USA (29.08. – 19.09.2009)

1. Tag (29.08.2009):

Golden Gate Bridge From The Plane USA wir kommen. Bevor wir allerdings ankommen sollten, stand uns noch ein Flug über London und Vancouver bevor. Um 5:30 Uhr ging es mit dem Bus zum Flughafen Düsseldorf und knapp drei Stunden später waren wir schon in London Heathrow. Nach einem Frühstück sind wir gegen 11 Uhr von dort mit Air Canada Richtung Vancouver gestartet. Der gut neun Stunden lange Flug verging eigentlich recht schnell – auch dank des fantastischen Ausblicks auf Grönland und dessen Gletscher. In Vancouver angekommen durften wir schon in die Vereinigten Staaten von Amerika einreisen und nach einem kurzen Flug sind wir am Domestic Terminal in San Francisco angekommen. Nach kurzer Suche hatten wir auch unseren Shuttle-Bus zum Crowne Plaza Hotel gefunden, wo wir die erste Nacht verbracht haben.

2. Tag (30.08.2009):

Richmond–San Rafael Bridge Dank der Zeitverschiebung mussten wir erst um 18 Uhr deutscher Zeit (9 Uhr kalifornischer Zeit) aufstehen. Vom Hotel ging es wieder zum Flughafen und von dort mit der Flughafenbahn zu den Autovermietstationen. Im Parkhaus angekommen durften wir uns einen der Wagen aussuchen, bei denen der Schlüssel steckte. Also haben wir einen SUV (Toyoto Highlander) genommen und sind Richtung San Francisco gefahren. Auf dem Weg haben wir gefrühstückt und gegen Mittag waren wir an der Golden Gate Bridge, wo wir feststellen mussten, dass die Brücke wie so oft in Nebel gehüllt war. Also sind wir direkt weiter nach Muir Woods. Der Park war am Sonntag recht überlaufen und so haben wir uns entschlossen, Richtung Yosemite National Park aufzubrechen. Kurz vor dem Ziel mussten wir feststellen, dass eine der zwei Straßen, die in den Park führen, wegen eines Feuers gesperrt waren. Also mussten wir umdrehen und einen Umweg fahren, um doch noch in den Park zu gelangen. Im Curry Village (dem Parkzentrum) angekommen, haben wir unser Zelt für die Nacht bezogen und unsere Lebensmittel brav in den bereitgestellten Bärenboxen verstaut. Wir wollten doch keinen nächtlichen Besuch bekommen. Anschließend haben wir noch etwas im Curry Village Pavillion zu Abend gegessen.

Route: San Francisco -> Golden Gate Bridge -> Yosemite N.P. (250 mi / 400 km)

3. Tag (31.08.2009):

Yosemite N.P. Valley Juchu, es gab keinen nächtlichen Bärenbesuch und unsere Essensvorräte sind auch noch unangetastet. Nach dem Aufstehen sind wir etwas frühstücken gegangen, bevor wir angefangen haben, den Nationalpark zu erkunden. Nachdem wir den Morgen durch das Tal gelaufen bzw. gefahren sind, sind wir Richtung nach Mariposa (ebenfalls im Nationalpark) gefahren. Dort haben wir einige schon sehr mächtige Redwood Trees bestaunt. Da die Straße immer noch wegen des Feuers gesperrt war, sind wir schon gegen 15 Uhr aufgebrochen, um noch auf der anderen Seite der Sierra Nevada den Mono Lake anzusteuern. Also wieder über den Umweg raus aus dem Park und Richtung Tioga Pass Road. Nachdem wir schon etliche Meilen in die Richtung gefahren sind, wurden wir vom Park Ranger gestoppt. Nun wäre auch die Tioga Pass Road aufgrund des Feuers gesperrt. Also mussten wir das ganze Stück wieder zurückfahren und über den weiter nördlich liegenden Sonora Pass fahren. Gut 3000 Meter ist der Pass hoch und oben konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang beobachten. Leider mussten wir uns den Besuch des Mono Lakes schenken, da es schon stockfinster war. Also sind wir weiter Richtung Süden gefahren und in Mammoth Lakes in ein Motel gegangen.

