Uni & Toga-Party (20.02. – 26.02.2006)

Uni – Montag, 20. Februar 2006

Montag, 7:30 Uhr: Alle mussten früh raus, da die erste Veranstaltung (“Welcome for International Students”) schon um 8:45 Uhr begann. Die Veranstaltung war eigentlich ganz lustig, es wurden alle anwesenden Nationen vorgelesen, die dann jeweils aufstehen mussten. Außerdem wurde uns erklärt, dass die Australier manchmal ein wenig merkwürdig seien. Das sei aber ganz normal. We’re not wrong – we’re different.

Danach gab’s einen Morning Tea und Kuchen und wir sind dann in die Bibliothek zum Internetsurfen und Kurse auswählen gegangen.

Nach dem Lunch (die Mensa steigert sich ganz, ganz langsam) hatte ich noch 3 Stunden Veranstaltung von meiner Fakultät (BEL – Business, Economics und Law). Es wurde nichts Weltbewegendes gesagt, dafür gab’s wieder tausende Broschüren und Zettel zum Durchlesen.

Abends waren wir dann auf einer fast rein deutschen Privat-Party (bis auf zwei Australier).

Gammel-Tag – Dienstag, 21. Februar 2006

Der Dienstag war ein klassischer Gammel-Tag. Wir haben erstmal Frühstück/Mittagessen gehabt und sind dann zur Uni rüber, um dort ein wenig im Internet zu surfen. Außerdem haben wir versucht endlich einen ADSL-Anschluss zu beantragen, nachdem am morgen der Telekom-Mensch da war und die Telefonleitung funktioniert. Leider ist die Leitung im Computersystem noch nicht frei geschaltet, weswegen wir nur den Antrag auf ADSL abgegeben konnten. Das dauert hier scheinbar genauso lang wie in Deutschland. 😉

Abends haben wir endlich mal was Gescheites gekocht: Steaks. Danach noch ein bisschen Computer-Zocken, unseren All-in-one-Drucker in Betrieb nehmen und Hausregeln aufstellen.

Außerdem haben wir nun endgültig beschlossen, dass wir am Samstag ein Auto mieten und nach Byron Bay fahren, um mit den dortigen Haien das Surfspiel “Catch me, if you can” zu spielen.

Market Day – Mittwoch, 22. Februar 2006

Heute war etwas früheres Aufstehen angesagt, da wir um 11 Uhr an der Uni zum großen Market Day sein wollten. Beim Market Day stellen sich alle Clubs und Societies vor, bei denen man Mitglied werden kann. Es gibt insgesamt über 200 und sogar einen Skiclub. Nebenbei gab’s Live-Musik und dutzende BBQ, an denen man für 1 $ Würstchen kaufen konnte. Außerdem wurden wir mit Prospekten, Special Offers und Tüten zugeschüttet. Ich hab mich mal beim Tauch-Club über einen Schein informiert, der hier 395 $ kostet und ein Wochenende mit Lectures und Übungen im Pool beinhaltet sowie zwei Wochenenden Tauchen inkl. Ausrüstung. Erst danach kann man dann mit dem Uni-Tauch-Club auf Tour gehen (kostet pro Trip zwischen A$45 und A$200).

Nach dem Market Day bin ich dann noch bei unserem Real Estate Agent (Makler bzw. Hausverwalter) vorbei marschiert, da unsere Betten immer noch nicht geliefert wurden. Er war ganz “surprised”. Ich hab ihn dann überzeugt vorbeizukommen, um sich selbst davon zu überzeugen. Das hat er dann auch gemacht und will angeblich umgehend den zuständigen Lieferanten anrufen. We will see. Aber “No worries, mate” zählt jetzt auch nicht mehr.

Regatta HotelUm uns vom anstrengenden Tag zu erholen, sind wir zur Market Day Ausklang-Party im Regatta Hotel gefahren. Dort war recht viel los und der Laden wurde nicht mal um 1 Uhr geschlossen.

