Istanbul & Israel (18.05. – 28.05.2012)

1. Tag (18.05.2012):

Golden Horn at Night Aufbruch nach Israel, wo wir zu einer Hochzeit eingeladen sind. Allerdings sollte es nicht auf direktem Weg dorthin gehen, sondern mit einem Zwischenstopp in Istanbul. Mit Turkish Airlines sind wir am Freitagmorgen von Düsseldorf nach Istanbul geflogen, wo wir gegen 12 Uhr angekommen sind. Nachdem wir dann auch nach einer gefühlten Ewigkeit unser Gepäck hatten, haben wir uns für die günstigste Möglichkeit nach Sultanahmet zu kommen entschieden. Mit Metro und Tram waren wir eine Stunde später am Hotel und haben uns erst einmal ein wenig ausgeruht. Zum Abendessen waren wir in einem kleinen, aber feinen Restaurant. Vor dem Schlafengehen sind wir noch über die Galata Brücke gelaufen und haben uns von dort das Goldene Horn und den Anfang des Bosporus angeschaut.

2. Tag (19.05.2012):

Blue Mosque Nach dem Frühstück im Hotel sind wir bei sonnigem Wetter zur Blauen Moschee gelaufen. Dort haben wir uns in die endlose Schlange eingereiht und anschließend die tausenden kleinen, blauen Fliesen bestaunt. Wieder draußen haben wir direkt die nächste Sehenswürdigkeit erkundet – die Hagia Sofia – natürlich nicht ohne vorher wieder 45 Minuten anzustehen. Im teilweise renovierungsbedürftigen Innenraum war es dann gar nicht mehr soll voll – die Massen haben sich in der riesigen Kirche entsprechend verteilt. Von der Hagia Sofia sind wir runter ans Wasser zu den Resten der Theodosianische Mauer gelaufen und haben nach einem Besuch der kleinen Hagia Sofia erst einmal etwas gegessen. Der nächste Programmpunkt hat uns auf den großen Basar geführt. Trotz millionenfacher Möglichkeit sind wir der Versuchung einen Teppich, Gold, Handtaschen oder ähnlichem zu kaufen nicht erlegen. Irgendwann hatten wir den Ausgang des Basars auch wieder gefunden und haben uns für den Abend im Hotel frisch gemacht. Mit der Tram sind wir bis zum Viertel Kabatas gefahren und mit der Zugbahn rauf auf den Taksim Platz. Dort schien halb Istanbul unterwegs zu sein. Trotzdem haben wir in einer Seitenstraße ein sehr authentisches Restaurant gefunden, wo wir sehr lecker gegessen haben. Von drei Türken wurden wir dann noch auf einen Tee und Bier eingeladen. Nachdem geklärt war wo wir herkamen, wurden alle möglichen Themen von Reisen über Politik bis Religion diskutiert. Am wunderschön beleuchteten Galata Turm vorbei sind wir über die Galata Brücke bis zu unserem Hotel gelaufen.

3. Tag (20.05.2012):

Dolmabahçe Palace Beim Blick aus dem Fenster mussten wir feststellen, dass es leicht regnete. Also noch einmal umdrehen und dann erst frühstücken. Danach sind wir in den Gülhane Park bis zum Topkapi Palast gelaufen. Da wir gegen Mittag den Bosporus erkunden wollten, haben wir uns nicht in die Schlange vor dem Tickethäuschen eingereiht, sondern sind vorbei an der Hagia Sofia zum Hippodrome. Von dort ging es schnurstracks zum Bootsanleger, wo wir mit Nostalgic Bosphorus Cruises Richtung Schwarzes Meer aufgebrochen sind. Dabei fährt man nicht nur den Bosporus hoch, sondern wechselt bei Anlegen immer wieder zwischen dem europäischen und asiatischen Kontinent. Beim letzten Halt hatten wir bei Sonnenschein zwei Stunden Zeit das kleine Dorf zu erkunden, etwas zu essen und natürlich Tee zu trinken. Auf dem Rückweg sind wir dann wieder an den Burgen und Schlössern sowie der Fatih und Bosphorus Brücke vorbeigekommen. Zum Abschluss des Tages waren wir in Sultanahmet Abendessen.

