Surfers Paradise & Byron Bay (28.09. – 30.09.2006)

Zuerst einmal der Plan: Nachdem Sven (der vom letzten Trip ;-)) gestern mit zwei weiteren Deutschen (Björn und Sina) in Brisbane angekommen ist, haben wir zusammen die Stadt ein bisschen erkundet und waren abends bei der Student’s Night im Fridays (trotz Mittwoch). Einen Tag später, am Donnerstagmorgen sollte dann Guido und Jacky aus Sydney zu uns stoßen und einen zweiten Mietwagen mitbringen, mit dem wir dann Richtung Surfers Paradise und Byron Bay aufbrechen sollten. Soweit der Plan…

1. Tag

Surfers ParadiseGestern war es im Fridays wohl doch etwas später geworden, so dass Guido und Jacky plötzlich in meinem Zimmer standen und uns unsanft geweckt haben. Die beiden haben dann beschlossen, uns erstmal in Ruhe aufstehen zu lassen und sind noch mal in die City. Wir haben uns in der Zeit fertig gemacht und in der German Bakery Sachen fürs Frühstück geholt (ok nix besonderes für unsere gerade aus Deutschland Gekommenen). Gegen 12 Uhr sind wir dann schließlich mit zwei Wagen aufgebrochen, natürlich nicht, ohne vorher Halt an der schönsten, besten und tollsten Uni der Welt zu machen (bevor Guido fragt: nein, wir waren nicht in Sydney ;-)).

Unser erster Zwischenstopp war Surfers Paradise, wo wir erstmal auf den “tallest residential tower in the world” gefahren sind. Der sog. Q1 mit seinen 322m überragt ganz Surfers Paradise und man hat einen gigantischen Blick vom Aussichtsdeck. Danach ging’s kurz zum Strand und bevor es dunkel wurde, sind wir weiter nach Coolangatta gefahren, um dort den Sonnenuntergang zu genießen. Durch Coolangatta verläuft dann auch die Grenze zu New South Wales. Nachdem obligatorischen Grenzfoto sind wir dann über den Pacific Highway Richtung Byron Bay gefahren. Dort angekommen haben wir uns erstmal im Cape Byron YHA niedergelassen und waren in der Stadt etwas essen.

2. Tag

Byron Bay LighthouseHeute Morgen mussten wir pünktlich aufstehen, da wir einen Dolphin Kayaking-Trip gebucht hatten. Also ab zum Strand und nach kurzer Einweisung durften wir in unseren Zweier-Kayaks raus aufs Meer. Nach kurzer Ruderei haben wir dann auch schon das erste Highlight gesehen: eine riesige Meeresschildkröte. Unser Guide hat angeblich auch einen Wal in der Ferne gesehen, aber dafür sind wir wohl zu blind gewesen. Dann mussten wir etwas länger warten bis endlich der erste, nein direkt ein ganzes Rudel von Delfinen aufgetaucht ist. Sehr cool, die Delfine waren nur gute 10m von unseren Kayaks entfernt.

Am Nachmittag hat der Rest beschlossen, auf eine Whale Watching Tour zu gehen. Da ich schon eine in Hervey Bay gemacht habe, habe ich mir die $70 gespart und bin zum weltberühmten Leuchtturm von Byron Bay hochgekraxelt. Der Leuchtturm markiert nämlich den östlichsten Punkt des australischen Festlandes (“The Most Easterly Point of the Australian Mainland”). Von dort konnte ich dann in der Ferne einige Wale und Delfine beobachten. Anschließend war ich noch kurz am Strand und dann wurde es auch schon dunkel und die Whale Watcher kamen zurück.

3. Tag

NimbinLetzter Tag in Byron Bay und wir sind nach dem Auschecken aus dem Hostel erstmal zum Strand gefahren, um dort das super Wetter und die perfekten Wellen zu genießen. Gegen Mittag haben wir noch etwas in der Stadt gegessen und sind dann ins australienberühmte Nimbin gefahren. Der kleine Ort ist Pilgerstätte für alle Aussteiger und sogar der Handel mit Marihuana ist hier erlaubt (na gut sagen wir toleriert). Aufgrund einiger zeitlicher Einschränkungen mussten wir dort nach 20 Minuten schon wieder weg. Diesmal Richtung Ballina, wo der Airport von Byron Bay gelegen ist. Leider hat unser Navisystem (TomTom) offensichtlich ein wenig zu viel in Nimbin geraucht und wollte uns durch die tiefste Pampa schicken. So mussten wir doch wieder mit Karten und Straßenschildern zum Mini-Airport navigieren. Nach der Punktlandung um 16 Uhr (16:30 Uhr ging der Flieger) sind Guido, Jacky und Sven dann eingecheckt und ich musste dann ganz alleine (oooooh) nach Brisbane zurückfahren.