Route: Yosemite N.P. -> Sonora Pass -> Mammoth Lakes (285 mi / 460 km)

4. Tag (01.09.2009):

Entrance To Death Valley N.P. Heute sind wir zum Frühstücken in ein sehr nettes Kaffee im Skiort Mammoth Lakes gegangen. Die zu den Bageln bestellten Pancakes waren eigentlich zuviel, aber wir hatten uns noch nicht an die amerikanischen Portionsgrößen gewöhnt. Anschließend haben wir noch ein paar Fotos vom Mammoth Mountain gemacht, bevor es wieder auf die Straße Richtung Süden ging. Erstes Ziel nach fast drei Stunden Fahrt war der Eingang zum Death Valley National Park. Dort haben wir natürlich einen Fotostopp eingelegt, genauso wie an einem Viewpoint mit Blick über das gesamte Tal. Bevor wir in Furnance Creek ein Eis gegessen haben, haben wir noch bei einigen Sanddünen angehalten und haben einen Wüstenspaziergang unternommen. Am Badwater Basin, dem tiefsten Punkt der USA, haben wir einen weiteren Stopp eingelegt. Dort war es auch entsprechend heiß und wir waren froh nach einigen Minuten wieder im Auto zu sein. Ohne längere Stopps sind wir dann bis nach Las Vegas gefahren, wo wir am frühen Abend angekommen sind. Für die drei Tage in Sin City hatten wir uns das Hotel “Monte Carlo” ausgesucht, welches im Gegensatz zu den anderen Themenhotels eher einen vornehmen Charme versprüht. Bevor wir das Hotel mit seinem großen Casino erkundet haben, haben wir im Food Court noch etwas gegessen.

Route: Mammoth Lakes -> Death Valley N.P. -> Las Vegas (365 mi / 590 km)

5. Tag (02.09.2009):

Paris At Night Zum Frühstück haben wir unser Hotel verlassen und sind ins Nachbarhotel New York New York gegangen, wo wir in einem “französischen” Café – nicht besonders gut – gefrühstückt haben. Anschließend haben wir die anderen Hotels in näherer Umgebung erkundet, u.a. das Excalibur und das Luxor. Von dort sind wir zurück bis zum Bellagio, wo wir uns die berühmten Wasserspiele angeschaut haben. Weiter ging’s auf unserer Erkundungstour zum Caesars Palace, wo wir bei der Cheesecake Factory sehr schön zu Mittag gegessen haben. Als letztes Hotel stand das Paris mit seinem Eiffelturm und Triumphbogen auf dem Plan. Nachdem wir wieder im Hotel waren und uns ein wenig ausgeruht hatten, ging’s am Abend wieder Richtung Bellagio, um den Strip und besonders die Wasserspiele bei Nacht zu erfahren. Anschließend waren wir bei uns im Hotel im Casino.

6. Tag (03.09.2009):

Gondola Inside The Venetian Diesmal haben wir uns das Frühstück geschenkt und sind direkt zur Fashion Mall gefahren. In dem recht großen Einkaufszentrum gibt es jede Menge Geschäfte und natürlich ganz amerikanisch einen Food Court, in dem wir etwas gegessen haben. Anschließend ging es zu Fuss auf die andere Seite des Strips ins sehr teure und sehr schicke Wynn Hotel. Im angrenzenden Venetian haben wir uns dann an den künstlichen Kanälen ein Eis gegönnt und beschlossen, dass das originale Venedig doch ein bisschen mehr Charme hat. Als wir zurückfahren wollten, mussten wir feststellen, dass das Parkhaus in der Fashion Mall doch sehr groß ist. So haben wir ein bisschen Zeit gebraucht den Toyota wiederzufinden. Nachdem wir uns für den Abend fertig gemacht haben, sind wir noch schnell in ein Internet-Cafe, um ein paar Unterkünfte für das kommende, lange Wochenende (Labour Day) vorzubuchen. Anschließend hatten wir einen Tisch in einem Steakhouse reserviert. Wie der Zufall so wollte, haben wir dann kurz vor unserer Ankunft noch einen 2-for-1-Gutschein für Cocktails bekommen. So fiel uns die Getränkewahl nicht schwer. Nach dem leckeren Essen sind wir ins Excalibur Hotel, wo wir Roulette gespielt haben. Ausbeute des Abends waren aber lediglich $16.