4. Tag (21.05.2012):

Dead Sea 3:00 Uhr – alles schläft. Außer uns, da wir bereits um 5 Uhr am Flughafen sein mussten, blieb uns nur das Flughafenshuttle um 3:30 Uhr. Dank leerer Straßen und kaum Leuten am Flughafen waren wir schon kurz vor 5 Uhr im Terminal und haben dort erst mal gefrühstückt. Um 6:30 Uhr sind wir Richtung Israel gestartet, wo wir nach einer unkomplizierten Einreise schon um 10 Uhr in unserem Mietwagen saßen. Mit diesem ging es Richtung Süden nach Arad. Unterwegs haben wir einen Mittagessensstopp eingelegt, wo wir uns nicht nur über die recht hohen Preise, sondern auch über die Tatsache, dass jeder zweite offensichtlich bewaffnet unterwegs war, gewundert. Am frühen Nachmittag haben wir Arad erreicht und in die dortige Jugendherberge eingecheckt. Ein Doppelzimmer dort kostet immerhin knapp US $90. Anschließend sind wir weiter zum Toten Meer gefahren. Erster Stopp war die Festung Masada, die wir bei über 30 Grad nicht selbst, sondern mit Hilfe der Seilbahn erklommen haben. Nach einer guten Stunde auf dem sehr sehenswerten Berg mit einem fantastischen Ausblick auf die Berge und das Meer sind wir weiter nach Ein Gedi gefahren, wo wir ins Meer gegangen sind. Tatsächlich kann man kaum mit dem Bauch nach unten schwimmen, dafür sich jedoch auf dem Rücken treiben lassen und ein Buch lesen. Nach dem Abduschen sind wir nach Arad zurückgekehrt und haben im Supermarkt ein Baguette und Aufschnitt zum Abendessen gekauft.

5. Tag (22.05.2012):

Tel Megiddo Vor dem Frühstück wurden wir durch eine Horde Kinder geweckt und nachdem diese weg waren, haben wir uns in den komplett leeren Speisesaal getraut. Zum Frühstück gibt es zwar keinen Aufschnitt, dafür aber viele verschiedene Salate. Da wir heute in den Norden Israels wollten, sind wir nach dem Frühstück direkt aufgebrochen. Kurz hinter Tel Aviv haben wir zum Mittagessen einen Abstecher in den netten Weinort Zikhron Ya‘adov gemacht. Damit auch heute der kulturelle Teil nicht zu kurz kam, haben wir die Ausgrabungsstätte Tel Megiddo erkundet. Besonders interessant war das Wassersystem, das man durch einen unterirdischen Tunnel erkunden konnte. Von Megiddo ging es vorbei an Nazareth bis Tiberias. Etwas nördlich davon lag unsere zweite Unterkunft – wieder eine Jugendherberge, die ohne die Anwesenheit der vielen Kinder eher den Eindruck eines Hotels gemacht hätte. Direkt am See Genezareth gelegen hat man von der Anlage einen sehr schönen Ausblick auf den See und die Golanhöhen. Mangels Alternative haben wir uns fürs Abendessen in der Unterkunft entschieden, was eine gute Wahl war.

6. Tag (23.05.2012):

Caesarea Aqueduct Nach dem erwartungsgemäß guten Frühstück sind wir wieder Richtung Mittelmeer aufgebrochen – nicht ohne einen netten älteren Herrn in Tiberias abzusetzen. Jeden Tag eine gute Tat. 😉 Am Meer angekommen wollten wir die Stadt Caesarea besichtigen, sind vorher aber noch zum dazugehörigen Aquädukt gefahren, dessen gut erhaltene Teile mitten auf dem Strand stehen. Anschließend ging es in die alte Kreuzritterstadt und die römischen Ruinen inkl. Amphitheater und sehr gut erhaltenem römischen Theater. Damit war der kulturelle Teil für den heutigen Tag auch schon wieder abgeschlossen und nach kurzer Fahrt haben wir Tel Aviv erreicht. Dank Navi haben wir unsere kleine Unterkunft mitten im völlig verwickelten jemenitischen Viertel erreicht. Schnell noch den Mietwagen abgegeben und frisch gemacht, sind wir zum Manta Ray Restaurant direkt am Strand gegangen. Dort sollte ein Abendessen für die weit angereisten Hochzeitsgäste stattfinden. Nach einem sehr guten Essen und einigen Drinks sind wir entlang der Strandpromenade zu unserer Unterkunft zurückgekehrt und schlafen gegangen.

7. Tag (24.05.2012):

Ascension Church Der Tag unseres eigentlichen Reisegrundes – die Hochzeit. Nachdem wir ausgeschlafen haben, gab es Frühstück in einem kleinen Café. Das zu unserer Unterkunft gehört. Anschließend haben wir uns umgezogen und haben mit den anderen Gästen an der Strandpromenade auf den Bus, der uns nach Jerusalem bringen sollte, gewartet. Einmal quer durchs Westjordanland haben wir die evangelische Himmelfahrtskirche auf dem Skopusberg kurz nach 15 Uhr erreicht. Vom Berg hat man einen tollen Blick auf die Altstadt mit dem berühmten Tempelberg. Nach der Messe gab es noch einen Empfang in der Kirche, bevor wir mit dem Bus wieder zurück nach Tel Aviv gefahren wurden. Dort angekommen haben wir bis spät in die Nacht ordentlich gefeiert.

