisfelder, wo wir natürlich einen Fotostopp gemacht haben. Weiter auf dem Pfad haben wir wieder die asphaltierte Straße erreicht und es ging weiter abwärts. Nach einem kurzen Stopp an einem 500 Jahre alten, riesigen Banyan Baum haben wir nach insgesamt gut 25 km die auf uns wartenden Minibusse erreicht. Nach einem gemeinsamen Mittagessen waren wir gegen 16 Uhr wieder an unserer Unterkunft. Schnell noch duschen und schon sind wir ins Zentrum Ubuds gefahren. Dort haben wir in einer netten Bar etwas gegessen und getrunken, bevor wir uns zum Abschluss einen typisch balinesischen Legong-Tanz angeschaut haben.

18. Tag (09.07.2012):

Our Private Villa Heute Morgen sind wir aus unserer Unterkunft ausgecheckt. Nicht um Ubud zu verlassen, sondern um die beiden letzten Nächte in einer 5 Sterne Unterkunft zu verbringen. Mit dem Taxi ging es zum Samaya Ubud, welches etwas außerhalb liegt. Das Resort liegt in einer Schlucht, durch die malerisch ein kleiner Fluss fließt. Auf der Terrasse eines der beiden Restaurants haben wir unseren Welcome Drink genossen, bevor der Butler uns unsere private Villa gezeigt hat. Mit eigenem Pool, Garten inklusive Teich und einem Badezimmer mit Jacuzzi ist es eine absolut fantastische Unterkunft. Nachdem wir in unserer Villa den Afternoon Tea serviert bekommen haben, haben wir die Anlage erkundet und für den nächsten Tag nicht nur einen Kochkurs, sondern auch eine Massage im direkt am Fluss gelegenen Spa gebucht. Den Tag haben wir bei einem sehr guten Essen im Restaurant ausklingen lassen.

19. Tag (10.07.2012):

Cooking Class Kurz nach dem Aufstehen wurden wir um 7 Uhr schon von einem Golf Cart abgeholt und nach oben zur Rezeption gebracht. Dort warteten schon der Koch und ein Fahrer auf uns, mit denen wir gemeinsam auf den Markt von Ubud fahren wollten. Für heute hatten wir nämlich einen balinesischen Kochkurs gebucht und dazu zählte auch ein Besuch des Marktes. Ein paar Minuten später waren wir auch schon mitten im Getümmel und der Koch hat uns die verschiedenen Gemüsesorten und Früchte erklärt. Nach gut einer Stunde waren wir aus dem für Westeuropäer doch recht chaotischen Markt wieder raus. Zurück am Hotel haben wir erst mal hervorragend à la carte mit theoretischem Blick auf die Vulkane gefrühstückt. Theoretisch, weil sie wie fast jeden Tag in Wolken eingehüllt waren. Nachdem wir noch mal kurz in unserer Villa waren, ging es um 10 Uhr in der Küche weiter. Dort standen bereits die Zutaten für unser Menü. Bevor wir mit dem Nachtisch begonnen haben, durften wir aber in alle Ruhe unser Menü essen. Um 13 Uhr waren wir pappsatt und um einige Erfahrungen der indonesischen Küche reicher. Mal gucken, ob wir das Ganze in Deutschland auch mal so hinbekommen. Den Nachmittag bis 17 Uhr haben wir in unserer Villa "vergammelt". Anschließend sind wir zum wunderschön direkt am Fluss gelegenen Spa gelaufen. Dort hatten wir eine Massage gebucht und nach einem Willkommensdrink ging es auch direkt schon los. Die eine Stunde ist nur so verflogen und tiefenentspannt sind wir zurück zur Villa. Kurze Zeit später sind wir mit den hoteleigenen Shuttle ins Zentrum von Ubud gefahren. Nachdem wir noch fehlende Postkarten gekauft hatten und einen Fahrer für den nächsten Tag zum Flughafen organisiert hatten, haben wir uns noch ein letztes Bintang-Bier gegönnt. Zurück in unserer Unterkunft haben wir gepackt und sind schlafen gegangen.

20. Tag (11.07.2012):

Singapore Skyline at Night Heute hieß es Abschied von Bali zu nehmen. Um 7 Uhr haben wir in unserer Villa gefrühstückt und sind anschließend zur Rezeption hochgefahren worden. Von dort konnte man heute bei strahlendem Sonnenschein die Vulkane Balis perfekt sehen. Unserer Fahrer war pünktlich mit seiner Tochter da und nach einer guten Stunde waren wir auch schon am Flughafen. Unser Gepäck sind wir schnell losgeworden, ebenso 150.000 IDR pro Person für die Ausreise. So hatten wir noch viel Zeit im Terminal etwas zu lesen und zu essen, bevor wir recht pünktlich um 13 Uhr mit Air Asia nach Singapur gestartet sind. Nach ein paar Warteschleifen über Singapur sind wir schließlich gegen 16 Uhr gelandet. Leider war mein Rucksack beschädigt, so dass ich nach knapp einer halben Stunde Ausfüllen eines Schadensberichts feststellen musste, dass die "On-The-Spot Compensation" unglaubliche S$11 beträgt (ca. 7 Euro). Hätte das nur einer vorher gesagt… Ein paar Minuten später saßen wir im Zug Richtung Innenstadt. Nach gut 30 Minuten waren wir am Hotel auf der Bencoolen Street. Vom Zimmer im 16. Stock hatte man einen ganz guten Blick auf Singapur, trotzdem sind wir zum Singapur River gelaufen, um dort noch eindrucksvoller die Skyline zu bestaunen. Dort haben wir auch noch etwas gegessen und waren nach einem Spaziergang gegen Mitternacht wieder am Hotel.

21. Tag (12.07.2012):

Marina Bay Sands Observation Deck Singapur wartet – wir schlafen. Aber hin und wieder muss man im Urlaub auch mal ausschlafen. Nach dem Aufstehen sind wir mit der U-Bahn zum Marina Bay Shopping Centre gefahren und haben dort erst mal etwas gefrühstückt. Anschließend haben wir die große Mall erkundet und sind dann auf das Observation Deck im 56. Stock des Marina Bay Hotels hochgefahren. Aus knapp 200 Metern Höhe hat man einen fantastischen Blick auf die Gardens by the Sea, den Singapore Flyer und die gesamte Stadt. Wieder unten sind wir zum kleinen Merlion, dem Wahrzeichen Singapurs gelaufen. Nach einer Kaffeepause ging es mit der U-Bahn zur Station Little India, wo wir das gleichnamige Viertel erkundet haben. Danach ging es erst mal zurück zum Hotel frisch machen – 30 Grad und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit lassen einen doch schwitzen. Zum Abendessen sind wir nach Chinatown gefahren und haben uns ein Steamboat bestellt. Dabei bekommt man einen Pott auf einer Gasflamme, in dem man anschließend rohe Zutaten kurz gart. Alles in allem ein sehr scharfes Vergnügen. Nach dem Abendessen haben wir den Kitsch in Chinatown erkundet, uns aber dann doch entschlossen, nur ein Bier im Irish Pub in der Nähe unseres Hotels zu trinken.

22. Tag (13.07.2012):

Orchard Road Heute sollte der letzte Tag unseres Urlaubs sein. Nachdem wir aus dem Hotel ausgecheckt hatten, haben wir unser Gepäck noch dort gelassen und sind mit der U-Bahn zur Orchard Road gefahren. Auf der Straße reiht sich ein Shopping-Komplex an den nächsten. Bevor wir uns in selbige gestürzt haben, gab es erst mal ein Frühstück. Danach haben wir dann die diversen Läden erkundet und mussten feststellen, dass trotz Singapore Sale die Sachen – auch aufgrund des schlechten Wechselkurses – entsprechend teuer waren. Wenigstens mussten wir so nicht noch mehr Gepäck in unseren Rucksäcken unterbringen. Gegen 17:30 Uhr sind wir zuerst zum Hotel das Gepäck holen und anschließend mit der U-Bahn zum Flughafen gefahren. Dort waren wir genau passend, so dass wir unser Gepäck direkt abgeben konnten und anschließend den Terminal erkunden konnten. Nach einem kleinen Abendessen ging es um 23:30 Uhr mit einem A380 von Air France Richtung Europa.

23. Tag (14.07.2012):

Paris Airport Nach einer sehr langen Nacht sind wir pünktlich in Paris gelandet, wo wir uns sehr beeilen mussten, unseren Flug nach Düsseldorf zu erwischen. In Düsseldorf angekommen mussten wir dann auch feststellen, dass es unsere beiden Rucksäcke nicht geschafft hatten – diese waren erst zwei Tage später wieder wohlbehalten bei uns.

Istanbul & Israel (18.05. – 28.05.2012)

1. Tag (18.05.2012):

Golden Horn at Night Aufbruch nach Israel, wo wir zu einer Hochzeit eingeladen sind. Allerdings sollte es nicht auf direktem Weg dorthin gehen, sondern mit einem Zwischenstopp in Istanbul. Mit Turkish Airlines sind wir am Freitagmorgen von Düsseldorf nach Istanbul geflogen, wo wir gegen 12 Uhr angekommen sind. Nachdem wir dann auch nach einer gefühlten Ewigkeit unser Gepäck hatten, haben wir uns für die günstigste Möglichkeit nach Sultanahmet zu kommen entschieden. Mit Metro und Tram waren wir eine Stunde später am Hotel und haben uns erst einmal ein wenig ausgeruht. Zum Abendessen waren wir in einem kleinen, aber feinen Restaurant. Vor dem Schlafengehen sind wir noch über die Galata Brücke gelaufen und haben uns von dort das Goldene Horn und den Anfang des Bosporus angeschaut.