7. Tag (04.09.2009):

Downstream From Hoover Dam Heute morgen mussten wir Sin City wieder verlassen und zwar Richtung Osten zum Hoover Dam. Bevor wir die Stadt endgültig hinter uns gelassen haben, waren wir allerdings noch einkaufen. Im Supermarkt haben wir eine Kühlbox gefunden, die wir direkt mit einem Beutel Eis gefüllt haben, so dass wir in Zukunft immer kalte Getränke haben sollten. Gegen Mittag haben wir den Damm an der Grenze zu Arizona erreicht. In der Mittagshitze haben wir es dort allerdings nicht lange ausgehalten, so dass wir anschließend zum Lake Mead Recreational Area gefahren sind. Von dort sind wir entlang des Lake Mead, der durch den Hoover Dam aufgestaut wurde, bis zum Valley of Fire gefahren. Dort haben wir nur eine kleine Wanderung unternommen, bevor es auf die letzte Etappe des heutigen Tages nach Cedar City gehen sollte. Gegen 20 Uhr waren wir schließlich in der Metropole Cedar City und haben vor dem Schlafengehen noch etwas gegessen.

Route: Las Vegas -> Hoover Dam -> Lake Mead Recreational Area -> Cedar City (245 mi / 395 km)

8. Tag (05.09.2009):

Manja And I At The Amphitheater Nach dem Aufstehen sind wir auf direktem Wege Richtung Bryce Canyon National Park gefahren und haben unterwegs einen Frühstücksstopp eingelegt. Der Nationalpark selbst liegt auf einem schmalen Hochplateau auf 2.500 m, von dem es mehrere Aussichtspunkte in den Canyon gibt. Bis zum letzten Viewpoint sind es ungefähr 20 Meilen und auf dem Weg dorthin haben wir natürlich einige Zwischenstopps eingelegt. Vor dem Sonnenuntergang sind wir am Amphitheater in den Canyon abgestiegen. Durch eine Schlucht, die nur ein paar Meter breit ist, gelangt man auf einem Rundweg wieder zurück zum Ausgangspunkt. Dort haben wir den Sonnenuntergang genoßen, bevor wir in den 16 Meilen entfernten Ort Cannonville gefahren sind. Letzterer besteht eigentlich nur aus einem Motel und einer Ansammlung von Häusern, so dass wir zum Essen wieder ein Stück zurück nach Tropic fahren mussten.

Route: Cedar City -> Bryce Canyon N.P. (80 mi / 130 km)

9. Tag (06.09.2009):

Utah Landscape Aufbruch in Cannonville. Weiter auf der State Route 12 ging’s über den Capitol Reef State Park nach Moab. Die Route quer durch Utah ist auf jeden Fall der Interstate Route vorzuziehen, da man abwechslungsreich einerseits durch Wüste, andererseits durch Hochwälder auf 3.000 m fährt. Am frühen Abend haben wir Moab erreicht und sind in ein Motel am Ortseingang eingecheckt. Der Ort selbst besteht aus einer Hauptstraße, an der sich die Restaurants und Geschäfte aneinander reihen. Bevor wir am Abend Pizza gegessen haben, sind wir ein erstes Mal in den Arches National Park gefahren. Dort haben wir auf einem Felsvorsprung den wunderschönen Sonnenuntergang genossen und einige fantastische Bilder gemacht.

Route: Bryce Canyon N.P. -> Moab (270 mi / 435 km)

10. Tag (07.09.2009):

Delicate Arch Nachdem wir im Jailhouse Cafe etwas gefrühstückt hatten, haben wir unsere Kühlbox für den Besuch des Arches National Park bereit gemacht (= Eis gekauft). Anschließend sind wir in den nur wenige Meilen entfernten Nationalpark gefahren. Als erstes ging’s zum Aussichtspunkt, an dem wir am Vorabend den Sonnenuntergang bewundert haben. Beim nächsten Stopp konnten wir nach einer kleinen Wanderung gleich mehrere Felsbögen bestaunen: den Double Arch, die beiden Windows (North and South) sowie den Tower Arch. Am eindruckvollsten ist dabei das North Window, in welches man auch klettern kann. Von dort sieht man auf eine weite Ebene mit einer Bergkette im Hintergrund. Von dort ging’s vorbei an mehreren Viewpoints bis zum Ende des Parks (ca. 20 Meilen vom Eingang). Dort haben wir das Auto geparkt und uns auf den Weg zum Landscape Arch gemacht. Von allen Bögen hat dieser die längste Spannweite im Park. Dafür ist er aber auch nicht ganz so einfach zu erreichen – zumindest bei 40 Grad Celsius im Schatten (wobei es kaum Schatten gibt). Aufgrund der Temperaturen haben wir uns auch entschieden, von dort nicht zu anderen noch weiter entfernten Arches zu laufen. Stattdessen sind wir noch zum Viewpoint des wohl berühmtesten aller Bögen geklettert, dem Delicate Arch. Nachdem wir uns im Motel vom Staub des Parks befreit hatten, ging’s in die Stadt zum Abendessen.