Melbourne – Kangaroo Island – Adelaide (16.09. – 25.09.2006)

1. Tag

Melbourne @ NightAm heutigen Samstag sollte es um 20 Uhr von Brisbane Richtung Melbourne gehen. Um kurz vor Sieben war ich dann endlich mit dem Packen fertig. Allerdings hatte ich keine Zeit mehr den Zug zu nehmen, also eben ein Taxi rufen. Da es in Brisbane geregnet hatte, war natürlich auf die Schnelle scheinbar kein Taxi zu bekommen. 🙁 Schließlich bin ich aber doch noch halbwegs rechtzeitig losgekommen. Der Taxifahrer (Yellow Cabs) war allerdings ein völliger Vollpfosten: die erste Frage nach dem Wohin es denn gehen sollte, war “Wie komme ich den da hin?”. Hallo?! Taxifahrer und nicht wissen wie es zum Flughafen geht?! Da er sich nicht davon überzeugen ließ, dass er so was aber wissen müsste, musste ich ihm den Weg erklären. Natürlich meinte er dann kurz vor der Abfahrt zum Flughafen, jemanden überholen zu müssen und hat es irgendwie dann nicht mehr geschafft die Abfahrt zu nehmen. Also weiter bis zur nächsten und wenden. Letzteres musste ich ihm erklären, dass man auf der anderen Seite wieder in die entgegengesetzte Richtung auffahren könne. Um kurz nach halb Acht war ich dann am Flughafen und er wollte dann den vollen Fahrpreis inkl. Umweg haben. Bevor ich explodieren konnte, ist er dann aber doch deutlich runtergegangen. Bei VirginBlue war keine Schlange mehr und ich war der letzte der eingecheckt ist (komisch). Der Flug selbst war dann recht unspektakulär und um 22:15 war ich dann in Melbourne. Vom Flughafen hab ich dann den Shuttlebus nach Melbourne genommen und bin direkt zum Hostel gegangen, um meine Sachen dort abzustellen. Anschließend ging’s direkt in die Lounge, wo Atik, Guido und Sven schon sehnsüchtig 😉 auf mich gewartet hatten.

2. Tag

Sven, Guido, Atik & IHeute Morgen sind wir vorabendlich bedingt etwas später aufgestanden und haben uns erstmal auf die Suche nach einem Cafe mit All-Day-Brekkie gemacht. Anschließend waren wir auf den Melbourne Markets holländische Minipfannkuchen essen. Damit wir unseren weiteren Urlaub überhaupt finanzieren konnten, sind wir auf ins größte Casino Australiens. Jeder von uns hat dann beim Roulette $5 setzten dürfen und unsere Strategie immer auf vier Zahlen zu setzen ist dann auch aufgegangen. Melbourne @ Dawn Aus den anfänglichen $20 haben wir dann unglaubliche $50 gemacht. Damit haben wir leider vergeblich versucht, ein luxuriöses Abendessen in Little Italy zu bekommen – am Ende war dann nur Pizza drin. 😉

3. Tag

Die erste Aktion des Tages nach dem Auschecken aus dem Hostel war unseren 4WD bei Europcar abzuholen. Bekommen haben wir einen Subaru Forester, natürlich mit Queenslander Nummernschild – allerdings ohne Registration. Auf Nachfrage meinte Europcar, dass man die in Queensland nicht bräuchte (komisch hier haben alle Autos eine) und “if there’s any drama just give us a call”.

Our Subaru ForesterAls erstes hieß es aus der Stadt raus kommen bevor wir in Geelong (ca. 80 km von Melbourne) dann endlich unser langersehntes Frühstück bekommen haben: zwei gewaltige Pancakes, die nicht aufzukriegen waren. Gestärkt ging’s dann auf die Great Ocean Road, auf der wir natürlich einige Lookouts mitgenommen haben. Am Nachmittag haben wir uns dann auf halber Strecke in Apollo Bay gestärkt bevor wir schließlich bei der leider verregneten Hauptattraktion, den Twelve Apostels angekommen sind. Dort haben wir uns erst gar nicht lange aufgehalten, sondern sind weiter bis in die Metropole 😉 Warrnambool am Ende der Great Ocean Road gefahren, um dort im einzigen Backpackers zu übernachten. Die Suche nach einem schönen Platz fürs Abendessen gestaltete sich etwas schwieriger, aber schließlich haben wir einen sehr guten Mexikaner gefunden.