Toga-Party – Donnerstag, 23. Februar 2006

Heute war unser Lieblingsmakler da und hat uns fürchterlich wichtige Sachen wie Backblech, Salatschüsseln und Staubsauger gebracht. Aber immer noch keine Betten. Na ja, wir bleiben dran.

Am Nachmittag war ich noch an der Uni und hab festgestellt, dass wir unseren ADSL-Anschluss nächste Woche bekommen. Außerdem hab ich ein Konto bei der ANZ-Bank eröffnet.

Preps for the Toga PartyAm Abend stand dann die berüchtigte Toga-Party im RE auf dem Programm. Da angeblich alle mit Toga kämen, mussten wir uns was einfallen lassen und Tischdecken und Betttücher zweckentfremden. Wir sind dann so gegen 21 Uhr zum Bus aufgebrochen und an der Bushaltestelle standen schon drei weitere Römer.

Am RE angekommen, gab’s eine riesige Schlange (ungelogen locker 200 m lang). Gott sei Dank haben wir Tanya getroffen und konnten uns bei ihr einreihen. So mussten wir nur einen gute halbe Stunde warten bis wir endlich drin waren. I, Christian & Manuel Die Party war der absolute Höhepunkt mit Live-Band und praktisch jeder hatte eine Toga.

The Valley – Freitag, 24. Februar 2006

Heute Morgen sind sechs Bürostühle gekommen, aber leider weder Betten noch Schreibtische. Ansonsten war der Tag recht unspektakulär, wir waren an der Uni im Internet ein paar Sachen klären bzw. um uns für die letzten Kurse einzutragen.

Nach dem Abendessen sind wir dann ins Valley gefahren. Das Valley ist das Kneipen- bzw. Clubviertel der Stadt. Leider liegt es von uns aus genau auf der falschen Seite, ist aber freitag- und samstagabends recht gut mit dem Bus zu erreichen. Und mit dem Nachtbus kommt man sogar jede Stunde wieder bis fast vor die Haustür zurück. Im Valley selbst war der Teufel los und es gibt an jeder Ecke eine Kneipe/Bar/Club.

Betten sind da! – Samstag, 25. Februar 2006

Kurz nach dem Aufstehen gab’s die Überraschung schlechthin: unsere Betten wurden geliefert! Wir haben mal nachgebohrt von wann die Lieferung überhaupt war und sie ist tatsächlich vor unserem Einzug gemacht worden. Also keine Schuld für unseren Super-Makler. 😉

Den Nachmittag haben wir am Pool verbracht. Kurz vor Ladenschluss waren wir noch in unserem Lieblingssupermarkt “Coles” einkaufen. Lieblingssupermarkt nur deshalb, weil er so nah ist und wir ja kein Auto haben. 🙁 Wir haben dann zusammen zu Abend gegessen und uns fürs Valley fertig gemacht. Dort sind wir allerdings nicht lange geblieben, da wir ja am Sonntag zum Australia Zoo fahren wollten.

Australia Zoo – Sonntag, 26. Februar 2006

Our Rental CarHeute mussten wir mitten in der Nacht aufstehen, da wir um 9:15 Uhr schon am Bahnhof sein wollten, um ein Auto für unsere Fahrt zum Australia Zoo zu mieten. Wir haben uns für die Luxusklasse “Nissan Pulsar” entschieden, ein Tag inkl. Versicherung kostet runde 60 A$. Nachdem wir unseren Weg von der Autovermietung gefunden hatten, sind wir Richtung Sunshine Coast (Norden) aufgebrochen. Nach einer guten halben Stunde waren wir dann schon am vermeintlichen Australia Zoo. Leider haben wir uns wohl auf der Landkarte ein wenig verguckt – nein die Karte war natürlich Schuld – und mussten deshalb einen “kleinen” Umweg fahren. Irgendwann haben wir den Motorway 1 (Bruce Highway) gefunden und durften mit unglaublichen 110 km/h Richtung Norden fahren. Bevor wir am Zoo was essen mussten, sind wir noch bei McDonald’s eingekehrt.