2. Tag (19.05.2012):

Blue Mosque Nach dem Frühstück im Hotel sind wir bei sonnigem Wetter zur Blauen Moschee gelaufen. Dort haben wir uns in die endlose Schlange eingereiht und anschließend die tausenden kleinen, blauen Fliesen bestaunt. Wieder draußen haben wir direkt die nächste Sehenswürdigkeit erkundet – die Hagia Sofia – natürlich nicht ohne vorher wieder 45 Minuten anzustehen. Im teilweise renovierungsbedürftigen Innenraum war es dann gar nicht mehr soll voll – die Massen haben sich in der riesigen Kirche entsprechend verteilt. Von der Hagia Sofia sind wir runter ans Wasser zu den Resten der Theodosianische Mauer gelaufen und haben nach einem Besuch der kleinen Hagia Sofia erst einmal etwas gegessen. Der nächste Programmpunkt hat uns auf den großen Basar geführt. Trotz millionenfacher Möglichkeit sind wir der Versuchung einen Teppich, Gold, Handtaschen oder ähnlichem zu kaufen nicht erlegen. Irgendwann hatten wir den Ausgang des Basars auch wieder gefunden und haben uns für den Abend im Hotel frisch gemacht. Mit der Tram sind wir bis zum Viertel Kabatas gefahren und mit der Zugbahn rauf auf den Taksim Platz. Dort schien halb Istanbul unterwegs zu sein. Trotzdem haben wir in einer Seitenstraße ein sehr authentisches Restaurant gefunden, wo wir sehr lecker gegessen haben. Von drei Türken wurden wir dann noch auf einen Tee und Bier eingeladen. Nachdem geklärt war wo wir herkamen, wurden alle möglichen Themen von Reisen über Politik bis Religion diskutiert. Am wunderschön beleuchteten Galata Turm vorbei sind wir über die Galata Brücke bis zu unserem Hotel gelaufen.

3. Tag (20.05.2012):

Dolmabahçe Palace Beim Blick aus dem Fenster mussten wir feststellen, dass es leicht regnete. Also noch einmal umdrehen und dann erst frühstücken. Danach sind wir in den Gülhane Park bis zum Topkapi Palast gelaufen. Da wir gegen Mittag den Bosporus erkunden wollten, haben wir uns nicht in die Schlange vor dem Tickethäuschen eingereiht, sondern sind vorbei an der Hagia Sofia zum Hippodrome. Von dort ging es schnurstracks zum Bootsanleger, wo wir mit Nostalgic Bosphorus Cruises Richtung Schwarzes Meer aufgebrochen sind. Dabei fährt man nicht nur den Bosporus hoch, sondern wechselt bei Anlegen immer wieder zwischen dem europäischen und asiatischen Kontinent. Beim letzten Halt hatten wir bei Sonnenschein zwei Stunden Zeit das kleine Dorf zu erkunden, etwas zu essen und natürlich Tee zu trinken. Auf dem Rückweg sind wir dann wieder an den Burgen und Schlössern sowie der Fatih und Bosphorus Brücke vorbeigekommen. Zum Abschluss des Tages waren wir in Sultanahmet Abendessen.

4. Tag (21.05.2012):

Dead Sea 3:00 Uhr – alles schläft. Außer uns, da wir bereits um 5 Uhr am Flughafen sein mussten, blieb uns nur das Flughafenshuttle um 3:30 Uhr. Dank leerer Straßen und kaum Leuten am Flughafen waren wir schon kurz vor 5 Uhr im Terminal und haben dort erst mal gefrühstückt. Um 6:30 Uhr sind wir Richtung Israel gestartet, wo wir nach einer unkomplizierten Einreise schon um 10 Uhr in unserem Mietwagen saßen. Mit diesem ging es Richtung Süden nach Arad. Unterwegs haben wir einen Mittagessensstopp eingelegt, wo wir uns nicht nur über die recht hohen Preise, sondern auch über die Tatsache, dass jeder zweite offensichtlich bewaffnet unterwegs war, gewundert. Am frühen Nachmittag haben wir Arad erreicht und in die dortige Jugendherberge eingecheckt. Ein Doppelzimmer dort kostet immerhin knapp US $90. Anschließend sind wir weiter zum Toten Meer gefahren. Erster Stopp war die Festung Masada, die wir bei über 30 Grad nicht selbst, sondern mit Hilfe der Seilbahn erklommen haben. Nach einer guten Stunde auf dem sehr sehenswerten Berg mit einem fantastischen Ausblick auf die Berge und das Meer sind wir weiter nach Ein Gedi gefahren, wo wir ins Meer gegangen sind. Tatsächlich kann man kaum mit dem Bauch nach unten schwimmen, dafür sich jedoch auf dem Rücken treiben lassen und ein Buch lesen. Nach dem Abduschen sind wir nach Arad zurückgekehrt und haben im Supermarkt ein Baguette und Aufschnitt zum Abendessen gekauft.

5. Tag (22.05.2012):

Tel Megiddo Vor dem Frühstück wurden wir durch eine Horde Kinder geweckt und nachdem diese weg waren, haben wir uns in den komplett leeren Speisesaal getraut. Zum Frühstück gibt es zwar keinen Aufschnitt, dafür aber viele verschiedene Salate. Da wir heute in den Norden Israels wollten, sind wir nach dem Frühstück direkt aufgebrochen. Kurz hinter Tel Aviv haben wir zum Mittagessen einen Abstecher in den netten Weinort Zikhron Ya‘adov gemacht. Damit auch heute der kulturelle Teil nicht zu kurz kam, haben wir die Ausgrabungsstätte Tel Megiddo erkundet. Besonders interessant war das Wassersystem, das man durch einen unterirdischen Tunnel erkunden konnte. Von Megiddo ging es vorbei an Nazareth bis Tiberias. Etwas nördlich davon lag unsere zweite Unterkunft – wieder eine Jugendherberge, die ohne die Anwesenheit der vielen Kinder eher den Eindruck eines Hotels gemacht hätte. Direkt am See Genezareth gelegen hat man von der Anlage einen sehr schönen Ausblick auf den See und die Golanhöhen. Mangels Alternative haben wir uns fürs Abendessen in der Unterkunft entschieden, was eine gute Wahl war.

6. Tag (23.05.2012):

Caesarea Aqueduct Nach dem erwartungsgemäß guten Frühstück sind wir wieder Richtung Mittelmeer aufgebrochen – nicht ohne einen netten älteren Herrn in Tiberias abzusetzen. Jeden Tag eine gute Tat. 😉 Am Meer angekommen wollten wir die Stadt Caesarea besichtigen, sind vorher aber noch zum dazugehörigen Aquädukt gefahren, dessen gut erhaltene Teile mitten auf dem Strand stehen. Anschließend ging es in die alte Kreuzritterstadt und die römischen Ruinen inkl. Amphitheater und sehr gut erhaltenem römischen Theater. Damit war der kulturelle Teil für den heutigen Tag auch schon wieder abgeschlossen und nach kurzer Fahrt haben wir Tel Aviv erreicht. Dank Navi haben wir unsere kleine Unterkunft mitten im völlig verwickelten jemenitischen Viertel erreicht. Schnell noch den Mietwagen abgegeben und frisch gemacht, sind wir zum Manta Ray Restaurant direkt am Strand gegangen. Dort sollte ein Abendessen für die weit angereisten Hochzeitsgäste stattfinden. Nach einem sehr guten Essen und einigen Drinks sind wir entlang der Strandpromenade zu unserer Unterkunft zurückgekehrt und schlafen gegangen.

7. Tag (24.05.2012):

Ascension Church Der Tag unseres eigentlichen Reisegrundes – die Hochzeit. Nachdem wir ausgeschlafen haben, gab es Frühstück in einem kleinen Café. Das zu unserer Unterkunft gehört. Anschließend haben wir uns umgezogen und haben mit den anderen Gästen an der Strandpromenade auf den Bus, der uns nach Jerusalem bringen sollte, gewartet. Einmal quer durchs Westjordanland haben wir die evangelische Himmelfahrtskirche auf dem Skopusberg kurz nach 15 Uhr erreicht. Vom Berg hat man einen tollen Blick auf die Altstadt mit dem berühmten Tempelberg. Nach der Messe gab es noch einen Empfang in der Kirche, bevor wir mit dem Bus wieder zurück nach Tel Aviv gefahren wurden. Dort angekommen haben wir bis spät in die Nacht ordentlich gefeiert.

8. Tag (25.05.2012):

Jaffa Nach dem Ausschlafen hatten wir uns zum Frühstück mit ein paar anderen Hochzeitsgästen verabredet. In einem kleinen Café bei uns um die Ecke sind wir fündig geworden und haben ausgiebig gefrühstückt. Danach haben wir noch einen Mietwagen für unsere Fahrt am Sonntag nach Jerusalem gebucht – am Sabbat oder Feiertagen wie Pfingsten gibt es nämlich keinen öffentlichen Nahverkehr in Israel. Zu fünft sind wir anschließend entlang der Strandpromenade nach Jaffa gelaufen, um die alte und schön restaurierte Stadt zu erlaufen. Nach Eis und Falafel ging es zurück zur Unterkunft, wo wir uns für den Abend umgezogen haben und uns danach mit den anderen wieder zu Abendessen getroffen haben. Nach einem Spaziergang entlang der Promenade Richtung Norden wollten wir eigentlich bei einem Araber essen gehen, der leider geschlossen hatten (Freitag halt…). Eine sehr gute Alternative haben wir in einem italienischen Restaurant gefunden und den Abend bei Bier, Wein und Melone in einer Strandbar ausklingen lassen.