4. Tag

KangarooSchwere Entscheidung am frühen Morgen: Fahren wir weiter entlang der Küste oder nehmen wir die Inlandstrecke? Wir haben uns letztendlich für die Inlandstrecke entschieden und sind Richtung Halls Gap (kennt kein Schwein) gefahren. Im dortigen Grampians National Park gibt es einige sehr schöne Lookouts über die gesamte Gebirgskette und die umliegenden Ebenen. Leider hat im Januar 2006 ein Buschfeuer fast den gesamten Nationalpark zerstört, so dass viele Bäume ein wenig schwarz waren. Wir haben dann beschlossen, weiter nach Horsham (kennt erst recht kein Schwein) zu fahren. Auf dem Weg dorthin hat Sven dann auch sein allererstes Känguru gesehen und hat direkt die Maßstäbe höher gesetzt: er wolle als nächstes einen Koalabär sehen. Mmmmh, das könnte schwieriger werden. Gegen 19 Uhr waren wir dann auch in Horsham und haben ein Zimmer im Hotel Royale genommen. Eigentlich war es kein einzelnes Zimmer, sondern mehr ein riesiges Apartment mit Bad, Küche, Wohnraum und zwei Schlafzimmern.

5. Tag

Heute mussten wir irgendwann oder genauer am Nachmittag am Flughafen von Adelaide sein, um Atik dort abzusetzen. Da es bis Adelaide noch über 400 km waren, mussten wir mal ein wenig fahren. Den ersten Stopp haben wir dann in Bordertown (wo liegt wohl der Ort) gemacht, der das Zentrum des weißen Kängurus ist. Im Visitor Centre wollten wir nach weiteren Attraktionen fragen, allerdings gibt es in Bordertown anscheinend nur das weiße Känguru. Nebenbei hat uns die nette Dame drauf aufmerksam gemacht, dass wir doch unsere Uhren um eine halbe Stunde zurückstellen müssten – wir seien jetzt in South Australia. HahndorfImmerhin hat sie uns mit jeder Menge Karten und Prospekten versorgt und gesagt, wir müssten unbedingt nach Murray Bridge und nach Hahndorf, der ersten deutschen Siedlung in Australien. Gesagt getan, Murray Bridge schnell abgehakt und ab nach Hahndorf. Lauter deutsche Flaggen, Geschäfte mit Birkenstock-Sandalen und angeblich auch deutsches Essen. Das Problem war nur, dass wir zur falschen Zeit am richtigen Ort waren. Um 16 Uhr gäbe es nur ein leichtes Menü und kein deftiges deutsches (= bayerisches) Essen. Wenigstens konnten wir dann Bratwurst mit Kartoffelsalat essen.

Danach mussten wir leider Atik am Flughafen absetzen und waren fortan nur noch zu dritt. Wir sind dann noch bis Victor Harbour auf der Fleurieu Peninsula gefahren, damit wir am kommenden Morgen nicht so lange bis zur Fähre brauchten. Leider waren die Millionen von Backpacker-Hostels aus dem Lonely Planet alle verschwunden und wir mussten für unglaubliche $35 pro Person ins Motel ziehen.

6. Tag

Wir brauchten uns diesen Morgen mal nicht beeilen, da unsere Fähre nach Kangaroo Island (K.I.) erst um 13 Uhr ging. Also noch mal Victor Harbour und die Horsedrawn Tram bei Tageslicht anschauen und dann langsam Richtung Cape Jervis bzw. dem Fährhafen für K.I. Bei der Fährüberfahrt stellt man auch gleich einen Weltrekord auf: Gemessen an der Zeit (gute 30 Minuten) ist es mit $400 für ein Auto und drei Personen die teuerste Fährüberfahrt der Welt. Auf K.I. angekommen sind wir erst mal ins Visitor Centre und haben uns mit Infos über die Insel eingedeckt. Gudio, I and SvenAls erstes stand die Seal Bay auf dem Programm. Dort liegen dutzende Seelöwen faul auf dem Strand und sonnen sich. Da es dann schon dämmerte haben wir uns recht zügig, um kein Känguru auf den Kühlergrill unseres Subarus zu bekommen, auf den Weg Richtung Flinders Chase Farm gemacht, wo wir übernachten wollten. Schlauerweise haben wir vorher noch bei dem einzigen “Einkaufsladen” der Gegend angehalten und uns ein paar Würstchen fürs Abendessen gekauft. So konnten wir Nudeln mit gegrillten Würstchen essen. Nach uns ist dann noch Adventure Tours (die sollten wir noch öfters sehen bzw. überholen) eingetroffen und hat ein Lagerfeuer gemacht. Außerdem durften wir an deren Nachtwanderung teilnehmen und konnten so unzählige Kängurus, Wallabys und Possums sehen.