11. Tag (08.09.2009):

Monument Valley Nach dem Aufstehen haben wir erstmal etwas in Moab gefrühstückt. Anschließend ging es zum obligatorischen, täglichen Eiskauf für unsere Kühlbox, bevor es Richtung Süden ging. Nach ein paar kürzeren Stopps (inklusive einem Burgeressen in Mexican Hat) haben wir das Monument Valley mit seinen berühmte Felsformationen erreicht. Nachdem wir $10 Eintritt bezahlt hatten, ging es auf die Schotter-/Sandpiste. Wer übrigens nicht mit dem eigenen Wagen fahren möchte, kann übrigens auch eine überteuerte Tour buchen und wird dann in einem offenen Wagen (Staubmaske nicht vergessen) durch den Park gefahren. Vom Visitor Center führt die Rundstrecke zuerst ein wenig ins Tal, von wo man einen sehr schönen Überblick über die Felsen hat. Nach ungefähr 10 km ist man wieder am Startpunkt, wo wir unsere Kameras für den Sonnenuntergang aufgebaut haben. Gerade am Abend fällt das Licht besonders gut für spektakuläre Aufnahmen. Mit den letzten Sonnenstrahlen sind wir Richtung Kayenta gefahren, wo wir eigentlich übernachten wollten. In der einzigen Stadt rund ums Monument Valley sollten die Übernachtungen allerdings astronomische Preise kosten. Also sind wir durchgestartet und ins 120 km entfernte Tuba City gefahren. Dort haben wir ein günstiges Motel (Greyhills Inn) quasi direkt in einer Highschool(!) gefunden.

Route: Moab -> Monument Valley -> Tuba City (240 mi / 385 km)

12. Tag (09.09.2009):

Historic Route 66 To Amboy Nachdem wir aus dem Greyhills Inn ausgecheckt sind, haben wir uns etwas verwundert die Augen gerieben. Hatten wir doch anscheinend tatsächlich in einer Schule übernachtet. An der Tankstelle haben wir uns ein paar Sachen fürs Frühstück gekauft und dann ging es Richtung Grand Canyon National Park. Gut 1,5 Stunden später standen wir schon am ersten Viewpoint des Nationalparks (Desert Point). Während wir am südlichen Rand des Canyons entlang gefahren sind, hat sich das Wetter erstmalig im Urlaub verschlechtert und es hat angefangen leicht zu regnen. Über Tuyasan haben wir den Grand Canyon National Park schließlich wieder verlassen und sind bei Williams auf den Interstate 40 Richtung Westen gefahren. In Kingman haben wir den Interstate wieder verlassen, um ein Stück der alten Route 66 zu fahren. Die sogenannte Historic Route führt hier über ein kleines Gebirge sowie die wie vor 150 Jahren aussehende Stadt Oatman. Nach gut einer Stunde Fahrt haben wir in Topock den Interstate bzw. die kalifornische Grenze erreicht. Von nun an sollte es bis zum Joshua Tree National Park durch die Mohave Wüste gehen. Über eine schnurgerade Straße ging es vom Interstate bis Amboy (einer mehr oder weniger verlassenen Kreuzung zweier Straßen) bis Twentynine Palms. Dort sind wir wohl falsch abgebogen, standen wir doch plötzlich vor einer Schranke, an der uns ein Soldat erklärte, wir könnten nicht auf die Twentynine Palms Marine Corps Base fahren. Also wieder umdrehen und nach gut 20 Minuten waren wir im Ort Joshua Tree. Dort haben wir angefangen uns eine Unterkunft zu suchen, fündig sind wir aber erst einen Ort weiter in Yucca Valley beim Motel Super 8 geworden.