Australia ZooKurz vor 13 Uhr sind wir endlich am Zoo angekommen – begrüsst durch ein typisch australisches “Have a ripper day!” (ripper = fantastic).

Schnell rein in den Australia Zoo, da um 13:30 Uhr die Krokodil-Fütterung stattfindet. Nach Bezahlen des Eintritts (31 A$ für Studenten) ging’s an Harriet (älteste Schildkröte der Welt) direkt zum Krokodil-Bereich. Crocodile Feeding In gut 20 Minuten wurden dann die beiden Krokodile gefüttert, leider nicht durch Steve persönlich.

Anschließend sind wir schnurstracks zu den Kängurus aufgebrochen, die in einem riesigen Gehege frei mit den Besuchern herumlaufen. So konnten wir sie natürlich auch streicheln und aus nächster Nähe fotografieren. I & the KangarooEbenso nah kommt man an die Koalas heran, die eigentlich von morgens bis abends faul an derselben Stelle rumsitzen und Eukalyptusblätter fressen.

Weitere Attraktionen des Parks ist das Tiger- und Elefantengehege sowie die Wombats, von denen einer gerade mit zwei Pflegerinnen Gassi gehen war.

I, Bea, Christian & ManuelAuf der Rückfahrt haben wir noch einen kleinen Schlenker zum Glasshouse Mountains Scenic Lookout hochgefahren. Ansonsten war der Rückweg ungefähr dreimal so schnell und halb so lang, da wir diesmal den direkten Weg nach Brisbane genommen haben. Kurz vor Schluss noch schnell den Wagen aufgetankt und beim Vermieter abgegeben.

New Stuff & Gold Coast (13.02. – 19.02.2006)

Am heutigen Montag haben wir endlich die Australierin erreicht, leider möchte sie das Zimmer nicht haben. Vermutlich ist es ihr wohl zu klein gewesen. Leider stehen wir jetzt immer noch ohne sechste Person dar und sind nicht viel weiter als letzte Woche. Aber wir werden die Anzeige auf der Uni-Webseite noch einmal optimieren und versuchen Zettel an der Uni auszuhängen.

Heute mussten wir auch zum Makler den Mietvertrag unterschreiben. Das Ganze hat uns erstmal eine Stunde gekostet, weil wir die acht Seiten Vertrag verstehen wollten und dann noch beim Makler Handzettel designed und ausgedruckt haben.

Dann sind wir zur Uni und haben die Zettel aufgehängt und die Anzeige im Web noch einmal aktualisiert.

Gegen Abend haben wir dann zum ersten Mal in unserer Wohnung gekocht.

Den Rest der Woche fasse ich mal zusammen, da nichts Besonderes passiert ist.

Unsere Küche wurde weiter vervollständigt (Mikrowelle und neuer Kühlschrank), einen DVD-Player haben wir erhalten sowie die heiß ersehnte Waschmaschine und der Trockner.

Außerdem haben wir seit Donnerstag eine neue Mitbewohnerin für unser letztes Zimmer: Laurie aus Kalifornien.

Am Freitagabend waren wir noch im RE, einer Studentenbar in Toowong. Leider haben wir wieder vergessen, dass die Aussie-Parties immer schon vor 18 Uhr anfangen und es dort nach 24 Uhr wie ausgestorben aussah. Deswegen und weil wir morgen zur Gold Coast fahren wollen, sind wir dann nach Hause gelaufen.