7. Tag

The RemarkablesEin anstrengender Tag lag vor uns. Schließlich wollte der Westteil der Insel erkundet werden. Nach dem ausgiebigen Frühstück (= gar nix) haben wir uns mit dem Subaru auf den Weg zu den Remarkable Rocks gemacht. Dabei handelt es sich um etwas seltsam angeordnete Felsbrocken an der Südküste der Insel. Anschließend ging es zum Admirals Arch, einem natürlichen Felsbogen. Unter dem Felsbogen lagen dann auch wieder jede Menge Seelöwen. Am Admirals Arch war es übrigens so windig, dass man sich ohne umzufallen gegen den Wind nach vorne lehnen konnte – hammerhart. Hier haben wir dann auch wieder die Truppe von Adventure Tours eingeholt, die auch schon die Remarkable Rocks und den Admirals Arch gesehen hatten, aber um 6 Uhr aufstehen mussten. Naja, dafür hatten sie ein Frühstück. Wir aber 3 Stunden mehr Schlaf. 😉

KoalaAls nächstes stand ein bisschen Hiking auf dem Programm. Und zwar zur Snake Lagoon. Der Weg war eher das Ziel, denn in der Bucht am Ende des Weges herrschte eine Art Sandsturm, so dass wir direkt wieder umgekehrt sind. Am Auto wieder angekommen sind wir noch ungefähr zehn Kilometer raus zur West Bay über eine top ausgebaute Schotterpiste gefahren.

Nun stand ein Highlight vor uns: der Koala Walk. In den Eukalyptus-Bäumen saßen bei genauerem Hinsehen jede Menge völlig regungsloser Koalabären. Somit hat Sven endlich auch seinen Koala gesehen. 😉

PelicanDa wir am Abend noch in Kingscote ankommen wollten, haben wir uns nach einem kleinen Abstecher zur Hanson Bay (Mmmbop) auf den Weg Richtung Kingscote gemacht. Die Stadt ist nicht nur die größte Siedlung auf der Insel, sondern auch die älteste in South Australia und allabendlich findet dort ein besonderes Spektakel statt: die Pelikanfütterung. Die nicht ganz kleinen Vögel werden dabei von hunderten Seemöwen umlagert und jedes der Tiere versucht möglichst viel abzubekommen, was zu einem heillosen Chaos führt. Besonders lustig ist es, wenn die Pelikane versuchen nach dem Futter zu tauchen, was natürlich nicht geht, da Pelikane aufgrund ihrer “Bauweise” überhaupt nicht tauchen können.

Nach der Fütterung haben wir uns auf die Suche nach dem einzigen Backpackers im Ort gemacht und dort angekommen, festgestellt, dass wir die einzigen Gäste sind. Schnell geduscht und umgezogen sind wir dann zum Ozon Hotel gegangen und haben erstmal richtig was zu Abend gegessen. 😉

Um 19:30 Uhr sind wir dann wieder zum Hafen gegangen, da dort die Tour für die tägliche Pinguinanlandung startete. Jeden Abend kommen die Pinguine an Land, um sich vom anstrengenden Fischfang am Tag zu erholen. Bei den Pinguinen handelt es sich um recht kleine Exemplare, die max. 25 cm groß werden.

8. Tag

Da es im Hostel keine Checkout-Zeit gab haben wir den Tag erstmal sehr relaxed angehen lassen. Und diesmal haben wir uns ein echtes Frühstück gegönnt. Wo? Natürlich im Ozon Hotel. 😉

Road is blocked...Nach dem Frühstück ging es dann Richtung Emu Bay und auf die erste echte 4WD-Strecke, die Sven bezwingen durfte. Der Subara hat sich dabei gut geschlagen und als nächstes stand die Emu Ridge Eucalyptus Distillery (die einzige in Australien) auf dem Programm.

Am Bald Hill haben wir dann den Ausblick auf die Murray Lagoon genossen, die allerdings recht ausgetrocknet war. Anschließend haben wir uns auf den Weg zum Cape Gantheaume gemacht, wurden aber weit vorher durch eine absolut unpassierbare Strecke gestoppt. Sogar unser Subaru hätte das nicht überlebt. 😉 Also langsam zurück Richtung Fährhafen in Penneshaw, da unsere Fähre uns am frühen Abend wieder ans Festland bringen sollte. Vorher durfte ich mich dann aber noch auf einer Offroad-Strecke austoben, wie immer überhaupt kein Problem für unseren Subaru (höchstens Europcar hätte nachher Probleme mit dem Auto). Auf dem Weg nach Penneshaw haben wir dann noch den höchsten Hügel der Insel, Prospect Hill, erklommen und als verspätetes Mittagessen oder vorzeitiges Abendessen Fish&Chips gegessen. Anschließend sind wir und unser Subaru von der Fähre wieder aufs Festland gebracht worden und von dort direkt nach Adelaide gefahren.