Route: Tuba City -> Grand Canyon N.P. -> Yucca Valley (465 mi / 750 km)

13. Tag (10.09.2009):

Our Rental Car In The Joshua Tree N.P. Kostenloses Frühstück. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen, auch wenn es doch recht spartanisch war. Anschließend sind wir aus dem Motel ausgecheckt und Richtung Joshua Tree gefahren, um dort den gleichnamigen Nationalpark zu besuchen. Der Park selbst besteht hauptsächlich aus einer Straße, von der mehrere Wege zu diversen Aussichtspunkten abgehen. So sind wir zuerst zum Key View Point auf 1.500 m gefahren und haben uns die St Andreas Spalte sowie die Stadt Palm Springs von oben angeschaut. Anschließend ging es weiter auf durch den Park bis zum Cactus Garden, wo wir eine kleine Wanderung durch tausende, zum Teil mannshohe Kakteen gemacht haben. Die letzten 20 Meilen durch den Park waren dann nicht mehr so spannend und so sind wir direkt auf den Interstate 10 Richtung Los Angeles gefahren. Kurz hinter Palm Springs haben wir die ersten Vororte Los Angeles erreicht. Bis wir allerdings an Downtown L.A. vorbei waren und in Santa Monica angekommen waren, sollten es noch 70 Meilen sein. Da abends nur wenige reinfahren waren wir aber knapp 1,5 Stunden später am Pazifik. Von dort haben wir versucht, uns über den Sunset Blvd und den Santa Monica Blvd bis Hollywood durchzuschlagen. Für die letzten paar Meilen haben wir dann aber noch mal 1,5 Stunden gebraucht, da auf der Straße zum Teil nichts mehr ging. In Hollywood angekommen haben wir uns ein Hotel gesucht und sind anschließend zum Hollywood Blvd mit seinen hunderten Sternchen gelaufen. Nachdem wir etwas gegessen hatten, ging es noch zum Chinese Theatre mit den Hand- und Fussabdrücken diverser Stars. Eigentlich wollten wir uns auch die Sterne auf der anderen Seite des Boulevards anschauen, aber die Seite war für Filmaufnahmen (offensichtlich für Navy CSI) gesperrt. Anschließend sind wir noch in ein Internet-Cafe, um die nächsten Tage ein bisschen zu planen.

Route: Yucca Valley -> Joshua Tree N.P. -> Los Angeles (250 mi / 400 km)

14. Tag (11.09.2009):

The Famous Hollywood Sign Nach dem Aufstehen sind wir zum Hollywood Bvld gegangen und haben dort bei Starbucks gefrühstückt. Etwas spanisch kam uns der Mann mit der Sporttasche vor, der darin eine Filmkamera versteckt hatte und scheinbar die Leute auf dem Boulevard filmte. Etwas später haben wir einen Mann in Jogginganzug entdeckt, der wohl den Darsteller einer Slapstick-Komödie darstellte. Nach unserem zweiten Filmerlebnis sind wir mit dem Auto auf die Suche nach dem Hollywood-Schriftzug gegangen, den wir tatsächlich ein wenig später auch gefunden hatten. Anschließend ging’s zum Griffith Observatory, von dem man – wenn nicht gerade Smog vorherrscht – einen fantastischen Blick auf L.A. hat. Vom Observatory ging’s direkt nach Malibu, was sich bei näherer Betrachtung als Enttäuschung herausstellte. Es gibt weder den bekannten Baywatch-Strand noch überhaupt einen längeren Strand. Also wieder zurück ins Auto und nach Santa Monica. Dort gibt es nämlich DEN Strand und auch einen interessanten Pier, der quasi ein Freizeitpark ist. Nach dem schlechtesten Hot Dog der Welt sind wir aufgebrochen und Richtung Santa Barbara gefahren. Da im Ort selbst alles überlaufen war, haben wir ein Motel in Carpenteria angesteuert. In dem ganz netten Strandort haben wir in einer Pizzeria zu Abend gegessen.