9. Tag (26.05.2012):

Tel Aviv Beach Letzter Tag in Tel Aviv und so haben wir nach einem guten Frühstück im Café unseres Vertrauens das Bauhausviertel erkundet. Eigentlich hatten wir deutlich mehr Gebäude erwartet – vielleicht haben wir aber einfach auch nur die falschen Straßen genommen. Über die Dizengoff Street sind wir zurück zu unserer Unterkunft und haben anschließend den restlichen Nachmittag am Strand verbracht. Zum Abendessen waren wir in einem Restaurant auf dem Rothschild Boulevard.

10. Tag (27.05.2012):

Dome of the Rock Heute mussten wir früh aufstehen, da wir an unserem letzten Tag in Israel nach Jerusalem fahren wollten. Nach dem Checkout sind wir mit unserem Mietwagen Richtung Jerusalem gefahren, wo wir eine gute Stunde später schon vom Ölberg den Blick auf die Altstadt genießen konnten. Vom etwas überlaufenen Hügel sind wir runter zur völlig überfüllten Altstadt gefahren. Nachdem wir einen Parkplatz hatten, sind wir durchs Herodes Tor zuerst ins muslimische Viertel gegangen. Nach einem Frühstück dort haben wir uns durch Pilgergruppen und geführte Touren bis zur Grabeskirche "vorgearbeitet". In selbiger kann man sogar an einem so überlaufenen Tag ruhige Nischen und Kapellen finden. Wieder draußen sind wir zum Jaffa Tor gelaufen, um dort den Ramparts Walk zu machen. Dabei läuft man über die Stadtmauer Jerusalems von einem zum anderen Tor. Am Dung Tor waren wieder unten und haben uns die Klagemauer angeschaut. Dann waren wir die letzten, die auf den Tempelberg durften. Nachdem wir den Tempelberg erkundet hatten, haben wir die Altstadt wieder verlassen – nicht ohne jedoch zufällig unsere Reisegruppe aus Tel Aviv zu treffen. Nun sollte es auf die letzte Etappe der Reise gehen – zum Flughafen Tel Aviv. Dort angekommen hatten wir viel Zeit den nicht allzu großen Flughafen zu erkunden. Leider gab es aufgrund des Feiertags nicht viele Möglichkeiten etwas zu essen und so mussten wir uns mit einem völlig überteuerten Sandwich begnügen. Gegen 22 Uhr sind wir Richtung Istanbul gestartet, wo wir kurz nach Mitternacht angekommen sind. Nun hatten wir die Möglichkeit, auf einer Bank im Flughafen oder im Flughafenhotel zu schlafen. Wir haben uns für die letztere, nicht ganz preiswerte Möglichkeit entschieden.

11. Tag (28.05.2012):

Nach einer kurzen, aber sehr angenehmen Nacht haben wir bei Starbucks gefrühstückt und sind pünktlich um 8 Uhr Richtung Deutschland gestartet, wo wir pünktlich angekommen sind. Am Gepäckband mussten wir feststellen, dass acht Stunden Umsteigezeit scheinbar für unseren Koffer nicht ausgereicht haben. Dieser kam schließlich einen Tag später bei uns wohlbehalten an.

Birmingham (28.04. – 29.04.2012)

1. Tag (28.04.2012):

Victoria Square München 31°C, Moskau 28°C, Wien 27°C, Birmingham 9°C. Für welches Ziel haben wir uns also entschieden? Richtig, die zweitgrößte Stadt Englands. Zur Entschuldigung sei gesagt, dass wir das bei der Buchung natürlich nicht wissen konnten. Mit Wintermantel bewaffnet ging es um 6 Uhr zum Düsseldorfer Flughafen und dank Zeitverschiebung waren wir auch schon um 7:45 Uhr in Birmingham. Da es mit dem Zug vom Flughafen bis in die Stadt gerade einmal zehn Minuten dauert, hatten wir uns dort in ein Hotel einquartiert. Auf die Frage, ob wir denn eventuell schon auf unser Zimmer könnten, meinte der Herr an der Rezeption, dass dies eigentlich 10 Pfund Early Checkin-Gebühr kostet. Irgendwie wurde die uns aber erlassen und so haben wir erst mal den verpassten Schlaf nachgeholt. Mit der Monorail sind wir dann zum Flughafenbahnhof gefahren, wo wir kurze Zeit später einen Zug zum Hauptbahnhof "New Street" bekommen haben. Dort angekommen haben wir einen kurzen Streifzug durch die komplett überlaufene Bullring Mall unternommen. Nach einem kleinen Mittagssnack sind wir anschließend nach draußen und durften dort eine Demo gegen Tierversuche abwarten. Über die New Street haben wir die Innenstadt mit dem Victoria Square erkundet. Für den Abend hatten wir in einem indischen Restaurant einen Tisch reserviert. Nach einem sehr guten Essen sind wir nach einem kurzen Spaziergang mit dem Zug zurück zum Hotel gefahren.

2. Tag (29.04.2012):

Bullring Shopping Centre Da wir erst spät auschecken mussten, haben wir ausgeschlafen. Der Blick aus dem Fenster war auch nicht gerade verheißungsvoll: Dauerregen und Windböen. Nachdem wir den Koffer im Hotel gelassen hatten, sind wir die 100 Meter bis zum Terminal gerannt. Als wir am Flughafenbahnhof waren, mussten wir feststellen, dass alle Züge wegen umgestürzter Bäume ausfielen. Also zum Busstand, wo praktischerweise gerade ein Ersatzbus ins Stadtzentrum fahren sollte. Tickets brauchte man nicht und so haben wir auf der Fahrt noch Birminghams Vororte kennengelernt. Nach knapp einer halben Stunde waren wir am Bahnhof und sind direkt in die Mall gegangen. Nachdem wir diese gestern nur kurz besucht hatten, haben wir sie diesmal nach einem Frühstück intensiv erkundet. Da es zu regnen nicht aufhören wollte, haben wir uns nicht "vor die Tür getraut". Stattdessen haben wir am Bahnhof festgestellt, dass die Züge wieder einigermaßen planmäßig fuhren. Also haben wir beschlossen, zurück zum Flughafen zu fahren. Nachdem wir unseren Koffer aus dem Hotel abgeholt hatten, haben wir den Duty Free-Bereich erkundet und waren noch etwas essen. Pünktlich zum Abflug ist die Wolkendecke fast vollständig aufgerissen. Nach einem kurzen Flug in einem fast leeren Flieger waren wir gegen 22:00 Uhr wieder im sommerlich warmen Düsseldorf.

Fuerteventura (01.12. – 08.12.2011)

1. Tag (01.12.2011):

Pauschalurlaub? Ob das etwas für uns ist, wollen wir eine Woche lang testen. Für die letzten Urlaubstage soll es heute auf die Kanaren gehen. Gegen Mittag sind wir mit dem TUI-Ferienflieger auf die Kanaren gestartet und am frühen Abend nach rund vier Stunden Flug auf Fuerteventura gelandet. Dort mussten wir uns um nichts kümmern – außer den richtigen Bus in den Süden der Insel zu finden. Nach knapp einer Stunde Fahrt sind wir in unserem Hotel in Costa Calma angekommen. Nach dem Checkin haben wir ein ordentliches Zimmer mit Meerblick bezogen. Vor dem Abendessen zusammen mit vielen, vielen deutschen Rentnern sind wir noch ein wenig am schönen Sandstrand entlang gelaufen.

2. Tag (02.12.2011):

Costa Calma Beach Nach dem Frühstück im Hotel haben wir uns auf Erkundungstour durch den Ort gemacht. Dabei haben wir festgestellt, dass es in Costa Calma praktisch kein Ortszentrum gibt. Lediglich einen Supermarkt, drei oder vier Restaurants, eine Tankstelle und ein paar Geschäfte. Und natürlich jede Menge Hotels, meistens direkt am Strand. Nachdem wir uns eine Kleinigkeit zu essen gekauft haben, haben wir uns an den Pool des Hotels gesetzt und die Sonne genossen. Am Nachmittag haben wir uns ein Plätzchen am Strand gesucht und waren anschließend im Hotel Abendessen.

3. Tag (03.12.2011):

Corralejo Ab heute sollten wir ein bisschen mobiler werden. Nach dem Frühstück haben wir nämlich an der Hertz-Verleihstation direkt neben unserem Hotel einen Wagen abgeholt. Nun sollte uns also nichts mehr im Wege stehen, die Insel zu erkunden. Von Costa Calma ging es zuerst nach Caleta de Fuste, wo wir für den kommenden Montag eine Quad-Tour gebucht haben. Anschließend ging es über die Inselhauptstadt Puerto del Rosario bis an die Nordspitze der Insel. Im Ort Corralejo haben wir erst einmal eine Pizza direkt an der Promenade gegessen. Danach haben wir den Ort ein wenig erlaufen und sind dann in die bekannten Dünen von Corralejo gefahren. Dort haben wir den Wagen abgestellt und sind durch die Dünen, die bis auf zwei Hotelbausünden unberührt sind, bis ans Wasser gewandert. Wieder zurück am Auto haben wir beschlossen, mitten durch die Insel zurück nach Costa Calma zu fahren. Beim ersten Stopp in La Oliva haben wir die dortige Kirche besichtigt und im kleinen Örtchen Antigua den Marktplatz und die Umgebung erkundet. In den einsamen Bergen zwischen Antigua und Costa Calma haben wir ein paar schöne Sonnenuntergangsbilder gemacht und waren pünktlich zum Abendessen wieder in Costa Calma.