Was macht man Samstagabend in Adelaide? Richtig, PARTY! Nach etwas längerer Suche haben wir dann auch unsere Location gefunden: den Church Nightclub in einer ehemaligen jüdischen Kirche. Sehr empfehlenswert!

9. Tag

Barossa ValleyMmmmh. Schon kurz vor 12 und wir liegen noch im Bett. War wohl etwas später gestern. 😉 Auf Atiks Rat hin haben wir uns nach dem Aufstehen auf die Suche nach dem besten Kaffee Adelaides gemacht, den es angeblich bei Cibo geben sollte. Leider hatte der erste Cibo geschlossen (wahrscheinlich wegen zu großem Umsatz) und beim zweiten konnte man nicht gescheit sitzen. Also doch zu Starbucks. 😉

Danach sind wir dann mit dem Auto auf die Adelaide Hills gefahren. Von den 700m hohen Hügeln hat man einen Überblick über ganz Adelaide und Umgebung. Von dort ging’s dann zur Weinprobe ins Barossa Valley, der Weinregion South Australias.

Von der Weinprobe zurückgekommen sind wir zum Strand von Adelaide nach Gleneg gefahren und haben dort die teuerste (äh beste) Pizza South Australias gegessen bevor wir dann ins Hostel zurückgekehrt sind.

10. Tag

AdelaideDer letzte Tag war für Adelaides Sehenswürdigkeiten reserviert. Endlich hatte Cibo mal geöffnet und man konnte beim Kaffee gescheit sitzen. Anschließend sind wir in die Art Gallery of South Australia gegangen und haben uns dann die Botanic Gardens angeschaut. Da Guidos und Svens Flug schon um 14 Uhr ging, haben wir schnell noch bei Nandos zu Mittag gegessen und ich bin dann noch zwei Stunden in der Stadt geblieben bevor ich mich dann auch mit dem supergünstigen Bus (nur $2,80!) Richtung Flughafen bewegt habe.

Adelaide AirportAm Flughafen habe ich netterweise zweimal einen Sitzplatz am Notausgang bekommen – unlimitierte Beinfreiheit. 🙂 Zweimal übrigens, weil ich ja unbedingt noch Canberra abhaken wollte und ein Zwischenstopp dort nichts extra gekostet hat. Also, erst von Adelaide nach Canberra, raus aus dem Flieger und nach fünf Minuten durfte ich wieder an Bord. Die Stewardess war ein bisschen verwirrt – war es doch die gleiche wie beim Flug vorher. Nach “Hello again” brauchte sie mir dann auch nicht mehr erklären, wie die Notausgangstür zu öffnen ist. Um 20 Uhr bin ich dann in Brisbane angekommen und direkt nach Hause gefahren.

Bringing Forward the Mid-semester Break (11.09. – 17.09.2006)

Die Woche stand ganz im Zeichen diverser Assignments. Durch meine spontane Entscheidung den Mid-semester break vorzuverlegen, musste ich diverse Sachen nun vorher fertig stellen. Zudem war am Mittwoch noch ein Quiz in Managing Information Systems. Am Mittwoch war ich dann noch mit Mark (einem Engländer), der mich schon seit dem letzten Semester in diversen Kursen begleitet im Jade Buddha und Fridays auf ein Bierchen. Ja, richtig -> Mittwochabend ist dort Student’s Night. 😉

Freitag stand dann noch ein Gruppenmeeting für Managing Information Systems an. Haben uns gegen 18 Uhr bei der Franzosenbande (den Käsefressern – sie nennen uns immer Krauts ;-)) getroffen. Praktischerweise ging das Gruppenmeeting in Würstchen-BBQ und eine anschließende Party über. Mit unseren französischen Housemates bin ich dann mit dem Taxi zurück nach Hause gefahren.

Damit das Leben nicht langweilig wird, musste ich am Samstag doch glatt schon wieder Koffer (oder besser Rucksack) packen: der vorgezogene Mid-semester break-Trip stand an. Mehr dazu im eigenen Beitrag.