8. Tag (25.05.2012):

Jaffa Nach dem Ausschlafen hatten wir uns zum Frühstück mit ein paar anderen Hochzeitsgästen verabredet. In einem kleinen Café bei uns um die Ecke sind wir fündig geworden und haben ausgiebig gefrühstückt. Danach haben wir noch einen Mietwagen für unsere Fahrt am Sonntag nach Jerusalem gebucht – am Sabbat oder Feiertagen wie Pfingsten gibt es nämlich keinen öffentlichen Nahverkehr in Israel. Zu fünft sind wir anschließend entlang der Strandpromenade nach Jaffa gelaufen, um die alte und schön restaurierte Stadt zu erlaufen. Nach Eis und Falafel ging es zurück zur Unterkunft, wo wir uns für den Abend umgezogen haben und uns danach mit den anderen wieder zu Abendessen getroffen haben. Nach einem Spaziergang entlang der Promenade Richtung Norden wollten wir eigentlich bei einem Araber essen gehen, der leider geschlossen hatten (Freitag halt…). Eine sehr gute Alternative haben wir in einem italienischen Restaurant gefunden und den Abend bei Bier, Wein und Melone in einer Strandbar ausklingen lassen.

9. Tag (26.05.2012):

Tel Aviv Beach Letzter Tag in Tel Aviv und so haben wir nach einem guten Frühstück im Café unseres Vertrauens das Bauhausviertel erkundet. Eigentlich hatten wir deutlich mehr Gebäude erwartet – vielleicht haben wir aber einfach auch nur die falschen Straßen genommen. Über die Dizengoff Street sind wir zurück zu unserer Unterkunft und haben anschließend den restlichen Nachmittag am Strand verbracht. Zum Abendessen waren wir in einem Restaurant auf dem Rothschild Boulevard.

10. Tag (27.05.2012):

Dome of the Rock Heute mussten wir früh aufstehen, da wir an unserem letzten Tag in Israel nach Jerusalem fahren wollten. Nach dem Checkout sind wir mit unserem Mietwagen Richtung Jerusalem gefahren, wo wir eine gute Stunde später schon vom Ölberg den Blick auf die Altstadt genießen konnten. Vom etwas überlaufenen Hügel sind wir runter zur völlig überfüllten Altstadt gefahren. Nachdem wir einen Parkplatz hatten, sind wir durchs Herodes Tor zuerst ins muslimische Viertel gegangen. Nach einem Frühstück dort haben wir uns durch Pilgergruppen und geführte Touren bis zur Grabeskirche "vorgearbeitet". In selbiger kann man sogar an einem so überlaufenen Tag ruhige Nischen und Kapellen finden. Wieder draußen sind wir zum Jaffa Tor gelaufen, um dort den Ramparts Walk zu machen. Dabei läuft man über die Stadtmauer Jerusalems von einem zum anderen Tor. Am Dung Tor waren wieder unten und haben uns die Klagemauer angeschaut. Dann waren wir die letzten, die auf den Tempelberg durften. Nachdem wir den Tempelberg erkundet hatten, haben wir die Altstadt wieder verlassen – nicht ohne jedoch zufällig unsere Reisegruppe aus Tel Aviv zu treffen. Nun sollte es auf die letzte Etappe der Reise gehen – zum Flughafen Tel Aviv. Dort angekommen hatten wir viel Zeit den nicht allzu großen Flughafen zu erkunden. Leider gab es aufgrund des Feiertags nicht viele Möglichkeiten etwas zu essen und so mussten wir uns mit einem völlig überteuerten Sandwich begnügen. Gegen 22 Uhr sind wir Richtung Istanbul gestartet, wo wir kurz nach Mitternacht angekommen sind. Nun hatten wir die Möglichkeit, auf einer Bank im Flughafen oder im Flughafenhotel zu schlafen. Wir haben uns für die letztere, nicht ganz preiswerte Möglichkeit entschieden.

11. Tag (28.05.2012):

Nach einer kurzen, aber sehr angenehmen Nacht haben wir bei Starbucks gefrühstückt und sind pünktlich um 8 Uhr Richtung Deutschland gestartet, wo wir pünktlich angekommen sind. Am Gepäckband mussten wir feststellen, dass acht Stunden Umsteigezeit scheinbar für unseren Koffer nicht ausgereicht haben. Dieser kam schließlich einen Tag später bei uns wohlbehalten an.