4. Tag (04.12.2011):

Goat Am heutigen Sonntagmorgen sind wir mit dem Auto Richtung Süden gestartet und bis Morro del Jable gefahren. Bei etwas diesigem Wetter haben wir den Ort erkundet und einen Eisbecherstopp eingelegt. Wieder zurück am Auto sind wir über Morro del Jable hinaus weiter Richtung Süden gefahren. Über eine Schotterpiste ging es dann auf die Westseite der Insel fast bis zum einsamen Strand in Cofete. Wieder zurück sind wir nicht direkt nach Costa Calma zurück, sondern haben noch einen Bogen durchs Hinterland gemacht, bevor wir zum Abendessen wieder im Hotel waren.

5. Tag (05.12.2011):

Quad Tour Heute mussten wir früh aufstehen, da wir vor zwei Tagen für 9:30 Uhr eine Quad-Tour gebucht hatten. Nach einer knapp 45 Minuten langen Fahrt nach Caleta de Fuste waren wir am Quad-Verleih und haben festgestellt, dass wir mangels anderer Gäste eine Privattour mit unserem Guide machen sollten. Nach einer Proberunde durch den Ort sind wir aufgebrochen und schon kurz nach dem Verlassen des Ortes auf eine Schotterpiste abgebogen. Von dort ging es gut 20 km quer durch die karge Landschaft Fuerteventuras bis wir an einem erloschen Vulkan angekommen waren. Nach ein paar Fotos sind wir zu Fuß durch einen Lavakanal gekraxelt – sehr interessant, wenn auch stockfinster. Weiter ging es zum kleinen Dörfchen Tiscamanita, wo wir eine Pause gemacht haben, um einen Café con leche zu trinken. Anschließend ging es nach einer kurzen Fahrt auf einen weiteren Vulkan, von dem man fantastischen Blick auf Fuerteventura hatte. Querfeldein und durch ausgetrocknete Flussbetten sind wir schließlich in Pozo Negro am Meer angekommen. Zurück nach Caleta de Fuste ging es nun über eine sehr schöne Piste entlang der Küste. Nachdem wir wieder in der Zivilisation angekommen waren, mussten wir uns erst mal "entstauben". Auf der Suche nach einem netten Restaurant sind über Betancuria in Pájara fündig geworden und haben einige sehr leckere Tapas gegessen. Auf dem Rückweg haben wir kurz vor Costa Calma noch den Sonnenuntergang genossen und anschließend den Mietwagen wieder zurückgegeben.

6. Tag (06.12.2011):

West Coast Da wir gestern unseren Mietwagen abgegeben hatten, haben wir nach dem Aufstehen geguckt, was wir machen könnten. Eine kleine Wanderung wäre doch nicht schlecht und so haben wir beschlossen, auf die andere Seite der Insel zu laufen. An dieser Stelle ist Fuerteventura nicht sehr breit und nach einem kurzen Marsch durch den Ort ging es einmal quer rüber. Gerade mal fünf Leute sind uns begegnet und so haben wir die menschenleere Küste und den Ausblick auf den Atlantik bestaunt. Am Nachmittag ging es wieder zurück und den restlichen Tag haben wir in der Nähe des Hotels verbracht.

7. Tag (07.12.2011):

Kitesurfing Heute stand wieder eine Wanderung auf dem Programm. So sind wir vom Hotel Richtung Süden immer am Meer entlang gelaufen. Mit der Zeit wurden es weniger Leute, bevor wir zu einem sehr breiten Strandabschnitt gekommen sind, wo fleißig Kitesurfing geübt wurde. Nachdem wir noch ein Stück gelaufen sind, haben wir kehrt gemacht und in einem Strandcafé etwas gegessen. Wieder am Hotel haben wir uns für den Abend frisch gemacht und sind in einem kleinen, aber sehr netten und preisgünstigen Restaurant etwas essen gegangen.

8. Tag (08.12.2011):

Costa Calma Heute sollte Abreisetag sein. Also haben wir noch einmal ausgeschlafen und uns nach dem Frühstück an den Pool gesetzt und die Sonne genossen. Um 14 Uhr wurden wir dann vom TUI-Bus abgeholt – wie praktisch ein Pauschalurlaub sein kann. Nachdem wir alle weiteren Hotels des Ortes besucht hatten, ging es relativ zügig zum Flughafen in Puerto del Rosario. Dort angekommen gab es endlose Schlangen an den beiden Schaltern für die TUI-Flieger. Also haben wir uns auf eine lange Wartezeit eingestellt. Wobei es noch einen Schalter gab, an dem "Online Checkin – Bag Drop" stand. Nun hatte ich ja schon übers Handy eingecheckt, konnte jedoch die Boarding-Pässe nicht ausdrucken. Aber einen Versuch war es ja wert. Und siehe da, die Dame am Schalter meinte, das wäre alles kein Problem und wir waren zwei Minuten später schon in der Abflughalle. So hatten wir noch Zeit für einen kleinen Snack, bevor wir knapp vier Stunden später wieder in Düsseldorf waren. Nun bleibt nur noch die Frage, ob Pauschalurlaub etwas für uns ist. Vielleicht reicht es zu sagen, dass die nächsten Urlaube definitiv nicht pauschal gebucht werden…

Bryan Adams in Concert: Aberdeen (25.11. – 27.11.2011)

1. Tag (25.11.2011):

Schottland im November. Das hat einen gewissen Reiz. Auf jeden Fall muss man auf jegliches Wetter vorbereitet sein. Zuerst ging es aber von Düsseldorf durch den Feierabendverkehr zum Flughafen nach Köln. Dort angekommen war sogar noch Zeit für ein Sandwich bei Subway. Mit easyJet ging es recht pünktlich Richtung Edinburgh. Am Flughafen in Edinburgh angekommen haben wir unseren Mietwagen übernommen und sind zu unserem Hotel in der Innenstadt gefahren. Nach dem Checkin ging es noch einmal raus – schließlich war Freitagabend. Nachdem wir eine nette Bar gefunden hatten, wurden allerdings alle um Punkt ein Uhr ohne Vorwarnung rausgeworfen. Also blieb uns nichts anderes übrig als schlafen zu gehen.

2. Tag (26.11.2011):

Cairngorms National Park Nach einem ganz ordentlichen Frühstück im Hotel haben wir uns direkt auf den Weg Richtung Norden gemacht. Über den Firth of Forth ging es nach einem kurzen Zwischenstopp an einem Tesco Supermarkt hinter Perth in den Cairngorms National Park. Schloss Balmoral war geschlossen, dafür haben wir in der Royal Lochnagar Distillery eine private Tour – natürlich inklusive Whiskyprobe – bekommen. Weiter Richtung Osten haben wir nach gut einer Stunde Aberdeen erreicht und sind direkt zu unserem schönen Hotel gefahren. Noch ein kurzes Abendessen und anschließend ging es schnurstracks zum Aberdeen Exhibition & Conference Centre. Dort sollte nämlich wie der Titel dieses Blogeintrages schon vermuten lässt ein Konzert von Bryan Adams stattfinden. Gut eine Stunde vor Beginn des Konzerts haben wir beim Einlass erfahren, dass es keine Vorband geben sollte. Dafür hat das Konzert sehr pünktlich um 20 Uhr begonnen und wir hatten perfekte Stehplätze nur gut 20 Meter von der Bühne entfernt. Neben ein paar neueren Songs gab es natürlich auch alle alten Klassiker wie "Summer of 69" oder "Heaven". Nach gut zwei Stunden und ein paar Zugaben war das klasse Konzert leider schon wieder vorbei und wir sind zurück in die Innenstadt gefahren. Das Auto abgestellt, sind wir in der Abercrombie Bar ins Nachtleben abgetaucht.

3. Tag (27.11.2011):

Dunnottar Castle Nach dem Ausschlafen haben wir im Hotel gefrühstückt und uns anschließend bei Tag noch einmal die Innenstadt und den Hafen angeschaut. Bei bestem Wetter haben wir Aberdeen verlassen und sind ein Stück entlang der Küste bis Stonehaven gefahren. Nach einem kurzen Fotostopp am Strand sind wir zum Dunnottar Castle aufgebrochen. Die Ruine liegt sehr malerisch direkt am Meer und nach einer knappen Stunde mussten wir uns auf den Weg zurück nach Edinburgh machen. In Queensferry hatten wir noch Zeit für Fish & Chips. Da der Ort zwischen der Forth Road Bridge und der Forth Bridge liegt, kann man vom Wasser aus sehr schöne Aufnahmen von beiden Brücken machen. Am Flughafen haben wir unseren Mietwagen abgegeben und nach knapp zwei Stunden Flug waren wir wieder in Köln.

Budapest (29.10. – 30.10.2011)

1. Tag (29.10.2011):

Chain Bridge at Night Beim Blick auf die Europakarte ist uns vor einiger Zeit aufgefallen, dass wir noch nie in Ungarn waren. Dazu passend hatte Lufthansa einen Flug für unter 100 Euro im Angebot gehabt. Also hieß es früh aufstehen an diesem Wochenende und pünktlich um 8:30 Uhr waren wir auch schon in Budapest. Mit dem Bus und der U-Bahn ging es schnurstracks in die Innenstadt zum Hotel direkt am Wahrzeichen Budapests: der Kettenbrücke. So früh morgens konnten wir noch nicht einchecken, also haben wir unser Gepäck an der Rezeption gelassen und uns ein nettes Café fürs Frühstück gesucht. Anschließend sind wir durch die Fußgängerzone Richtung der großen Markthalle gelaufen. Bevor wir die vielen Stände mit allen möglichen Lebensmitteln und Kleidung erkundet haben, sind wir auf die Galerie hochgefahren und haben die Halle und das Treiben auf uns wirken lassen. Wieder draußen haben wir die Elisabethbrücke aus der Nähe und den Gellértberg mit seiner Freiheitsstatue aus der Ferne betrachtet. Etwas müde vom frühen Aufstehen sind wir gegen Mittag zurück zum Hotel und haben uns, nachdem wir einchecken konnten, ein wenig ausgeruht. Vom Hotel ging es am Nachmittag zur St.-Stephans-Basilika. Leider konnte man nur einen ganz kleinen Teil besichtigen, da gerade eine Hochzeit vorbereitet wurde. Vorbei an der Oper sind wir über die Andrássy út, der Luxuseinkaufsstraße Budapests, bis zum Platz Oktogon. Dort haben wir ein sehr schönes Café gefunden, in dem uns aufgrund der großen Auswahl an Kuchen die Auswahl schwer gefallen ist. Da es mittlerweile dämmerte, sind wir zum Parlamentsgebäude an der Donau gelaufen, um das riesige, sehr schön beleuchtete Gebäude am Ufer zu bestaunen. Entlang des Flusses sind wir Richtung Kettenbrücke gelaufen, natürlich nicht ohne ein paar Fotostopps von der Brücke und dem auf der anderen Seite der Donau liegenden Burgberg zu machen. Bei mehr oder weniger traditionellem Essen haben wir den Abend in einem Restaurant in der Innenstadt ausklingen lassen.