Samstag, irgendwann am späten Morgen: Nachdem wir nicht ganz so pünktlich wie erhofft aufgestanden sind, haben wir gegen 12 Uhr den Bus in die Stadt zum Bahnhof genommen, um von dort Richtung Gold Coast aufzubrechen. Um 13 Uhr haben wir einen Express-Zug erwischt, der allerdings für schlappe 60 km über eine Stunde braucht. Im Zug sind wir erstmal tiefgekühlt worden, um dann beim Aussteigen in Nerang einen Hitzeschock zu bekommen. Jetzt mussten wir nur noch mit dem bereitstehenden Bus 20 Minuten nach Surfers Paradise – dem Sunset Strip Australiens – fahren.

Dort angekommen haben wir erst zu Mittag gegessen und haben uns dann direkt an den breiten und ewig langen Sandstrand – natürlich in den Schatten – gelegt. Leider darf man nur zwischen den Rot-Weißen-Flaggen schwimmen, was schon ein bisschen komisch ist, wenn der Strand so lang ist und nur 100 m abgesichert sind. Dafür sind die Wellen der absolute Hammer – einfach nur riesig und perfekt zum Surfen.

Gegen 19 Uhr haben wir den Strand verlassen (es war auch schon stockfinster) und haben die Empfehlung des Reiseführers zum Abendessen aufgesucht: ein bayerisches Steakhouse. An dieser Stelle gibt es allerdings keine weiteren Details mehr dazu.

Um 22 Uhr sind wir dann wieder mit dem Bus zum Bahnhof zurück und haben den Express-Zug nach Brisbane genommen, wo wir gegen 0:30 Uhr angekommen sind.

Nach längerem Ausschlafen und einem Spät-Brekkie (Frühstück) am Sonntag sind wir mit der Fähre zur South Bank (dem innerstädtischen künstlichen Strand) gefahren und haben dort den Nachmittag verbracht.

Gegen Abend haben wir dann in der Stadt mit zwei weiteren Deutschen in einer Backpackers-Bar was gegessen und sind dann ganz brav zurück zum Haus gefahren, da ja morgen früh die Orientation Week beginnt.

Getting Started & Accommodation (06.02. – 12.02.2006)

Getting Started and Accommodation Session – Montag, 6. Februar 2006

Am Montag mussten wir ungewöhnlich früh aufstehen, da die Getting Started Veranstaltung an der UQ bereits um 9 Uhr morgens begann. Während der Session sind wir mit Karten, Orientation Guides und dutzenden weiteren Prospekten eingedeckt worden. Unter anderem wurden so wichtige Dinge erklärt, wie man eine 18+ Card bekommt, damit man abends nicht immer seinen Reisepass mitschleppen muss. Kontrolliert wird übrigens JEDER – manchmal reicht allerdings auch der deutsche Führerschein.

Direkt im Anschluss an die Getting Started Session gab’s die Accommodation Session – eine einstündige Veranstaltung, in der erklärt wird, wie man in Australien mietet und worauf man achten muss. Wir sollten uns aber nur zwei Sachen merken: Guck dir die Freaks, mit denen du zusammen ziehst, genau an und “You’ll never find the perfect place to live.”

Danach waren wir erstmal zum Lunch Pizza essen. Die ist zwar ganz gut, kostet aber selbst für Studenten 10 A$. Allgemein ist das Essen an der Uni deutlich teuer als in Deutschland – mit Getränk ist man immer bei 10-15 A$. Gestärkt sind wir dann in die Bibliothek gegangen, wo es auch die Studentenausweise gibt. Leider konnte meiner nicht erstellt werden, da ich noch keine Kurse belegt habe. Also erst an einen der öffentlichen PCs und Kurse auswählen. Unglücklicherweise muss man dann wieder 24 h warten bis der Studentenausweis erstellt werden kann. Allerdings kann man an den Computern auch ohne Studentenausweis die Uni-Webseite und damit die Wohnungsanzeigen durchsurfen. Also erstmal den Wohnungsmarkt sondieren und ein paar Leute bereits antexten.