Route: Los Angeles -> Santa Barbara (95 mi / 150 km)

15. Tag (12.09.2009):

St Barbara Mission Von Carpenteria sind wir als allererstes nach Santa Barbara gefahren und wollten gerade frühstücken gehen als der Parking Enforcement Officer uns darauf hinwies, dass wir falsch parken würden. Da hatten wir wohl irgendeine Bürgersteigfarbe nicht richtig interpretiert. Auf dem Bürgerbüroparkplatz sind wir doch fündig geworden und dort kann man am Wochenende kostenlos und zeitlich unbegrenzt parken. Etwas hungrig haben wir Starbucks einen Frühstücksbesuch abgestattet, bevor wir die Hauptstraße erkundet haben. Entlang der sehr netten Straße, die bis zum Pier führt, gibt es jede Menge Restaurants, Boutiquen und andere Geschäfte. Unterwegs sind wir noch der Hippie-Rentnertruppe begegnet, die versuchten den Weltfrieden zu proklamieren. Am St Barbara Pier angekommen, haben wir den Ausblick genoßen und festgestellt, dass wir mit dem strahlend blauen Himmel riesiges Glück hatten: um den Ort hingen nämlich an den Bergen überall die Nebelschwaden. Vom vielen Laufen müde und ausgehungert sind wir in ein mexikanisches Restaurant eingekehrt. Anschließend sind wir zur St Barbara Mission gefahren, eine der ältesten Missionen Kaliforniens. Von dort haben wir die Stadt verlassen und sind über den Pacific Coast Highway bis Pismo Beach gefahren. Wir glaubten im dortigen Motel 6 ein Zimmer gebucht zu haben, was sich als scheinbar falsch herausstellte. Die Managerin war so nett und hat uns rausgesucht, dass wir in Santa Maria (ein Ort vor Pismo Beach) ein Zimmer gebucht hatten. Wir haben uns dann entschieden doch erst in Pismo Eis zu essen und den traumhaften Sonnenuntergang über dem Pazifik vom Strand aus zu bestaunen. Nach einem kleinen Snack sind wir dann zurück nach Santa Maria in unser gebuchtes Motel gefahren.

Route: Santa Barbara -> Pismo Beach (95 mi / 150 km)

16. Tag (13.09.2009):

Pacific Coast Highway Unser Mietwagen macht ein wenig Ärger. Eine Warnleuchte, die sehr danach aussieht, dass ein Reifen zu wenig Druck hat, meldete sich. Also zur nächsten Tankstelle und den Reifendruck prüfen. Ein bisschen Luft nachfüllen und schon war die Leuchte wieder aus. Nach dem kurzen Schreck hatten wir erstmal Frühstück, bevor wir uns auf den berühmten PCH (Pacific Coast Highway) begeben haben. Von Pismo Beach bis Monterey sind es entlang der Küste knapp 150 Meilen, also ungefähr 240 km. Direkt zu Beginn haben wir bei einem Seelöwen-Aussichtspunkt angehalten, wo Hunderte der Tiere gerade am Strand lagen. Vorbei an Heart Castle (wo wir allerdings nicht gestoppt haben) ging es immer direkt entlang der wunderschönen Küste bis Big Sur, wo wir einen Getränkestopp eingelegt haben. In Carmel haben wir auf dem berühmten 17-Mile-Drive den wohl berühmtesten Baum Kaliforniens bestaunt: die einsame Zypresse. Trotz ein paar schöner Abschnitte ist der 17-Mile-Drive mit $10 doch ein wenig überteuert. Anschließend haben wir auf direktem Wege unser Motel bei Monterey angesteuert und sind nach dem Checkin direkt zur Canary Row in Monterey gefahren. Dort gibt es neben exklusiven Hotels auch ein paar gute und günstigere Möglichkeiten mit Blick aufs Meer Abend zu essen.

Route: Pismo Beach -> Monterey (170 mi / 275 km)