2. Tag (30.10.2011):

Castle Hill Dank der Zeitumstellungen konnten wir eine Stunde länger schlafen und haben nach dem Aufstehen das hervorragende Frühstück im Hotel genossen. Anschließend haben wir ausgecheckt, unser Gepäck aber noch im Hotel gelassen, um es nicht den ganzen Tag mit uns schleppen zu müssen. Der Rückflug nach Düsseldorf sollte nämlich erst gegen 20 Uhr abends sein. Vom Hotel sind wir über die Kettenbrücke nach Buda gelaufen. Nachdem wir die Schlange an der Schrägseilbahn gesehen hatten, haben wir uns entschieden, die paar Höhenmeter bis zum Palast auf dem Burgberg hochzulaufen. Oben angekommen haben wir erst einmal den fantastischen Blick über die Donau und die Stadt bestaunt. Nach einer Erkundungstour über das Palastgelände haben wir einen Blick auf Buda geworfen und sind danach ins Burgviertel gegangen. Bevor wir wieder runter zur Kettenbrücke sind, haben wir uns noch eine Weile an der Matthiaskirche und der Fischerbastei aufgehalten. Wieder zurück in Pest auf der anderen Seite der Donau sind wir über die Andrássy-Straße bis zum wohl berühmtesten Café Budapests gelaufen: New York Café. Nachdem wir dort nicht ganz günstig, dafür aber sehr stilvoll Kaffee getrunken haben, ging es an der Synagoge vorbei zurück Richtung Innenstadt. Nach einem Abstecher über den stark weihnachtlich angehauchten Markt haben wir unser Gepäck am Hotel abgeholt. Mit einer recht leeren U-Bahn und einem überfüllten Bus waren wir überpünktlich am modernen Flughafen, wo wir vor dem unspektakulären Flug zurück nach Düsseldorf noch etwas gegessen haben.

Madrid (16.07. – 17.07.2011)

1. Tag (16.07.2011):

Catedral de Nuestra Señora de la Almudena Um 5:45 Uhr in der S-Bahn zum Flughafen macht man sich so seine Gedanken: Warum bieten die Fluglinien nicht auch mal günstige Wochenendverbindungen mit Abflug am Freitagabend an? Zu verschlafen, um das Thema weiter zu vertiefen, sitzen Manja und ich um kurz vor 7 Uhr im Flieger Richtung Spanien, genauer gesagt Richtung Madrid. Der Flug mit Lufthansa klappte reibungslos und es gab sogar ein warmes Frühstück. Am Flughafen in Madrid angekommen, haben wir uns mit der Metro auf den Weg in die Innenstadt gemacht. Da wir kaum Gepäck für eine Nacht hatten, sind wir an der Metrostation “Opera” ausgestiegen und haben uns mit Hilfe unseres Lonely Planets auf einen der Spaziergänge gemacht. Vom Palacio Real ging es vorbei an der Catedral de Nuestra Señora de la Almudena ins alte Madrid. Durch enge Gassen haben wir die beiden beeindruckenden Plätze “Plaza Mayor” und “Plaza de la Puerta del Sol” erkundet. Durch die Einkaufsstraßen sind wir am Convento de las Descalzas Reales angekommen und anschließend über den Boulevard “Gran Via” bis zum Plaza de España. Zwischenzeitlich war es auch schon Mittag und die Sonne brannte unerbittlich auf uns etwas übermüdete Touristen. Also sind wir zu unserem Hotel im Stadtteil Atocha aufgebrochen und haben nach einer Stärkung im Husa Paseo del Arte eingecheckt. Nach unserer Siesta waren wir gegen 19 Uhr im mittelalterlichen Madrid (“La Latina”) und haben die Gassen mit ihren Tapas-Bars erkundet. Eigentlich wollten wir etwas draußen essen, aber jeder nur erdenkliche Platz war besetzt. So haben wir uns zum Tapas-Bar-Hopping entschieden und gleich mehrere sehr gute Lokalitäten ausprobiert. Nachdem wir gestärkt waren, haben wir den Abend in einer peruanischen Bar ausklingen lassen.

2. Tag (17.07.2011):

Estanque (El Retiro) Frühstück bis 11 Uhr – das heißt für uns wir konnten ausschlafen und trotzdem ein sehr ordentliches Frühstücksbuffet genießen. Gegen Mittag haben wir ausgecheckt und sind über den Büchermarkt am botanischen Garten geschlendert. Dabei haben wir beschlossen, dem Real Jardín Botánico einen Besuch abzustatten. In dem ca. 8 Hektar großen botanischen Garten gibt es tausende Pflanzen zu bestaunen. Immer noch nicht genug von Parks sind wir am Prado Museum und am Palacio de Cibeles vorbei in den Parque del Retiro, der an diesem wunderschönen Sonntagnachmittag von der Hälfte der Einwohner und allen Touristen der Stadt besucht wurde. Am kleinen See mit seinen Dutzenden Padelbooten haben wir ein Eis gegessen und anschließend den Park weiter erkundet. Am Palacio de Cristal sind wir umgedreht und haben den Park am nördlichen Ende verlassen, um dem Einkaufsviertel Salamanca einen Besuch abzustatten. Während wir die Calle de Serrano entlang geschlendert sind, mussten wir feststellen, dass alle Geschäfte am Sonntag geschlossen haben. Also sind wir abgedreht und ins Viertel Chueca gelaufen. Auf dem Plaza de Chueca haben wir schließlich ein Cafe gefunden, dass uns noch etwas zu essen machen wollte – der Rest hatte zwecks Siesta geschlossen. Gegen 17:30 Uhr mussten wir aufbrechen und sind mit der Metro Richtung Flughafen gefahren. Nach einem pünktlichen Flug mit Lufthansa (es gab wieder ein warmes Abendessen) sind wir um 22:30 Uhr wieder in Düsseldorf gelandet.

South England (20.05. – 23.05.2011)

1. Tag (20.05.2011):

Lange ist es her, dass ich mit easyJet geflogen bin. An diesem Freitag sollte es jedoch wieder soweit sein. Am späten Abend sind wir von Düsseldorf nach London-Gatwick gestartet. Nach einem kurzen Flug über den Kanal haben wir unseren Mietwagen bekommen und sind zur ersten Station der dreitägigen Rundreise durch den Süden Englands gefahren: Canterbury. Dort angekommen haben wir unser Zimmer in der Canterbury Cathedral Lodge direkt auf dem Gelände der weltberühmten Kathedrale bezogen. Noch einen Ausflug in einen der diversen Pubs in der Stadt und es ging ins Bett.

2. Tag (21.05.2011):

Canterbury Cathedral Nach dem Aufstehen haben wir erst einmal gefrühstückt und konnten ohne Eintritt zu bezahlen die riesige Kathedrale besichtigen. Nach einer Stunde des Erkunden der vielen Räume und angrenzenden Gärten haben wir The Precints verlassen und die sehenswerte Innenstadt erkundet. Neben unzähligen Geschäften, die mehr oder weniger sinnvolle Dinge verkaufen, gibt es auch viele sehr schöne Cafés. Gegen Mittag sind wir schließlich Richtung Küste aufgebrochen. Kurz hinter Canterbury haben wir schon einen Zwischenstopp eingelegt, um das sehr kleine, aber sehr sehenswerte Städtchen Chilham zu besuchen. Von dort ging es nach Rye, wo wir die mittelalterliche Innenstadt bestaunt haben. Nach einem kleinen Mittagssnack gab’s noch ein Eis, bevor wir auf den Turm der St Mary Church gekraxelt sind. Der Aufstieg ist dabei sehr abenteuerlich – durch extrem enge Gänge und steile Treppen erreicht man das Dach der Kirche. Von dort hat man einen fantastischen Blick über Südostengland. Von Rye sind wir dann an Hastings vorbei entlang der Küste bis Beachy Head in der Nähe von Eastbourne gefahren. Hier kommt man bis auf wenige Meter an die sehr hohen weißen Kreideklippen heran. Unser Tagesziel Worthing haben wir gegen 19 Uhr erreicht. Dort haben wir uns in einem gemütlichen Bed & Breakfast direkt am Meer einquartiert. Auf Empfehlung der Hausherrin waren wir in der Fish Factory sehr gut essen, bevor wir den Abend in einem Pub ausklingen lassen haben.