Accommodation v2 – Dienstag, 7. Februar 2006

Der Dienstag stand ganz im Zeichen der Wohnungssuche: Wohnungen raussuchen, die Leute anrufen/-texten/-mailen. Das Angebot ist grundsätzlich nicht schlecht, aber es gibt immer wieder einen Haken. Nebenbei hab ich dann auch meinen Studentenausweis abholen können und darf somit auch im Web surfen und zum halben Preis mit Bussen und Fähren fahren.

Accommodation v3 – Mittwoch, 8. Februar 2006

Auch der Mittwoch sollte uns noch mit der Wohnungssuche beschäftigen; schließlich wollten wir möglichst schnell aus dem Hostel (ist auf Dauer doch ein bisschen teuer). Für den Nachmittag haben wir dann ein paar Wohnungsbesichtigungstermine ausgemacht, alle möglichst in der Gegend um die Uni in den Suburbs St. Lucia, Taringa, Indooroopilly und Toowong. Um 5 pm musste ich zum Sunny Coast Girl, die gerne Gitarre spielt. Leider war das Zimmer recht klein, obwohl man ein eigenes Bad hatte. Danach bin ich mit zur Wohnungsbesichtung von Manuel (dem Münchener) gegangen, wo wir mit der Kanadierin Karol zusammengestoßen sind, weil sie die gleiche Wohnung haben wollte. Beide waren aber nicht begeistert, bei einem Couple zu wohnen und so haben wir uns für den nächsten Tag in der Bibliothek der UQ verabredet, um vielleicht mal nach einem Haus für alle zu suchen. Abends war ich dann noch im Stadtteil Toowong bei zwei hard working students, die ein Zimmer in ihrem Queenslander (Haus auf Pfosten) vermieten wollten. Beide waren allerdings ein bisschen komisch drauf, so dass ich mich erstmal nur als potenzieller Interessent registrieren lassen habe.

Accommodation v4 – Donnerstag, 9. Februar 2006

Am vierten Tag der Wohnungssuche (Donnerstag) haben wir uns erstmal ein Auto für runde 50 A$ gemietet, damit wir mehr Besichtigungen machen konnten. Ich durfte fahren und der Fahrstil der Aussies ist extrem merkwürdig. Sehr rücksichtsvoll (es hupt praktisch nie einer), aber es wird grundsätzlich Vollgas gegeben – egal ob die nächste Ampel Rot oder Grün ist. Ach so, und sie fahren alle auf der wrong side. 😉

Da wir am Vorabend schon mal nach ein paar zu vermietenden Häusern gesucht hatten, konnten wir heute der Kanadierin das perfekte Haus präsentieren: ein frei stehendes Haus aus den 70er Jahren mit einer riesigen Veranda und einem Pool. Wir haben sofort den Makler angerufen und gefragt, ob es noch frei sei. Grundsätzlich ja, aber der Mietvertrag sollte 12 Monate sein. Er würde aber noch mal mit dem Vermieter sprechen, ob auch eine kürzere Dauer in Ordnung sei. Wir sind dann zum Haus in der Tenth Avenue gefahren, um es mal live anzuschauen. Das Haus selbst ist sehr groß (sechs Schlafzimmer, drei Badezimmer) und geht über zwei Etagen, besitzt einen Garten, die riesige Veranda und den besagten großen Pool. Wir waren sofort begeistert, allerdings ist das Haus bis auf die eingebaute Küche völlig leer gewesen. Auf Nachfrage, ob es noch möbliert werden würde, sagte der Makler: “Sure, it will be fully furnished”. Danach war klar, dass wir das Haus wollten. Wir haben dann ein Application Form ausgefüllt und mussten 1.800 A$ Miete im Voraus bezahlen. Offensichtlich ein übliches Verfahren in Australien. Der Vermieter “sammelt” erst Application Forms und kann sich dann einen Mieter aussuchen, der dann mieten muss (ansonsten verliert er die 2-Wochen-Vorausmiete). Frühester Einzugstermin wäre dann Samstag, wenn die Wohnung auch möbliert sein soll.