17. Tag (14.09.2009):

Sea Fog Nachdem wir heute ausgeschlafen hatten, sind wir an den Fisherman’s Wharf von Monterey gefahren und haben uns dort nach den Möglichkeiten, eine Whale Watching-Tour zu machen, erkundigt. Nach kurzer Suche hatten wir den nach unserer Meinung besten Anbieter und da die Tour erst um 14 Uhr starten sollte, haben wir noch etwas gegessen und ein paar Fotos am Anleger gemacht. Pünktlich um 14 Uhr sind wir bei strahlendem Sonnenschein aus dem Hafen ausgelaufen, vorbei an hunderten Seelöwen, die auf der Hafenmauer lagen. Kurze Zeit später verschwand jedoch das Segelboot vor uns völlig unvermittelt im Seenebel. Ein paar Minuten später waren auch wir mitten in der Suppe und konnten natürlich nicht Ausschau nach Walen halten. Während eines kurzen Nebellochs dachten wir einen Wal gesehen zu haben, der sich aber doch als Seehund herausstellte. Obwohl wir schon einige Zeit unterwegs waren, haben wir immer noch gehofft, einen Wal zu entdecken. Schließlich wurden am Morgen gleich Dutzende gesichtet. Als wir zu guter Letzt wieder mitten im Nebel waren, war die Hoffnung vollends verschwunden. Immerhin haben wir nach der Tour einen sogenannten Rain Check bekommen, d.h. wir könnten auf jeder weiteren Tour kostenlos mitfahren. Da uns der Gutschein nichts brachte, haben wir ihn an die nächstbesten Interessenten weiterverkauft. Immerhin haben wir so ein bisschen Geld wiederbekommen, wenn auch keinen einzigen Wal gesehen. Nach der Tour waren wir etwas zu Abendessen und haben den Sonnenuntergang in den Dünen genossen – zumindest solange bis Manja von einer etwas höheren Welle bis zu den Knien naß gemacht wurde.

18. Tag (15.09.2009):

North Tower Seen From Walkway San Francisco in greifbarer Nähe. Bevor wir allerdings in Monterey aufbrechen sollten, mussten wir uns von unserer liebgewonnen Kühlbox trennen. In San Francisco mussten wir nämlich unser Auto abgeben. Nach knapp zwei Stunden Fahrt waren wir in San Francisco und sind direkt zur Golden Gate Bridge durchgefahren. Wie der Zufall es so wollte, lag die Brücke wieder teilweise im Nebel. Trotzdem sind uns ein paar interessante Aufnahmen gelungen. Mit dem letzten Tropfen Benzin sind wir zur Autovermietung gefahren und nachdem wir dort unser Auto abgegeben haben, sind wir zum Hotel gelaufen. Nach dem Checkin haben wir uns erstmal ein Drei-Tages-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel San Franciscos besorgt. Damit ausgestattet sind wir mit der Cable Car (was für ein Erlebnis) zum Hyde Pier gefahren. Von dort sind wir dann bis zum Pier 39 / Fisherman’s Wharf gelaufen, um uns mit zwei Freunden aus Deutschland, die zufällig zur selben Zeit in der Stadt waren, zu treffen. Da wir alle ein bisschen hungrig waren, haben wir am Fisherman’s Wharf etwas zu Abend gegessen und sind anschließend auf das ein oder andere Bier ins Hard Rock Cafe gegangen.

Route: Monterey -> San Francisco (135 mi / 220 km)

19. Tag (16.09.2009):

Transamerica Pyramid Heute haben wir erstmal ausgeschlafen, bevor wir uns zum Frühstück ins Sears Fine Foods direkt neben unserem Hotel begeben haben. Nach einem sehr guten Frühstück haben wir San Francisco zu Fuss erkundet. Gestartet sind wir am Eingang zu Chinatown (Dragon Gate). Anschließend haben wir einen Abstecher ins italienische Viertel gemacht, von wo wir den steilen Anstieg zum Coit Tower auf dem Telegraphic Hill begonnen haben. Vom Tower hat man einen sehr guten Überblick über Downtown San Francisco bis hin zur Golden Gate Bridge. Außerdem sieht man von oben deutlich wie steil einige Straßen sind. Nach einer guten halben Stunde auf dem Hügel sind wir Richtung Lombard St gelaufen. Leider mussten wir erst wieder ganz nach unten, bevor wir den Hügel zur Lombard St hochlaufen konnten. Irgendwie schien es auch, dass uns 95% aller Touristen entgegen kamen und eine der steilsten Straßen San Franciscos lieber runter statt hoch laufen wollten. Aber wie heißt es so schön: Think different. Oben angekommen haben wir die Cable Car zurück zum Hotel genommen und sind von dort anschließend auf Einkaufstour gegangen. Rund um den Union Square und die Market St gibt es jede Menge Möglichkeiten sein Geld auszugeben. Da die meisten Geschäfte gegen 20 bzw. 21 Uhr schließen, mussten wir Teil 2 unserer Shoppingtour auf den morgigen Tag verschieben. Stattdessen waren wir noch etwas essen und trinken.