3. Tag (22.05.2011):

Brighton Pier Nach einem Full English Breakfast ging es von Worthing ins ca. 15 km entfernte Brighton. Bei für England ordentlichem, aber sehr stürmischem Wetter haben wir den Pier des berühmten Seebads erlaufen. Danach sind wir in ein Café eingekehrt, um eine Pause zu machen. Nachdem wir genug vom doch etwas verblassten Charme Brightons gesehen hatten, haben wir uns auf den Weg nach Portsmouth gemacht. Direkt am Historic Dockyard haben wir etwa gegessen und wollten anschließend die HMS Victory besichtigen. Knapp 20 Pfund waren uns dann aber als Eintrittspreis ein bisschen viel, so dass wir stattdessen eine knapp einstündige Hafenrundfahrt gemacht haben. Dabei kommt man hauptsächlich an den im Hafen liegenden modernen Kriegsschiffen vorbei. Nach der Tour sind wir noch zur Victory gelaufen, um wenigstens ein paar Fotos von Lord Nelsons berühmtem Schiff zu machen. Über Southampton haben wir am Abend unser Tagesziel Salisbury erreicht. Nach dem Abendessen beim Italiener waren wir noch in einer extrem urigen Kneipe – dem New Inn.

4. Tag (23.05.2011):

Stonehenge Am letzten Tag des kurzen Trips durch Südengland ging es nach dem Frühstück zu den wohl berühmtesten Steinen Englands: Stonehenge. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass die Steine eingezäunt zwischen zwei Straßen stehen. In den 7,50 Pfund Eintritt ist ein Audio Guide enthalten, wobei man in einem Kreis um die Steine läuft. Dabei kommt man leider nicht näher als 30 Meter ran, was allerdings den Vorteil hat, dass man ein Foto ohne Menschenmassen machen kann. Nach einer Stunde saßen wir wieder im Auto auf dem Weg nach Gatwick. Kurz vorm Flughafen haben wir in Reigate etwas zu Mittag gegessen, bevor wir den Mietwagen abgegeben haben. Nach einem kurzen Flug waren wir pünktlich um 20 Uhr wieder in Deutschland.

New Zealand & Brisbane (10.02. – 07.03.2011)

1. Tag (10.02.2011):

Neuseeland wir kommen. Nachdem wir doch schon längere Zeit nicht mehr als eine Woche im Urlaub waren, sollte es heute für gut drei Wochen ans Ende der Welt gehen. Nach der Arbeit sind wir zum Düsseldorfer Flughafen gefahren, von wo wir mit Emirates über Dubai und Brisbane nach Auckland starten sollten. Mit einer guten Stunde Verspätung ging es auf die erste Etappe nach Dubai. Kurz nach dem Start hat uns der Pilot dank des starken Rückenwinds noch eine pünktliche Landung versprochen.

2. Tag (11.02.2011):

Das meiste der Verspätung hatten wir wieder herausgeholt, so dass wir uns in Terminal 3 des Flughafens nun vier Stunden die Zeit vertreiben durften. Nachdem wir die Duty Free Geschäfte erkundet hatten, haben wir etwas gefrühstückt (ab vier Stunden Aufenthalt lädt Emirates dazu ein). Um 10:35 Uhr Ortszeit sind wir dann auf einen unspektakulären Flug Richtung Brisbane gestartet.

3. Tag (12.02.2011):

Der Flug scheint ewig zu dauern. Nach ungefähr 24 Stunden Flug sind wir bei strahlendem Sonnenschein in Brisbane gelandet – das erste Mal nach dreieinhalb Jahren. Mehr als den Flughafen sollten wir aber nicht zu Gesicht bekommen – zwei Stunden später ging es auch schon wieder weiter nach Auckland. Dort sind wir gegen 15 Uhr gelandet und nach der Einreise ging es mit dem Bus in die Stadt zu unserem Hotel. Nach dem Checkin sind wir noch ein bisschen durch die Stadt gelaufen und nach einem kleinen Abendessen totmüde ins Bett gefallen.

4. Tag (13.02.2011):

Auckland Harbour Heute stand erst einmal ausschlafen auf dem Programm bevor wir ausgiebig frühstücken waren. Über die Queen St sind wir bis zum Hafen gelaufen, wo die MS Deutschland (DAS Traumschiff) am Kreuzfahrtterminal lag. Demnach sollte es wohl einige Deutsche mehr in der Stadt geben. Nach einen Drink im Hafen haben wir uns auf Erkundungstour durch die Stadt begeben. Von der Queen St sind wir durch die Vulcan Lane mit ihren vielen Pubs zur Universität gelaufen. Im angrenzenden Albert Park haben wir eine kurze Pause gemacht, bevor es am Civic Theatre vorbei zur Auckland Town Hall ging. Nach der ganzen Lauferei sind wir auf den Sky Tower hochgefahren, um uns die Stadt und die Bucht einmal von oben anzuschauen. Beim Italiener im Hafen haben wir den Abend dann ausklingen lassen.

5. Tag (14.02.2011):

Cape Reinga Lighthouse Auf in den Norden. Nachdem wir unseren Mietwagen bei Thrifty abgeholt hatten, sind wir Richtung Cape Reinga – der fast nördlichsten Stelle der Nordinsel – gestartet. Am Nachmittag haben wir nach 420 km Fahrt schließlich den berühmten Leuchtturm erreicht. Da es am Cape Reinga keine Unterkünfte gibt, mussten wir wieder ein ordentliches Stück zurück fahren. Das haben wir jedoch nicht ohne einen Stopp auf den gewaltigen Sanddünen des Ninety Mile Beach gemacht. Am späten Abend sind wir in Pahia an der Bay of Islands angekommen. Nach dem Abendessen sind wir doch etwas müde ins Bett gefallen.

6. Tag (15.02.2011):

Bay of Islands Obwohl wir eigentlich ein bisschen ausschlafen wollten, sind wir doch früh aufgestanden, um in der Bay of Islands eine Bootstour zu machen. Obwohl auf der Tour Delfine versprochen wurden, haben wir die Suche erst einmal aufgeben und sind zum Hole in the Rock gefahren. Nachdem wir das “weltberühmte” Loch im Felsen bestaunt hatten, haben wir auf der Rückfahrt dann endlich einen Schwarm Delfine entdeckt, die anschließend immer wieder ums Boot geschwommen sind. Gegen Mittag haben wir eine der vielen Inseln angesteuert. Wer ein bisschen masochistisch veranlagt war, konnte bei knapp 30 Grad in der Mittagssonne auf einen Hügel kraxeln. Wir haben da lieber den Schatten eines Baumes am Strand für einen Mittagssnack genutzt. Nach der Rückkehr haben wir Pahia verlassen und sind an Auckland vorbei auf die Coromandel Halbinsel gefahren. Übernachtet haben wir in Thames.

7. Tag (16.02.2011):

Hot Water Beach Nach dem Aufstehen ging es erstmal zum Supermarkt, wo wir ein paar Sachen fürs Frühstück eingekauft haben. Nach einem Picknick sind wir entlang der schönen Küstenstraße Richtung Coromandel gefahren. Dabei wurde das Wetter mit jedem Kilometer schlechter, so dass wir nach einem kurzen Stopp in Coromandel durch die Wolken auf die andere Seite der Halbinsel fahren mussten. Die Hoffnung auf besseres Wetter auf der Ostseite der Halbinsel wurde leider nicht erfüllt. So haben wir am Hot Water Beach, bei dem heißes Wasser direkt am Strand an die Oberfläche kommt, nur einen kurzen Zwischenstopp gemacht. Über Tauranga sind wir nach Rotorua am gleichnamigen See gefahren. Vor dem Abendessen haben wir noch ein paar Besorgungen im Supermarkt gemacht.

8. Tag (17.02.2011):

Rotorua Nach dem Aufstehen und Frühstück haben wir uns zum Lake Tarawera aufgemacht. Der See liegt am gleichnamigen Vulkan, der 1886 das letzte Mal ausgebrochen ist. Nach einem kurzen Spaziergang am See haben wir uns auf eine Wanderroute um den Blue Lake ganz in der Nähe begeben. Dort sind wir in knapp zwei Stunden einmal um den See gewandert. Ganz in der Nähe haben wir noch ein paar Redwood Trees bestaunt, die dort vor über hundert Jahren aus Kalifornien mitgebracht angepflanzt worden sind. Wieder in der Stadt sind wir in das sehr lohnenswerte Museum gegangen, in dem man einiges über den Vulkanausbruch und die Maorikultur erfährt. Wieder draußen sind wir entlang des Lake Rotorua spazierengegangen. folgt man dem Pfad kommt man immer wieder an heißen Quellen und rauchenden Schloten vorbei. Bevor wir den Tag beim Inder haben ausklingen lassen, sind wir noch ins Polynesian Spa gegangen und haben uns dort von den “Strapazen” der letzten Tage erholt.

9. Tag (18.02.2011):

Taupo Skydive Erste Station des Tages war heute Wai-O-Tapu, einem Thermalpark südlich von Rotorua. Auf dem Weg dorthin haben wir uns noch ein paar blubbernde Schlammtümpel angeschaut. Anschließend ging es mit jeder Menge anderen Touristen zum Lady Knox Geyser, der mit ein bisschen Hilfe durch ein Stück Seife jeden Morgen pünktlich um 10:15 Uhr ausbricht. Nach dem Spektakel haben wir uns auf Erkundungstour durch den Park gemacht. Neben Schlammtümpeln, Schwefelbergen und rauchenden Schloten gab es auch einen großen kochenden See (Champagne Pool) zu sehen. Gegen Mittag sind wir Richtung Taupo aufgebrochen. Die Stadt liegt am gleichnamigen, größten See Neuseelands. Nach dem Checkin im Motel sind wir schnurstracks zum Flughafen der Stadt gefahren. Dort wollte ich mich nach einen Skydive für den morgigen Tag erkunden. Wie es aber so sein sollte, saß ich nach einer kurzen Einweisung 30 Minuten später schon im Flugzeug. Nach knapp 20 Minuten waren wir auch schon auf unserer Absprunghöhe: 15.000 Fuß. In atemberaubenden 60 Sekunden ging es mit 200 km/h im freien Fall Richtung Erde, bevor der Fallschirm uns abgebremst hat. Nach einem kurzen Gleiten waren wir wieder am Boden. Ein wahnsinniges Erlebnis! Nachdem ich meine DVD vom Sprung erhalten habe, sind wir in die Stadt gefahren, um dort etwas zu essen. Nach der Stärkung sind wir noch ein wenig am See spazieren gegangen.