So wie es also aussieht werden wir Samstag in unser neues Domizil in der Tenth Avenue in St. Lucia – nur 700 m von der Uni entfernt – einziehen. Allerdings fehlt uns noch eine sechste Person. Bislang sind wir zwei Deutsche, ein Luxemburger, zwei Kanadierinnen und eine tbd.

Um die sechste Person zu finden, haben wir auf der Uni-Webseite eine Anzeige aufgegeben, in der wir eine native speakerin suchen.

Freitag, 10. Februar 2006

Heute mussten wir innerhalb des Hostels umziehen, was uns den ganzen Morgen gekostet hat (ist ne ganz lange Geschichte). Nachmittags waren wir noch in der Stadt und danach wieder im Hostel, wo ich die Berichte dieser Woche geschrieben hab.

Es haben sich übrigens bisher vier Leute für die Wohnung gemeldet, die uns am Samstag besuchen werden. Mal schauen, ob jemand das letzte Zimmer nimmt.

Samstag, 11. Februar 2006

Wir haben die erste Nacht im neuen Haus verbracht. Endlich keine winzigen Jugendherbergszimmer mehr und vor allem ein Pool im Garten!

Da wir so “plötzlich” eingezogen sind, fehlen noch jede Menge Sachen. Einzig die Küche ist eingebaut und ein uralter Kühlschrank (der allerdings 5 cm zu hoch für die Küche ist) ist geliefert worden. Ansonsten haben wir noch zwei Betten und 5 Matratzen sowie einen Fernseher und zwei Couch-Garnituren bekommen. Zumindest lässt sich damit schon mal leben und wie sagt der Aussie immer: “No worries, mate”.

Nebenbei hatten wir den Tag über “Bewerber” für unser letztes Zimmer da. Insgesamt vier, zuerst eine völlig desinteressierte Amerikanerin, dann eine Australierin und eine Kanadierin, die am liebsten sofort einziehen wollte und zu guter Letzt noch eine Amerikanerin aus Orange County (-> OC California). Allen haben wir natürlich brav mitgeteilt, dass wir uns melden wollten, besonders gefallen hat uns aber eigentlich nur die Australierin.

Sonntag, 12. Februar 2006

Der Sonntag war völlig unspektakulär. Wir haben die Gegend erkundet und natürlich den Pool ausgiebig getestet. Außerdem waren wir einkaufen. Die Geschäfte haben nämlich netterweise auch sonntags geöffnet, allerdings nur bis 17:30 Uhr (an allen anderen Tagen übrigens auch – Supermärkte ausgenommen). Zusätzlich haben wir noch vergeblich versucht, die Australierin vom gestrigen Besuchstermin anzurufen, um sie zu fragen, ob sie einziehen wolle. Gegen Abend kamen dann noch zwei Frauen vom Myer Kaufhaus und haben jede Menge Küchenzeugs gebracht – sogar einen Reiskocher.

Brisbane (31.01. – 05.02.2006)

Nach über 16 Stunden Flug und Stopp in Singapur bin ich endlich in Brisbane angekommen. Emirates hatte wie bei üblich mal wieder Verspätung, diesmal war’s angeblich der Gegenwind… Ansonsten war der Bord-Service sehr gut. Es fing nach dem Start mit einem Frühstück an und über Lunch, Refreshment, Dinner gab’s kurz vor der Landung noch mal ein Frühstück. Die Einreise hat dann ein wenig länger gedauert, weil drei Maschinen gleichzeitig angekommen sind und die Australier irgendwie völlig überlastet wirkten. Dafür gab’s keinerlei Probleme beim Zoll. 😉