New Zealand (07.09. – 11.09.2006)

1. Tag

ChristchurchAm heutigen Donnerstag musste ich um 6 Uhr aufstehen, damit ich rechtzeitig am Flughafen bin. Um halb sieben war dann das Taxi da und eine gute halbe Stunde später stand ich auch schon am Schalter von PacificBlue. Als nächstes bin ich dann mal wieder aus Australien ausgewandert und habe für unglaubliche $14 gefrühstückt. Um 9:30 Uhr haben wir dann endlich Brisbane Richtung Christchurch (Neuseeland) verlassen. Der Start war sehr cool, weil wir zuerst quasi über die Uni geflogen sind und dann noch über Surfers Paradise. Danach gab’s dann für einige Zeit nur Wasser, Wasser und noch mal Wasser. Schließlich sind dann aber doch noch die schneebedeckten Gipfel der Südinsel aufgetaucht und gegen 15 Uhr Ortszeit war ich dann auch schon durch die neuseeländische Immigration-Kontrolle.

Christchurch CathedralIn der Stadt angekommen habe ich mich erstmal auf die Suche nach der Unterkunft – dem Charlie B’s Hostel – gemacht und festgestellt, dass es recht zentral liegt. Christchurch selbst ist recht überschaubar und im Stadtzentrum ist die sehr schöne Kathedrale. Ansonsten ist die Stadt recht grün und bietet einige Möglichkeiten was zu essen und abends auszugehen.

2. Tag

Ich sage nur 6:30 Uhr aufstehen. Und das am zweiten Tage in Folge. Meine Lust Ski zu fahren befand sich auf jeden Fall nur ganz knapp über dem Nullpunkt. Naja, hilft ja nix – schnell geduscht und pünktlich wie die Maurer stand auch Tony, unser Fahrer und Tourguide vorm Hostel. Dann ging’s bei strahlendem Sonnenschein erstmal quer durch Christchurch diverse andere Leute abholen sowie zum Skiverleih-Shop bis wir uns dann auf den Weg ins Skigebiet gemacht haben. Zuerst fährt man dabei durch die völlig flache Canterbury-Ebene – immer mit Blick auf die Southern Alps. Selbstverständlich gab’s unterwegs einen Fotostopp bevor wir uns auf die unbefestigte Straße zum Mt Hutt aufgemacht haben. Dass auf der Strecke bislang erst einer umgekommen ist, grenzt an ein Wunder -> zu jeder Seite geht es steil bergab und es gibt keine Leitplanken.

Me on Top of Mt Hutt9:30 Uhr: endlich war es soweit – wir sind an der Talstation des Skigebiets angekommen und nachdem wir unsere Liftausweise bekommen hatten, konnten wir uns direkt vom 6er Sessellift bis zur Bergspitze auf gut 2.000m bringen lassen. Von dort hat man in die eine Richtung einem absolut atemberaubend, megageilen Überblick auf die gesamte Canterbury-Ebene sowie den Pazifischen Ozean. In die andere Richtung guckt man tief in die schneebedeckten Gipfel der Southern Alps. Aber genug gestaunt, jetzt wird erstmal Skigefahren! Bei der ersten Abfahrt wollten wir es natürlich nicht übertreiben, also ging’s eine Intermediate-Abfahrt (so etwas über Beginner) runter. Unten angekommen ging’s selbstverständlich direkt wieder hoch um einige andere Pisten auszuprobieren. Die meisten schwarzen Pisten waren allerdings noch wegen Vereisung geschlossen. Zum Lunch gab’s dann Burger und Pommes in der Talstation und nachmittags wurden weitere Pisten geöffnet, so dass sich ganz neue Abfahrtsmöglichkeiten ergaben. Mt Hutt ExpressLeider wurde das Wetter gegen 15 Uhr sehr plötzlich sehr schlecht – Graupel und Nebel mit null Sichtweite. Gut, dass wir gegen 16 Uhr eh abgeholt wurden, so dass wir uns noch etwas in der “Hütte” (bitte hier nicht an urige Hütten aus Österreich denken) gönnen konnten.

Die Rückfahrt hat etwas länger gedauert, weil die unbefestigte Straße halt doch nicht der Weißheit letzter Schluss ist (kann nicht mal jemand ein bisschen Teer spenden – die Hälfte ist auch schon fertig). Um kurz vor Sieben waren wir dann völlig erschöpft wieder am Hostel in Christchurch.