10. Tag (19.02.2011):

Mt Ngauruhoe Vulkane wir kommen. Am südlichen Ende des Lake Taupo befinden sich gleich drei Vulkane: Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu. Zuerst sind wir nach dem Frühstück jedoch entlang des Sees bis Turangi gefahren. Auf der Strecke kamen uns hunderte Läufer des jährlichen Great Lake Relay Laufs entgegen. Nach einem kurzen Stop in Turangi sind wir Richtung Süden über die Desert Road entlang der drei Vulkane gefahren. Leider waren alle drei fast komplett in Wolken gehüllt. Aber wir sollten nicht aufgeben. Also sind wir südlich des letzten Vulkans auf die andere Seite gewechselt und wieder Richtung Norden zum Skigebiet Whakapapa gefahren. Auch jetzt wollten die Wolken einfach nicht weichen. Also haben beschlossen, den Taranaki Falls Walking Track zu machen. Der ca. 6 km lange Rundweg führt zu den gleichnamigen Wasserfällen, bei denen der Wairere Stream über eine 20 m hohe Lavakante in die Tiefe stürzt. Unterwegs haben wir dann zumindest einen der Vulkane – Mt Ruapehu – praktisch wolkenlos gesehen. Mt Ngauruhoe – oder nach Herr der Ringe auch Mt Doom genannt – hat sich weiter in Wolken gehüllt. Nach der Wanderung sind wir zu unserer Unterkunft in Ohakune gefahren und haben in dem kleinen Skiort zu Abend gegessen.

11. Tag (20.02.2011):

Wellington Nach der Begegnung mit den Zeugen Jehowahs und einem Frühstück im Café Utopia (bestand kein Zusammenhang) wollten wir von Ohakune noch einmal zum Ruapehu hochfahren. Während jedoch unten strahlend blauer Himmel war, war der Berg in Wolken gehüllt. Also sind wir Richtung Westen nach Wanganui am Meer gefahren. Nachdem wir die nette Innenstadt erkundet hatten, sind wir zum letzten Ziel auf der Nordinsel aufgebrochen: Wellington. Bevor wir das Auto wieder abgegeben haben, sind wir noch auf den Mt Victoria hoch gefahren, um von dort einen wunderschönen Blick auf die Stadt und die Bucht zu genießen. Vor dem Abendessen auf der Cuba St haben wir die Innenstadt und die Waterfront ein wenig erkundet.

12. Tag (21.02.2011):

Wellington Cable Car Die Sonne lacht und wir machen uns auf den Weg Wellington zu erkunden. Nach dem Frühstück sind wir mit der Cable Car hoch zum botanischen Garten gefahren. Von dort hat man einer wunderschönen Blick auf die Innenstadt und die Bucht. Nachdem wir die Aussicht genossen hatten, sind wir zum Carter Observatory. Leider finden Live-Sterngucksessions nur samstagabends statt. Durch den botanischen Garten sind wir wieder zurück in die Stadt gegangen. Wieder in der Stadt haben wir uns in den Mittagstrubel rund um den Lambton Quay gestürzt. Nach einer Pause haben wir das Regierungsviertel mit dem Parlamentsgebäude (dem sogenannten Bienenkorb) und die Victoria University erlaufen. Von dort ging es an die Waterfront, wo wir bei kaffee eis ein Eis essen waren (was auch sonst). Weiter am Wasser entlang sind wir bis zum Strand von Wellington an der Oriental Parade gelaufen. Wieder zurück im Hotel haben wir uns frisch gemacht und waren bei einem sehr guten italienischen Restaurant (Scopa) essen.

13. Tag (22.02.2011):

Rainy Wellington Nachdem wir die letzten Tage strahlenden Sonnenschein hatten, hat uns heute leider das schöne Wetter verlassen. Also haben wir erst einmal ausgiebig bei Starbucks gefrühstückt. Anschließend sind wir zur Waterfront gelaufen und ins Museum Te Papa gegangen. Auf sechs Etagen wird hier im nationalen Museum Neuseelands die Geschichte des Landes sowie die Flora und Fauna gezeigt. Am frühen Nachmittag waren wir wieder draußen und sind in einem Food Court Mittagessen gewesen. Dabei haben wir von dem schweren Erdbeben in Christchurch gehört. Mal schauen, ob sich das auf unsere Reisepläne auswirkt. Da sich das Wetter nicht bessern wollte, waren wir Souvenirs und Klamotten kaufen. Am Abend haben wir unsere Sachen für den doch recht frühen Flug morgen nach Nelson gepackt.

14. Tag (23.02.2010):

Abel Tasman National Park Früh aufstehen stand auf dem Programm. Sehr früh sogar. Um 6:30 Uhr sind wir mit dem Taxi zum Flughafen gefahren und haben für den Flug nach Nelson eingecheckt. Leider war dieser fast 90 Minuten verspätet, so dass wir erst um 9:30 Uhr auf den kurzen Flug gestartet sind. Leider haben die Wolken die Sicht auf die Cook Strait und die Marlborough Sounds versperrt. Gegen 11 Uhr waren wir mit unserem Mietwagen bei bestem Wetter auf dem Weg Richtung Abel Tasman National Park. Über eine Schotterpiste haben wir uns zum Totaranui Strand gekämpft. Vom fast menschenleeren Strand sind wir durch einen Waldweg in die nächste wunderschöne Bucht (Goat Bay) gewandert. Am frühen Abend sind wir wieder aufgebrochen und über den recht steilen Takaka Pass in die Metropole Murchinson (knapp 1.000 Einwohner) gefahren.

15. Tag (24.02.2011):

West Coast In der Nähe von Murchinson liegt die Buller Schlucht, über die eine schmale Hängebrücke für Fußgänger führt. Auf der anderen Seite sind wir ein bisschen entlang der Schlucht und durch den Wald gewandert, bevor es wieder mit dem Auto nach Westport ging. Gegen Mittag hatten wie die Stadt an der Westküste (wo auch sonst) erreicht und nach einem Mittagssnack ging es weiter nach Süden. Vorher haben wir jedoch noch eine Seelöwenkolonie in der Nähe von Westport beobachtet. Auf dem Weg zur nächstgrößeren Stadt – Greymouth – liegt noch Punakaiki mit seinen berühmten Pancake Rocks und Blowholes. Außer einem Tankstopp in Greymouth haben wir bis Hokitika, wo wir am Abend angekommen sind, nicht mehr angehalten.

16. Tag (25.02.2011):

Franz Joseph Glacier Nach dem Frühstück im Motel sind wir in der Jade-Hauptstadt auf Schnäppchenjagd gegangen und natürlich auch fündig geworden. Anschließend sollte es eisig werden. Nach gut zwei Stunden Fahrt haben wir den Franz Josef Gletscher erreicht. Der gewaltige Gletscher reicht praktisch direkt bis an den Regenwald ran. Da am Gletscher das Wetter nicht so gut war, sind wir nicht direkt bis an den Gletscher gelaufen, sondern haben uns mit ein paar Fotos aus der Ferne begnügt. Aber wir hatten ja noch eine zweite Chance am Fox Gletscher. Bevor wir diesen jedoch angesteuert haben, sind wir am Lake Murchinson wandern gewesen. Diesmal sind wir bis direkt an den gewaltigen Rand des Gletschers gelaufen, den man in gut 20 Minuten vom Parkplatz erreichen kann. Leider waren die Spitze des Gletschers und die umliegenden Berge in Wolken gehüllt, so dass sich auch ein Flug über die Gletscher bis zum Mt Cook, dem höchsten Berg Neuseelands, nicht gelohnt hätte. Am frühen Abend haben wir unsere Unterkunft in Haast angesteuert. Nach dem Abendessen haben wir den wunderschönen Sonnenuntergang vom Strand bestaunt. Ebenso eindrucksvoll war dann nachts der ungetrübte Blick auf die Milchstraße mit ihren Millionen von Sternen.

17. Tag (26.02.2011):

Lake Wakatipu Heute haben wir die Westküste verlassen und sind über den Haast Pass vorbei an sehr schönen Wasserfällen und Gebirgsflüssen zum Lake Wanaka gefahren. Der Lake Wanaka sowie der Lake Hawea haben beide tiefblaues Wasser. In Wanaka haben wir eine Mittagspause eingelegt und sind dann über die Cardrona-Gebirgsstraße mit beeindruckenden Ausblicken unter anderem auf Queenstown in die historische Goldgräberstadt Arrowtown gefahren. Das recht hübsche Städtchen war am Samstagnachmittag ein wenig überlaufen und nach einem Eis haben wir die letzten Kilometer nach Queenstown zurückgelegt. Nach dem Checkin in unsere Unterkunft haben wir die überschaubare aber schöne Innenstadt von Queenstown erkundet. Am Abend waren wir beim Thai essen und anschließend in einem Irish Pub etwas trinken.