Nachdem ich dann endlich in der Ankunftshalle angekommen war, wartet auch schon ein älterer Herr mit einem Schild auf mich (ich hatte bequemerweise den Uni-Abholservice bestellt), der die Verspätung überhaupt nicht schlimm fand. Die Fahrt hat trotz Rush-Hour nur gut 20 Minuten gedauert und schon war ich an meiner Unterkunft, dem Bunk Brisbane angekommen und eingecheckt. Leider war die Klimaanlage defekt (ist inzwischen aber Gott sei Dank wieder repariert). Dann bin ich noch kurz in die Stadt gegangen und am Nachmittag bereits um 17 Uhr ins Bett gegangen und hab direkt bis 9 Uhr am nächsten Tag durchgeschlafen.

Am Dienstag war ich dann etwas intensiver die Stadt erkunden. Man hat den Eindruck alle versuchen, so wenig wie möglich durch die Sonne zu gehen (ist auch mit 35 Grad aber auch nicht gerade kalt). Anschließend habe ich am Nachmittag eine australische Pre-Paid-Karte von ‘yes Optus’ gekauft mit $370 Guthaben gekauft (gekostet hat’s allerdings nur $80…). Falls jemand mal richtig Geld ausgeben will, die Telefonnummer lautet +61 4 23078858.

Am Abend kam in die Jugendherberge das Fernsehen und zwar BBC, da sie eine Doku drehen wollen. Die erscheint dann bestimmt auch mal irgendwann bei Kabel Eins “Die Reportage”. Ach so, dabei gibt’s Free-Bier, wenn ich die Durchsage richtig verstanden hab. 😉

Der Freitagmorgen verlief eigentlich unspektakulär. Kurz vor Mittag sind dann die beiden Study Abroad Leute Christian und Manuel aus Luxemburg bzw. München angekommen. Mit beiden bin ich dann in die Stadt etwas essen gegangen und wir haben uns passende Schuhe (Flip-Flops ;-)) gekauft. Abends sind wir dann im Hostel bzw. im angeschlossenen Club auf die Freitagabend-Party gegangen…

Nach der Party gestern wurden wir heute Morgen erstmal unsanft durch eine Durchsage geweckt (es würde der Fahrer eines Toyota Corolla gesucht). Danach sind wir gegen Mittag Richtung Stadt aufgebrochen und haben dort in einem der Food Courts etwas zum Frühstück (na ja wohl eher Mittag) gegessen. Eigentlich wollten wir dann zur Uni fahren, allerdings haben wir im unterirdischen Busbahnhof unter der Einkaufsmeile trotz langer Sucherei nicht den richtigen Bus genommen. Stattdessen haben wir dann den Brisbane River überquert und sind von Southbank mit dem Bus bis zum West End Ferry Terminal gefahren. Von dort sind es mit der CityCat (der auf dem Fluss verkehrenden Fähren) nur noch gut drei Minuten bis zum Uni-eigenen Anlegeplatz.

Das Gelände der UQ ist riesig groß und Schwimmbad und Fitnessbereich waren trotz oder gerade weil es Samstag war recht bevölkert. Wir haben dann schon mal das Student Support Service Centre gesucht, damit wir es am Montag auch um sharp 9 AM erreichen. Anschließend haben wir uns noch den Great Court angeschaut und sind dann zurück zum Fähranleger gelaufen. Mit der Fähre sind wir dann wieder fast bis zur Jugendherberge zurückgefahren. Die Dinger sind übrigens verdammt schnell, wenn sie nicht andauernd irgendwo anhalten würden.

Eigentlich wollten wir jetzt noch für die Pool-Party heute Abend einkaufen gehen, allerdings machen die meisten Supermärkte samstags gegen 5 PM zu. Im Hostel meinte man dann wir sollten es doch einmal in Chinatown probieren (direkt um die Ecke). Tatsächlich gab es da noch einen geöffneten Bottle Shop… Allerdings sind die Preise für Alkohol in Australien unglaublich. Ein Six-Pack-Bier XXXX (das lokale Bier) kostet sage und schreibe 12 Dollar!!! Ich weiß nicht, ob die Finnland Konkurrenz machen wollen oder ob es nur in dem Laden so teuer ist. Na ja, wir werden das mal nachher auf der Party ansprechen.