3. Tag

Samstagmorgen, 7 Uhr, Christchurch, Neuseeland. Ein hochmotivierter Mitarbeiter vom MtHutt SkiExpress steht vor der Hosteltür. Also, rein mit den Skiern und nach kurzem Smalltalk noch einmal eine Runde schlafen. Heute ging’s mal nicht zum Mt Hutt, sondern zum Mt Cheeseman. Das Skigebiet dort ist schon fast familiär: jeder kennt scheinbar jeden und es gibt sage und schreibe zwei Lifte, von denen bei unserer Ankunft genau die Hälfte lief. 😉 Zudem war es arschkalt – deutlich unter Null Grad. Also, erstmal einen Kaffee zum Aufwärmen bestellen und während wir uns Gedanken machen, wie man diese Kälte draußen aushalten kann, kommt doch tatsächlich die Sonne heraus. Rein in die Skischuhe und mit dem T-Bar (Ankerlift) hoch. Southern AlpsOben angekommen weicht die anfängliche Ernüchterung über die Größe des Skigebiets der Freude über den grandiosen Ausblick. Zudem bieten sich von oben jede Menge Möglichkeiten wieder ins Tal zu kommen – sei es über eine Fortgeschrittenen- oder über eine Expertenpiste. Zwischenzeitlich wurde eine Abfahrt für das Club-Skirennen gesperrt, das gegen 11 Uhr beginnen sollte. Kurz vor Mittag geschieht dann auch noch das Wunder: 100% aller Lifte laufen und man kann noch höher hinaus. Von ganz ganz oben hat man dann auch einen noch viel viel grandioseren Blick über das gesamte Skigebiet, das Tal und die anderen schneebedeckten Gipfel der Southern Alps.

Mt Cheeseman Ski FieldMittlerweile ist es 13 Uhr geworden, Zeit für einen Einkehrschwung. Es gibt hausgemachte Suppe (wie bei Muttern) und Hot Dogs. Und das Beste dabei ist, dass das ganze hier im Skigebiet noch viel günstiger ist als bei uns an der Uni. Beim Mittagessen wurden wir auch von Radio RDU unterhalten, die live vor Ort waren und dessen DJs die Pisten und die Hütte ordentlich beschallt hat.

Am Nachmittag ging’s dann direkt noch einmal wieder bis ganz oben und über eine unpräparierte schwarze Piste wieder bis ins Tal. Leider sind gegen 15 Uhr wieder einige Wolken aufgetaucht und man konnte keine zwei Meter weit gucken. Deswegen sind wir dann auch schon gegen 15:30 Uhr wieder Richtung Christchurch abgefahren.

Fazit: Trotz nur zweier Lifte ist Mt Cheeseman für einen Tag ein super Skigebiet mit vielen interessanten Abfahrtsmöglichkeiten.

4. Tag

Mt Hutt Ski FieldThe same procedure as every day – um 7 Uhr ging’s heute mit der gutgelaunten Sophie als Fahrerin wieder zum Mt Hutt. Einziger Unterschied zu den beiden Tagen vorher: es gab keine einzige Wolke am Himmel zu sehen. Nachdem wir alle Leute direkt in Christchurch eingesammelt haben, waren wir recht früh gegen 9 Uhr am Mt Hutt, wo der Parkplatz schon fast voll war. Mt Hutt Mountain StationEs sollte also ein voller Tag werden. Rein in die Skisachen und rauf auf die Piste. Erstmal mit dem Summit Six auf die höchste Bergstation des Skigebiets, von der man heute einen absolut einmaligen Blick aufs Skigebiet, die Canterbury-Ebene mit Christchurch sowie den Pazifischen Ozean hatte.

Die erste Abfahrt über die schwarze Piste gestaltete sich etwas schwierig, da es über Nacht bitterkalt war (Christchurch 1°C und Mt Hutt -6°C) und die Piste extrem vereist war. New Zealand National Ski Team Nach einiger Zeit hat die Sonne den Schnee aber perfekt angetaut, so dass fast alle Pisten super zu befahren waren. Nach dem sehr kurzen Lunch (letzter Tag Skifahren!) ging’s direkt wieder auf die Piste die noch nicht gefahrenen Abfahrten ausprobieren. Mt Hutt Ski Field Als besondere Gäste war heute auch das neuseeländische National-Skiteam anwesend und hat ein Rennen veranstaltet – sogar das Fernsehen war da. Leider war um 16 Uhr schon Schluss, da wir zurück nach Christchurch fahren wollten. Bei der Bergabfahrt stellte sich dann allerdings heraus, dass wir irgendwie nicht mehr genug Öl in unserem Toyota Kleinbus hatten, so dass wir erstmal eine Tankstelle anfahren mussten. Unsere Fahrerin Sophie hat uns auch angeboten, wir könnten – während sie neues Öl besorgt – in der Rakaia Gorge (dem Hauptfluss aus den Southern Alps) mit einem Powerboat fahren. Leider hatten die um kurz vor Fünf schon zu. 🙁 So ging’s dann nach dem Boxenstopp direkt nach Christchurch zurück.