20. Tag (17.09.2009):

I On Alcatraz Island Heute mussten wir richtig früh aufstehen, denn um 9 Uhr sollte schon unsere Fähre zur Gefängnisinsel Alcatraz gehen. Da die Insel tagsüber recht überlaufen ist, haben wir uns die allererste Fähre des Tages ausgesucht. Nach dem Aufstehen haben wir uns auf die Cable Car Richtung San Francisco Piers geschwungen. Dort angekommen waren es nur noch ein paar Meter bis zum Pier 33, auf denen wir uns Frühstück besorgt hatten. Um kurz nach 9 Uhr waren wir auf der Insel, die noch im alltäglichen Nebel lag. Also haben wir beschlossen, zuerst die Gebäude von innen zu besichtigen. Um ein wenig über die Geschichte Alcatraz zu erfahren, haben wir die sehr interessante Audiotour mitgemacht. Nach gut einer Stunde hatte sich auch der Nebel verzogen und wir haben die Insel einmal umrundet. Zu guter Letzt waren wir noch im Bookstore, wo ein ehemaliger Gefangener (Darwin E. Coon) sein Buch signiert hat. Natürlich haben wir auch eins gekauft. Nach der kurzen Fährüberfahrt waren wir gegen Mittag wieder zurück an Land und waren erstmal etwas bei In-N-Out Burger essen. Anschließend wollten wir mit der Cable Car wieder zurück Richtung Union Square fahren. Leider fuhren keine Cable Cars mehr, da die Drehscheibe, mit der die Cable Cars am Ende der Linie gedreht werden, defekt war. Also sind wir mit der Tram zurück und haben uns ein weiteres Mal ins Shoppingvergnügen gestürzt. Nach drei Stunden Shopping und anschließendem Abendessen mussten wir noch unsere Koffer packen, da es morgen Richtung Heimat gehen sollte.

21. Tag (18.09.2009):

Waiting For The Flight San Francisco-Calgary Aufbruchstimmung in San Francisco. Immmerhin konnten wir bis 9 Uhr schlafen, da wir unser Gepäck schon am Vorabend verstaut hatten. So sind wir gegen 10 Uhr aus dem Hotel ausgechecht. Mit dem BART (Bay Area Rapid Transit) sind wir in nur 30 Minuten am Flughafen gewesen und haben dort nach dem Checkin erstmal gefrühstückt. Kurz nach 13 Uhr ging unser Flieger nach Calgary. Bei traumhaften Wetter (die Golden Gate und die komplette Stadt waren ohne Nebel) sind wir um kurz nach 13 Uhr gestartet und gut zwei Stunden später in Calgary gelandet. Dort mussten wir unser Gepäck abholen und nach der Einreise direkt wieder abgeben. Als wir auf unseren Flieger nach London gewartet haben, haben wir ein bisschen Hunger bekommen und wollten uns einen letzten Burger kaufen. Terminal B ist in zwei Bereiche für Flüge in die Staaten und andere Ziele unterteilt. In ersteren Bereich kommt man leider nicht ohne Ticket in die USA rein. Und wie es der Zufall so wollte, befand sich dort ein Fast Food Restaurant, ein Starbucks usw. Bei uns hingegen gab es außer einem Fruchtsaftstand nicht viel. Also bin ich wieder raus und habe uns im öffentlichen Bereich des Flughafens zwei Burger geholt und bin mit denen durch die Sicherheitskontrolle. 😉 Mit leichter Verspätung ging es dann gegen 20 Uhr auf den Weg nach London, wo wir am Samstagmorgen um 11 Uhr angekommen sind.

22. Tag (19.09.2009):

Waiting For The Flight London-Düsseldorf Leider ging unser Flieger nach Düsseldorf erst gegen Abend, so dass wir – etwas übermüdet – fünf Stunden am Flughafen Heathrow verbringen mussten. Um 20 Uhr waren wir aber wieder in Düsseldorf, wo wir totmüde ins Bett gefallen sind.

Insgesamte Strecke (inkl. diverser Umwege): 3.500 mi / 5.630 km