Im Hostel sind wir dann noch mal schnell unter die Dusche (eigentlich kann man da bei dem Wetter die ganze Zeit drunter) und dann mit dem Bus ins Studentenviertel zur Pool-Party von Patrizia (eine Deutsche aus Bremen). Das Haus ist typisch für die Gegend, insgesamt vier Leute wohnen da drin und es hat eine große Terrasse und natürlich den obligatorischen Pool. Wir haben uns dann mit den Aussies über Wohnungen, das Studentenleben, die deutsche Sprache, Bierpreise (70% Steuern erklärt einiges, macht’s aber überall teuer) und den World Cup unterhalten. Wir mussten uns anhören, dass wir eine viel zu leichte Gruppe hätten. Ok, Australien und Brasilien in einer Gruppe wird vielleicht ein bisschen schwieriger als Deutschland und Costa Rica… Na ja egal, wenn Australien im Endspiel gegen Deutschland antritt. 😉 Da der Garten für Fußball zu klein war, mussten wir beim Billard gegen Down Under antreten und selbstverständlich hat Deutschland gewonnen. 😉 Danach ging’s dann endlich in den Pool, der vielleicht 2 Grad kälter als die Umgebungstemperatur war (also so 28 Grad…). Während wir im Pool waren ist es dann auch passiert: es hat kurz geregnet. Der Australier meinte das wäre eher ein “spitting”… Hoffentlich stellt das keinen grundlegenden Wetterwechsel dar… Eigentlich wollten wir dann gemeinsam Richtung Valley (der Party-Meile – auch neben dem Hostel) aufbrechen, aber es gibt anscheinend wieder eine Aussie-Kuriosität: Nach 3 Uhr morgens kommt man in keinen Club mehr. Das heißt nicht, dass die dann alle um kurz nach 3 zu machen; man muss sich quasi nur vorher auf einen festlegen. Kommentar der Aussies: It’s the law! 😉 Also sind wir alleine mit einem Taxi zum Hostel zurückgefahren (sehr billig!!) und – oh Wunder – in den angeschlossenen Club kommt man als Gast des Hostels dann noch rein. 🙂 Dort sind wir dann noch bis Punkt 5 Uhr geblieben. Auf die Sekunde genau macht der DJ die Musik aus und das Licht an – unfassbar, aber wahrscheinlich gibt’s wieder ein Gesetz. Ach so, wer dann auch nicht direkt geht, muss eine Strafe von 1875 Dollar bezahlen. It’s the law! Also besser nicht diskutieren, der Laden war dann auch innerhalb von zwei Minuten leer und draußen wurde es ja auch schon hell…

Nach dem gestrigen Abend bzw. Nacht sind wir heute naturgemäß erst gegen Mittag aufgestanden, um zum Frühstück mit dem sonntäglichen Free-BBQ im Hostel zu beginnen. Der DJ von gestern Abend tauchte dann auch wie versprochen wieder auf, um ab vier Uhr wieder aufzulegen. Anschließend sind wir mit der Ferry nach Southbank gefahren und haben uns dort an den Strand gelegt. Southbank ist ein künstlicher Strand direkt auf der anderen Seite des Brisbane Rivers, direkt gegenüber des Central Business Districts.

Als es fast dunkel war sind wir mit der Ferry rüber in die Innenstadt gefahren und von dort dann mit dem Bus bis Chinatown, wo wir beim Chinesen essen waren.

Heute wird’s wohl nicht so spät bzw. früh werden, schließlich müssen wir morgen um sharp 9 AM an der Uni sein und die Fähre braucht wohl ihre 20 Minuten bis dahin.