5. Tag

Eigentlich zählt dieser Tag ja fast nicht mehr – Urlaub und Vorlesungen am gleichen Tag. Egal, heute Morgen gab’s einen neuen Rekord im früh aufstehen: 4 Uhr. Um 4:30 Uhr stand dann auch schon der Shuttle-Bus vorm Hostel und um kurz nach 5 Uhr war ich dann auch schon bei PacificBlue eingecheckt. Um Neuseeland zu verlassen, muss man übrigens $25 bezahlen – einfach nur skandalös. Um kurz nach 7 Uhr haben wir dann überpünktlich bei strahlendem Sonnenschein in Christchurch abgehoben. Southern AlpsDie ersten Minuten des 4-Stunden-Fluges waren dann auch schon die interessantesten: noch einmal einen Blick auf die schneebedeckten Southern Alps werfen. Die Flugbegleiterin hatte dann kurz nach dem Abflug irgendwie Mitleid mit mir und hat mich gefragt, ob ich nicht direkt vor dem Notausgang sitzen wolle. Aber selbstverständlich! Reihe 1 und unlimitierte Beinfreiheit. Dafür musste ich mir erklären lassen, wie man die Tür des Fliegers im Notfall öffnen könne. Kurz vor Brisbane gab’s dann schlechte Nachrichten aus dem Cockpit: das Wetter in Brisbane wäre miserabel und deswegen wäre der Flughafen überlastet und wir mussten jede Menge Warteschleife über Surfers Paradise drehen. Damit noch nicht genug. Als wir endlich gelandet waren, gab’s kein freies Gate für uns (komisch Emirates hat sofort eins bekommen…). Irgendwann war es dann doch soweit und wir konnten wieder nach Australien immigrieren. Als ich dann endlich wieder daheim war, hieß es direkt, Sachen packen und auf zur ersten Vorlesung des Tages. Heute war ich wohl der mit der weitesten Anreise. 😉

Fazit des Trips: Absolut einzigartig und bis zum nächsten Jahr!

Steve Irwin is Dead (04.09. – 10.09.2006)

Am Montag stand erstmal komplett Aussie Kopf: der berühmteste Aussie – Steve Irvin – ist vor Cairns von einem Stachelrochen getötet worden. Hammerhart!!! Steve sollte natürlich noch die ganze Woche Gesprächsthema Nr. 1 bleiben.

Am Mittwoch war nicht nur packen für Neuseeland angesagt, ich bin auch noch zur endgültigen Farewell-Party von Fabienne im Fridays gegangen. Dort war wie jeden Mittwoch Student’s Night und dementsprechend einiges los. Leider konnte ich nicht ganz so lange bleiben, da ich ja am nächsten Morgen ganz früh raus musste. Und mehr über den Neuseeland-Trip findet ihr im eigenen Eintrag weiter oben.

Mid-semester Break & Brisbane Riverfestival (28.08. – 03.09.2006)

Wieder geht eine gewöhnliche Uni-Woche zu Ende. Am Montag stand ein sog. Lab-Quiz in Managing Application Databases. Das erste sollte noch aus recht humanen SQL-Befehlen bestehen. Am Abend hab ich mir dann angehört, ob ich nicht nächstes Semester einen Kurs (International Study in Asian Business) in Kooperation mit einer chinesischen Firma machen kann. Klang alles sehr interessant, jetzt muss ich nur noch klären, ob der mit auch angerechnet würde.

Am Mittwoch habe ich mir dann ganz spontan überlegt, den Mid-semester break eine Woche vorzuverlegen und mit Guido, Atik und Sven aus Sydney nach Melbourne zu fliegen und von dort über die Great Ocean Road bis Kangaroo Island und Adelaide zu fahren. Also, jetzt geht’s vom 16. bis 25. September auf große Fahrt in den Süden der Republik – äh Monarchie oder was auch immer.

Am Freitagabend war ich noch mit Fabienne essen – sie muss ja leider etwas verfrüht zurück nach Deutschland. Nach dem Essen waren wir noch in einer Cocktailbar (dem Jorge). Sehr stylisch dort.

Samstagabend war dann endlich das Highlight der Woche: das Brisbane Riverfestival. Leider haben wir es dank unzureichenden öffentlichen Verkehrsmitteln nicht rechtzeitig in die völlig überfüllte Innenstadt geschafft, so dass wir die Flugshow und das Feuerwerk von unserem geliebten St Lucia angucken mussten. Anschließend sind wir dann aber noch in die Stadt gekommen und waren in West End essen, bevor das Chalk Hotel erkundet wurde. Ein sehr stylischer Club – schade, dass wir nicht früher einmal dort waren.