18. Tag (27.02.2011):

Queenstown Heute sollte ein ruhiger Tag werden – und das in der Stadt, wo das Bungy Jumping erfunden wurde und es jede nur erdenkliche Freizeitaktivität gibt. Als erstes sind wir mit der Gondola Skyline ungefähr 400 Meter hoch über Queenstown gefahren, um von dort einen fantastischen Blick auf die Stadt, den Lake Wakatipu und die umliegenden Berge zu genießen. Wieder in der Stadt gab’s einen Mittagssnack und anschließend ging es in diverse Souvenirgeschäfte. Vor dem Abendessen haben wir uns in unserer Unterkunft frisch gemacht und waren dann direkt am See Steaks essen.

19. Tag (28.02.2011):

Lake Tekapo Nach dem Checkout aus unserer Unterkunft haben wir den südlichsten Punkt unserer Reiseroute wieder verlassen. Zuvor haben wir uns aber noch bei Starbucks einen Coffee to go besorgt und etwas nördlich von Queenstown an DER Bungy Jumping-Brücke schlechthin gepicknickt. 1988 wurde hier an der Brücke das Bungy Dumping erstmals ausprobiert bzw. erfunden. Mit einer kurzen Pause an den ein paar Wasserfällen haben wir am Nachmittag den Lake Pukaki erreicht. Von hier sollte man den Mt Cook sowie den Mt Tasman sehen können. Leider waren beide wieder in Wolken gehüllt, so dass es wohl endgültig nichts aus dem berühmten Berg werden sollte. Weiter ging’s zum Lake Tekapo, wo wir zuerst zum Observatorium auf dem Mt John gefahren sind. Von oben hat man einen Rundumblick auf den See und die umliegenden Berge. Leider war es doch recht bewölkt und so haben sich die Berge nicht besonders gut im türkisfarbenene Wasser des Sees gespiegelt. Wieder unten haben wir die winzige Kirche mit herrlichem Blick auf den See besucht. Bis zu unserer Unterkunft in Fairlie waren es noch gut 40 km, so dass wir dort am Abend angekommen sind. Nachdem wir das Auto am Motel abgestellt hatten, waren wir im einzig geöffneten, aber deswegen wohl sehr gut besuchten Restaurant essen – der Old Library.

20. Tag (01.03.2011):

Flat White Letzter Tag in Neuseeland. Nach dem Aufstehen haben wir noch in Fairlie gefrühstückt und sind dann Richtung Christchurch gestartet. Wir hatten uns entschieden die Scenic Inland Route zu nehmen, die direkt entlang der Berge führt. Gegen Mittag waren wir im Peel Forest ein wenig wandern. Auf der Höhe des Mt Hutt wollten wir ins gleichnamige Skigebiet fahren, um von oben einen Blick auf die Canterbury Ebene zu bekommen. Leider ist die Straße fast 14 km lang und nicht geteert. Das war dann doch ein wenig zu viel für unseren kleinen Hyundai Getz. Stattdessen haben wir an der mächtigen Rakaia Schlucht gepicknickt. Von dort sind wir direkt zum Flughafen in Christchurch gefahren und haben in unser Hotel eingecheckt. Nach dem Checkin wollten wir ins Antartic Centre, welches wegen des Erdbebens leider geschlossen hatte. So haben wir unseren Mietwagen zurückgebracht und etwas am Flughafen gegessen. Danach sind wir früh schlafen gegangen – schließlich mussten wir um 3:45 Uhr wieder aufstehen. Gegen kurz vor 23 Uhr sind wir aber noch einmal wachgerüttelt worden – ein Nachbeben der Stärke 4,6.

21. Tag (02.03.2011):

Brisbane River Dank Zeitverschiebung waren wir fast zur gleich unmöglich frühen Zeit in Brisbane wie wir in Christchurch gestartet sind. Vom Flughafen sind wir mit dem Zug in die Stadt gefahren und haben unsere Rucksäcke bei unseren Unterkunft in South Brisbane abgegeben. Danach waren wir erst einmal in West End frühstücken, wo uns zuerst ein Wasser gebracht wurde. Sahen wir wirklich so geschafft aus? Gestärkt und hydriert sind wir bei tropisch, schwülem Wetter Richtung Innenstadt gelaufen und haben erkundet, was sich in den letzten drei Jahren so alles verändert hat. Kaum zu glauben, aber der unterirdische Busbahnhof war fertig und keine Baustelle mehr. In der Myer Mall auf der Queen St haben wir etwas zu Mittag gegessen. Anschließend haben wir den Nachmittag in South Bank verbracht und sind am Abend recht früh schlafen gegangen.

22. Tag (03.03.2011):

Brisbane CBD Ausschlafen und ein gutes australisches Frühstück. Damit hat der Tag schon einmal gut angefangen. Anschließend ging’s zu Fuß in die Stadt, wo wir die Geschäfte auf und um der Queen St erkundet haben. Gegen Mittag haben wir einen Spaziergang durch den Botanical Garden gemacht, wo noch einiges durch die Flut beschädigt war. Danach haben wir uns mit meinen Eltern getroffen, die ihre Australienrundreise in Brisbane beenden sollten. Gemeinsam sind haben wir etwas zu Mittag gegessen. Eigentlich wollten wir mit der Fähre zur University of Queensland fahren. Leider waren die meisten Anleger noch durch die Flug beschädigt, so dass wir den Bus genommen haben. Dort angekommen haben wir den Campus erkundet und Kaffee getrunken. Dort hat sich nicht viel geändert – lediglich ist das Unigelände um ein paar Gebäude gewachsen. Wieder zurück in der Stadt haben wir uns fürs Abendessen fertiggemacht. In einem gar nicht australischen Restaurant bzw. Bar, dem Belgium Café, haben wir Fish & Chips gegessen und dabei verschiedene belgische Biersorten ausprobiert. Als wir wieder gehen wollten, hatte es angefangen zu regnen, so dass wir ein Taxi zur unserer Unterkunft genommen haben.

23. Tag (04.03.2011):

Surfers Paradise Immer noch Regen. Die Regenzeit hat Brisbane voll im Griff. Nachdem wir gefrühstückt haben, haben wir beschlossen, ein Auto zu mieten und mit diesem ans Meer zu fahren. Nach gut einer Stunde waren wir schließlich in Surfers Paradise angekommen, wo es aufgehört hatte zu regnen. So waren wir ein bisschen am Strand, bevor wir etwas zu Mittag gegessen haben. Noch ein bisschen die Stadt erkundet und dann sind wir wieder Richtung Brisbane aufgebrochen. Für den Rückweg haben wir wegen eines Unfalls auf der Strecke fast doppelt so lange gebraucht und es gerade noch rechtzeitig zur Autovermietung geschafft. Noch ein bisschen Shoppen und dann sind wir zum West End gefahren, wo wir beim Inder zu Abend gegessen haben. Anschließend haben wir den Abend in der Archive Bar ausklingen lassen und uns von meinen Eltern verabschiedet, die am nächsten Morgen zurück nach Deutschland fliegen sollten.

24. Tag (05.03.2011):

Brisbane Botanical Gardens Während des Frühstücks im Three Monkeys Café hat es noch einmal kräftig geregnet, dann haben sich die dunklen Wolken ein bisschen verzogen. Vom Viertel South Bank sind wir bis zum Botanical Garden gelaufen. Von dort ging es durch die Stadt bis zum Fortitude Valley bzw. Chinatown. Zurück ging es entlang des Flusses über den Riverside Walk. Am Abend waren wir bei Nando’s essen und noch etwas auf der Boundary St trinken, bevor wir zurück zur Unterkunft gelaufen sind.

25. Tag (06.03.2011):

Lone Pine Koala Sanctuary Nach dem Pflichtprogrammpunkt Frühstück sind wir in die Stadt gelaufen und von dort mit dem Bus zum Lone Pine Koala Sanctuary gefahren. In dem Park gibt es, wie der Name schon sagt, hunderte Koalas verschiedener Altersklassen. Aber auch andere mehr oder weniger einheimische Tiere, wie Kängurus und Schafe gibt es zu beobachten oder auch zu streicheln. Am Nachmittag waren wir wieder in der Stadt und sind eine Station mit der CityCat (Fähre) Richtung Southbank gefahren. Am Abend waren wir auf der Queen St essen und haben anschließend unsere Rucksäcke bei der Unterkunft abgeholt. Von dort ging es mit dem Taxi Richtung Flughafen, wo wir feststellen mussten, dass unser Flug auf 4 Uhr morgens verspätet war. Natürlich geht in so einem Fall alles ganz schnell und wir waren innerhalb von 15 Minuten durch alle Kontrollen.

26. Tag (07.03.2011):

Nachdem sich das Terminalgebäude stark geleert hatte, war nur noch unser Flug auf der Anzeigetafel und um 3:30 Uhr hat das Boarding begonnen. Etwas verwundert waren wir, da sich nur gut 100 Leute am Gate eingefunden hatten. Waren die anderen etwa im Terminal verloren gegangen? Nach dem wir unsere Plätze am Notausgang eingenommen hatten, hieß es wenige Minuten später “Boarding completed”. Ein Blick nach vorne und hinten zeigte dann nur ganz vereinzelt Personen. So konnten wir es uns nach dem Abendessen bequem machen und auf einer Viererreihe in der Mitte bis Singapur schlafen. In Singapur angekommen hatten wir einen Teil der Verspätung wieder aufgeholt – dafür wurde der Flieger jetzt richtig voll, so dass wir wieder auf unsere angestammten Plätze mussten. Der Flug nach Dubai war recht unspektakulär. Dort mussten wir uns auch ein bisschen beeilen, weil wir nur 45 Minuten für den Wechsel des Fliegers Zeit hatten. Gegen 20 Uhr waren wir dann wieder in Düsseldorf und sind doch etwas müde ins Bett gegangen.